Stand: 28.06.2017 11:56 Uhr

10 Probleme, die es ohne iPhone nicht gäbe

Happy Birthday, liebes iPhone! Die Urgroßmutter aller Smartphones hat Geburtstag und wird zehn Jahre alt. Das iPhone ebnete den Weg in die Epoche der Smartphones. Aber wer glaubt, Apples Goldstück hätte uns auf dem Pfad zur vollkommenen Schöpfung einen Vorsprung verschafft, greift ins Klo: Wir haben die zehn nervigsten Probleme gesammelt, die es ohne das iPhone gar nicht gäbe.

In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 2007 bildeten sich lange Schlangen vor amerikanischen Handy-Geschäften, viele Leuten campierten, um beim Verkaufsstart von Apples tastenlosem "Multimedia-Handy" nicht leer auszugehen. Zehn Jahre später heißen die Dinger Smartphones, haben unsere Mediennutzung komplett auf den Kopf gestellt und Millionen Menschen zu "Smombies" mutieren lassen. Neben Erleichterungen für den Alltag, haben wir Dank der Urmutter iPhone auch viele neue Probleme, die es ohne die Erfindung niemals gegeben hätte.

 

1. Kein LTE, nur E

Stellt euch vor, ihr seid alleine in der Wüste Gobi - ohne Nahrung und Flüssigkeit. Und ohne Klamotten. Und ihr wurdet gerade von einer der giftigsten Schlangen der Welt gebissen. So fühlen sich viele Leute, wenn sie anstatt auf der rasendschnellen Datenautobahn nur mit Edge durch die Gegend kriechen. Eigentlich kein Problem, aber im Jahr 2017 beschleicht einen direkt das Gefühl, den Mauerfall zu verpassen, wenn man zehn Minuten offline ist.

 

2. Akku leer

Zu Zeiten, in denen das Handy lediglich für Telefonieren, SMS und Snake 2 genutzt wurde, reichte es doppelt und dreifach, das Handy alle paar Tage an die Leitung zu hängen. Ein leerer Akku war etwas, was im dreiwöchigen Abenteuer-Urlaub in den Karpaten passierte. Wer heute ohne Powerbank oder zumindest Ladegerät aus dem Haus geht, ist ein leichtsinniger Tor.

 

3. Keine Ahnung, wie man einen Trip plant

Früher hat man sich vor einem Trip online über die Umgebung informiert, einen Blick in einen Stadtplan geworfen oder sich einen Reiseführer besorgt. Heute wird blind drauflos gefahren, das Smartphone wird's schon regeln. Das Ergebnis: Versagt das Phone mal, ist man vollkommen aufgeschmissen, eiert führerlos durch die Gegend wie ein Nacktmull-Baby, Abendessen gibt's im Fastfood-Restaurant und gepennt wird in der nächstbesten Hotel-Kette.

 

4. Fotospeicher ist voll

Nein, keine Angst, wir brechen jetzt keine hipsterige Lanze für neonostalgische Analog-Fotografie. Eher dafür, dass es früher egal war, ob es davon ein Foto gab oder eben nicht. Dank iPhone-initiierter Rund-um-die-Uhr-Selbstinszenierung, muss es von allem und jedem ein Beweisfoto geben. Ist aber der Speicher voll, macht die ganze Unternehmung keinen Sinn mehr - schließlich kann nirgends ein Pic gepostet werden, um das Ego zu polieren.

 

5. Kaputtes Display

Gemäß dem Motto "Mit dem 3310 wäre das nicht passiert" regen wir uns jedes Mal aufs Neue über ein gesplittertes Display auf. Egal, ob man sich versehentlich draufsetzt, es im Suff die Treppe runterwirft oder aus Jux einen Böller dranschnürt - beschädigte Smartphone-Displays sind ziemlich ärgerlich und so ein häufig auftretendes Phänomen, dass wohl jeder schon mal die Spider-App benutzt hat.

 

6.Schlafstörungen

Im Bett nochmal fix Nachrichten lesen oder eine Episode "Game of Thrones" angucken - und dann kann man nicht einpennen. Es wird vermutet, dass das bläuliche Licht von Tablets und Smartphones die Produktion des Schlafhormons Melatonin unterdrückt und so das Einschlafen behindert. Vielleicht sollten wir abends doch mal wieder zum Buch greifen und uns in den Schlaf schmökern.

 

7. Immer auf der Suche nach WLAN

"Sorry, habt ihr WLAN?" - eine Frage, die vielen Gastronomen zum Hals raushängen dürfte. Die pathologische Suche nach kostenlosem Internet, um den Heiligen Gral des mobilen Datenvolumens nicht ankratzen zu müssen, ist eine globale Volkskrankheit geworden. Aber es besteht Hoffnung: Mittlerweile gibt es Mobilfunkverträge, mit gigantischem Datenvolumen.

 

8. Phantomnachrichten

Klar, das Gefühl, eine SMS oder einen Anruf zu bekommen, was sich als pure Einbildung herausstellt, kannten wir schon bevor das iPhone auf den Markt kam. Jedoch haben die zahlreichen Apps mit Push-Nachrichten sowie unterschiedliche Kommunikationskanäle diesem Gefühl eine omnipräsente Note gegeben, die uns häufig signalisiert, dass wir bloß nichts verpassen dürfen.

 

9. Bilderflut

Essen, Baby guckt, Baby kriecht, Baby geht auf´s Klo, Regen, Sonne, im Bett liegen, spazieren gehen - es ist vollkommen egal, was passiert, alles findet in millionenfacher Ausführung seinen Weg in die sozialen Medien oder wird auf dem Smartphone und später auf zahlreichen Festplatten gehortet bis ... ja, bis wann eigentlich? Das permanente Fotografieren spült zum einen eine gigantische Flut der Belanglosigkeit in unsere Feeds, zum anderen führt es zu ganz profanen Platzproblemen, um die Fotos zu verwahren und sie nie wieder anzuschauen.

 

10. Geografische Orientierungslosigkeit

Eine neue Stadt, ein neuer Ort - raus aus der Tür und aufs Smartphone glotzen. Wer kann sich denn heutzutage noch ohne Navigationsgerät durch die Straßen bewegen? Natürlich ist es ungemein praktisch, sich bei Zeitdruck schnell durch fremde Gefilde manövrieren zu lassen. Eine schleichende Glorifizierung von geografischer Ahnungslosigkeit ist allerdings zum Heulen.

 

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