Stand: 07.02.2017 12:00 Uhr

"Jugend Rettet" braucht eure Unterstützung!

2016 hat die Organisation "Jugend Rettet" ein Schiff gekauft und in sieben Rettungsmissionen Flüchtlingen in Seenot vor der lybischen Küste geholfen. Jetzt brauchen sie selbst Hilfe.

181.000 Flüchtlinge sind 2016 über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Fast 5.000 haben die Flucht nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration nicht überlebt. Dass nicht noch mehr Menschen gestorben sind, liegt unter anderem auch am Einsatz gemeinnütziger Organisationen wie "Jugend Rettet", die mit ihrem Schiff Flüchtlingen in Seenot helfen. Um weiterhin helfen zu können, brauchen die jungen Freiwilligen jetzt eure Unterstützung ...

Im Mai 2016 hat die Organisation "Jugend Rettet" - bestehend aus aus Schülern und Studenten - von Spendengeldern ein Schiff gekauft. Seitdem ist die "Iuventa" zu sieben Rettungsmissionen vor der lybischen Küste aufgebrochen. "Private Seenotrettung" nennen sich diese Aktionen, bei denen Menschen in Seenot lokalisiert und auf Rettungsinseln oder direkt an Bord vor dem Ertrinken bewahrt werden.

Das Ziel "Weniger Tote im Mittelmeer"

Mehr als 200.000 Menschen sind 2014 über das Mittelmeer geflüchtet. 2015 waren es mehr als eine Million, 2016 immer noch 180.000. Ein Großteil flieht in seeuntauglichen Booten nach Europa. Tausende Menschen sind bei diesen gefährlichen Überfahrten bereits gestorben oder verschwunden.

"Jugend Rettet" will die Jugend Europas mobilisieren, einen Beitrag zu leisten. Überfahrten sollen sicherer gemacht, Leben gerettet werden.

Die "tödlichste Flüchtlingsroute der Welt"

Julian, Student aus Flensburg, war bei einer Rettungsmission dabei. Er hat ein kleines Rettungsboot gefahren und berichtet von den erschütternden und bewegenden Erfahrungen. Er berichtet von Dankbarkeit der Flüchtigen einerseits aber auch fehlende Unterstützung durch EU-Schiffe andererseits. Trotz hunderter Menschen in Lebensgefahr würden Funksprüche nicht beantwortet und Hilfe verweigert, sagt Julian. Er wünscht sich mehr Berichterstattung, mehr Druck, um die Flüchtlingsroute über das Mittelmeer sicherer zu machen.

Dass wir von 'Jugend Rettet' - ein Haufen Schüler und Studenten - in zwei Wochen über 2.500 Menschenleben retten mussten, finde ich beeindruckend und zugleich beängstigend.

Die Iuventa muss repariert werden

Um weiterhin Menschen aus Seenot retten zu können, braucht die Organisation jetzt selbst Hilfe. Das Schiff der Organisation muss aktuell wieder fit gemacht werden. Da sich "Jugend Rettet" komplett auf freiwillige Unterstützung verlassen muss, brauchen sie Spenden und Mitarbeit. Ihr wollt das Projekt unterstützen - finanziell oder tatkräftig? Dann besucht die Seite des Vereins und helft:

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Jugend Rettet im Netz

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | 07.02.2017 | 12:50 Uhr

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