
Mario, der unmögliche Zauberer
Diesen Donnerstag trifft die deutsche Fußballnationalmannschaft im Halbfinale der EM auf einen alten Bekannten - Italien. Und im Sturm wartet schon ein ganz ungemütlicher Typ auf unsere Abwehr: Mario Balotelli.
Genie und Wahnsinn - bei Italiens Stürmerstar liegen diese beiden Zustände dicht beieinander. Zurzeit kursiert im Netz beispielsweise ein Video, in dem der Hitzkopf vergeblich versucht, sich ein Trikot anzuziehen. Doch wer ist dieses Enfant terrible eigentlich?
Um einen ungefähren Eindruck vom Heißsporn zu bekommen, haben wir euch rechts eine kleine Auswahl von Videos zusammengestellt (leider gibt es keine Bilder von der Szene, wie er Nachwuchsspieler mit Dartpfeilen bewirft).
In unserer Bildergalerie erfahrt ihr die wichtigsten Fakten rund um den italienischen "Super Mario":
Sein kindliches Gemüt wird er wohl nie abschütteln können. Aber gerade von solchen Typen lebt der Fußball doch.
1990 wurde Mario als Sohn ghanaischer Einwanderer auf Sizilien geboren. Rätselhaft: Nach seiner Geburt verschwanden die Eltern noch im Krankenhaus. Drei Jahre später wuchs er bei einer gewissen Familie Balotelli auf - adoptiert wurde er nicht, lediglich die Obhut wechselte.
Mit seinem 18. Lebensjahr erhielt er die italienische Staatsbürgerschaft. 2008 spielte er erstmals für die U-21 der "Squadra Azzurra".
In die höchste italienische Spielklasse, der Serie A, wechselt er 2007: Mit Inter Mailand gewinnt er sogar Pokal, Meisterschaft und Champions League!
Sein Markenzeichen trägt er auf dem Kopf.
Und Weizenfelder in Italien tragen zur EM wiederum seinen Kopf.
2010 wechselt er auf die britische Insel zu Manchester City und wird dort 2012 sogar Meister. Schnell wird aber auch hier ein Bild zur Gewohnheit: alle gegen Balotelli.
Zwei Dinge, die sich gegenseitig anziehen: Balotelli und die rote Karte. Immer wieder hat sich der Ausnahmefußballer nicht im Griff.
Im EM-Spiel gegen Irland muss ihm Mitspieler Leonardo Bonucci den Mund zu halten - sonst hätte Balotelli Nationalcoach Cesare Prandelli wüst beschimpft. Balotelli fühlte sich vom Coach offenbar ungerecht behandelt. Bonucci kommentierte den Ausraster mit den Worten: "Er ist ein sehr spontaner Typ."
Im gewonnenen EM-Viertelfinale gegen England schießt er öfter aufs Tor als das gesamte englische Team. Bruder Enoch feuert ihn lautstark von der Tribüne aus an.
Sein kindliches Gemüt wird er wohl nie abschütteln können. Aber gerade von solchen Typen lebt der Fußball doch.
Seite empfehlen:
Seite in sozialen Netzwerken empfehlen