Stand: 26.09.2017 11:12 Uhr

6 Dinge, die ihr nicht im Netz posten solltet

Es gibt Dinge, die haben im Netz nichts zu suchen: Bilder des eigenen Essens zum Beispiel. Es gibt aber auch Dinge, von denen solltet ihr wirklich keine Fotos posten: Konzertkarten oder Flugtickets könnten so Betrügern in die Hände fallen.

Eine Frau gewinnt bei einer Sportwette 825 Dollar, macht ein Selfie auf dem sie das Gewinnerticket hochhält und postet es bei Facebook. Ein Fremder löst das Ticket ein und die Australierin geht leer aus.

Das ist vor zwei Jahren passiert. Doch immer noch teilen Menschen auf Facebook ihr Glück - manchmal ohne die Gefahr solcher Postings zu kennen.

1. Flugtickets

#boardingpass: Mehr als 93.000 Postings sammeln sich auf Instagram unter diesem Hashtag. Dabei ist es gefährlich, das eigene Flugticket im Netz zu verbreiten - selbst wenn der Name geschwärzt ist.

Der Grund: Der Barcode verrät viel über euch. Er identifiziert euch beim Check-In am Flughafen, trägt aber auch alle notwendigen persönlichen Informationen über euch mit sich. Sicherheitsexperten ist es gelungen, mit Hilfe eines Barcode-Scanners Zugang zum Nutzerkonto des Passagiers zu erlangen. So konnten sie Platzreservierungen verändern, künftige Flüge umbuchen oder sogar stornieren und auch Bankverbindungen würden sich so auslesen lassen.

Der Tipp: Postet am besten keine Flugtickets in sozialen Netzwerken. Wenn ihr eure Freude aber teilen möchtet, achtet darauf, dass die Namen geschwärzt und der Barcode oder QR-Code außerhalb des Bildes ist. Selbst kleine Teile der Zahlen und des Strichcodes können Hacker nutzen, um den kompletten Code wiederherzustellen.

 

2. Konzerttickets

Tickets für Ed Sheeran oder Justin Bieber ergattert? Herzlichen Glückwunsch. Jetzt nur nicht den Fehler machen und es posten!

Der Grund: Bei großen Konzerthallen prüfen selten Menschen euer Ticket. Stattdessen checkt ein Barcode-Scanner, ob das Ticket schon verwendet wurde oder nicht. Postet ihr ein Foto eures Tickets, können Betrüger es kopieren und euch so um euer Konzerterlebnis bringen. Das Motto: Wer zuerst kommt, sieht die Band.

Der Tipp: Postet Tickets, die ihr selbst ausdruckt auf keinen Fall mit Barcode oder den Sitzplätzen im Netz. Und auch bei offiziellen Papier-Tickets der Veranstalter gilt: Lieber nicht posten. Falls ihr es doch posten wollt, schwärzt den Code, die Zahlen darunter und die Platznummern. Beschränkt euch, wenn ihr das Event mit euren Freunden teilen wollt lieber auf den Band-Namen und eine Ecke des Tickets. Das gilt auch, wenn ihr die Tickets weiterverkaufen möchtet: Veröffentlicht niemals den Barcode eures Tickets im Netz.

 

3. Gutscheine

Rabattgutscheine machen gute Laune! Ganze Seiten wie Groupon oder MyDeals locken mit Prozenten, die ihr mit dem richtigen Gutscheincode einlösen könnt. Bei Geschenkgutscheinen ist dieser Gutscheincode häufig nur einmal einlösbar. Ein Foto eures Schnäppchen-Codes solltet ihr also nicht posten.

Der Grund: Der Gutscheincode ist der Schlüssel zu den Rabatten: Fotografiert ihr ihn, können auch Fremde den Code einlösen. Deswegen gilt: Ihr lasst auch in einer Bar kein Bargeld unbeobachtet auf dem Tresen liegen, deswegen hat auch ein persönlicher Gutscheincode im Netz nichts zu suchen.

Der Tipp: Schwärzt den Code und falls ein Barcode oder ein Sicherheitscode auf dem Gutschein steht, macht auch diesen unkenntlich. Wenn möglich sollten keine persönlichen Informationen auf dem Gutschein mehr lesbar sein.

 

4. Schlüssel

Schlüssel-Piktogramm an einer Hauswand.

Der Bart eines Schlüssels ist ähnlich individuell wie ein Barcode auf einem Ticket. Deswegen: Postet keine (Auto-)Schlüssel im Netz.

Der Grund: Anhand eines Bildes können versierte Betrüger den Schlüssel nachbilden und so aus einem zwei-dimensionalen Bild eine 3D-Kopie anfertigen.

Der Tipp: Auch wenn ihr ein neues Auto oder eine neue Wohnung habt: Postet niemals euren Schlüssel in sozialen Netzwerken.

 

5. Gewinnspiel-Tickets

Wer das Lotterie-Los besitzt, dem gehört der Gewinn. Teils reicht aber ein Code, um den Gewinn abzuholen. Einer Australierin ist genau das mit einem Gewinnschein eines Pferderennens passiert.

Der Grund: 15 Minuten nachdem die Australierin das Foto ihres Loses geteilt hatte, wollte sie ihren Gewinn abholen: Doch der war schon weg. Offenbar hat einer ihrer Facebook-Freunde den Gewinncode abgeschrieben und das Geld abgeholt. Das einzige was blieb: Anzeige bei der Polizei erstatten.

Der Tipp: Postet das Gewinnlos entweder ohne den Code oder erst nachdem ihr den Gewinn abgeholt habt.

 

6. Kreditkarten

Die Sicherheitsnummer auf der Kreditkarte ist der Zugang zu eurem Konto. Klar, dass eine Kreditkarte kein geeigneter Post in sozialen Netzwerken ist.

Der Grund: Betrüger sind dreist und wir manchmal einfach zu naiv. Die Legende erzählt einen Fall so: Ein junger Mann hat seine erste Kreditkarte bekommen, sie fotografiert und das Bild gepostet. Ein Anderer fragte, ob er die Rückseite fotografieren könnte, er wolle wissen, von welchem Anbieter die Karte wäre. Was der neue Kreditkartenbesitzer in der Legende offenbar nicht wusste: Mit der Kreditkartennummer, dem Gültigkeitsdatum und der Sicherheitsnummer auf der Rückseite kann jeder über das Konto Bestellungen aufgeben. Dafür braucht man keine Computerkenntnisse. Die Fähigkeiten Zahlen zu lesen und online einkaufen zu können, reichen vollkommen aus.

Der Tipp: Einfach nicht machen. Auf keinen Fall! Wirklich nicht!

 

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