Stand: 02.01.2017 12:47 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

9 Tipps, wie ihr euer Smartphone schnell sicher macht

Einmal zwei Stunden investieren, dann ist das Handy fit und sicher fürs neue Jahr! Wir geben euch die neun wichtigsten Kniffe, um euer Smartphone sicher zu machen!

In den Zug setzen und surfen, seit diesem Jahr gibt es freies WLAN auf allen ICE-Verbindungen. Das Problem ist, dass öffentliche Hotspots nicht sicher sind. Kriminelle und Betrüger können mit ein bisschen Geschick alles mitlesen, was ihr in einem solchen Hotspot macht: Bankzugänge auslesen, Kontoauszüge speichern, Liebesschwüre oder private Fotos, die ihr verschickt, ansehen. Wir haben neuen Tipps, die euch helfen, euer Smartphone fit fürs neue Jahr zu machen.

1. Einfach verstecken: VPN-App fürs Handy

VPN - eine Abkürzung, die lange nur Nerds kannten. Die Abkürzung steht für virtuelles privates Netzwerk - ein sehr technischer Begriff für etwas, das jeder auf dem Handy haben sollte: eine App, die alles, was ihr im Netz macht, umleitet. Diese Umleitung schützt euch vor neugierigen Blicken in öffentlichen Hotspots in Zügen, Cafés oder Flughäfen. Kostenlose VPN-Apps sind zum Beispiel "Opera VPN" oder "Avira Phantom VPN". Sie laufen im Hintergrund und schützen eure Privatsphäre, wenn ihr im freien WLAN unterwegs seid.

 

2. Wer darf was? App-Rechte checken!

Der Browser Chrome kann eure Kamera und euer Mikrofon anschalten. Ob er das können muss - eher nicht. Deswegen lohnt es sich, die App-Berechtigungen ab und zu durchzusehen und einige Rechte einzukassieren. Wie das geht? Ab Android 6 (Marshmallow) findet ihr in den Einstellungen unter "Apps" alle installierten Programme und die dazugehörigen Rechte. Einige davon sind für spezielle Funktionen notwendig: WhatsApp zum Beispiel muss auf den Speicher eures Telefons zugreifen, damit ihr Fotos im Chat verschicken könnt.
Trotzdem gilt: Entzieht den Apps einfach mal die Rechte, die euch komisch vorkommen. Falls eine der Apps im Anschluss nicht mehr richtig funktioniert, könnt ihr die Rechte auch wieder freischalten.

 

3. Apps aus unbekannten Quellen sperren

Viren, Trojaner und Ransomware treiben bei Android immer wieder ihr Unwesen. Oft kommen die Viren über Apps aus inoffiziellen Download-Portalen auf die Smartphones. Um sicherzugehen, dass ihr nur geprüfte Apps aus dem Google-Play-Store herunterladet, sperrt Apps aus unbekannten Quellen. Das geht in den Einstellungen unter "Sicherheit". Deaktiviert den Punkt "Unbekannte Herkunft - Installation von Apps aus unbekannten Quellen zulassen". iPhone-Nutzer können diesen Punkt ignorieren, hier gibt es keine Möglichkeit, Apps außerhalb des AppStores herunterzuladen.

 

4. Browser-Vielfalt: Google muss nicht alles wissen

Firefox, Opera, Brave, Cliqz oder Iron: Es gibt mehr Browser als Googles Chrome. Nutzt die Vielfalt und wechselt durch, denn erstens muss Google nicht alles wissen und zweitens sind die Alternativen genauso gut. Der Browser Brave zum Beispiel ist recht neu und hat einen integrierten Werbeblocker an Bord. Profi-Tipp: Achtet bei unbekannten Browsern auf Bewertungen und sucht einmal im Netz nach Kritiken, um nicht auf Datensammelprogramme reinzufallen.

 

5. Browser-Einstellungen: Werbe-Spione ausschließen

Websites folgen Nutzern gerne auf ihrem Weg durchs Netz: Wo warst du, wo gehst du hin - sind die zentralen Fragen. In einigen Smartphone-Browsern gibt es unter "Sicherheit" und "Datenschutz" die Möglichkeit die "Do Not Track"-Funktion einzuschalten. Dann sagt der Browser der Webseite: Bitte speichere keine Profile von mir. Das Ganze ist freiwillig, heißt, eine Webseite ist nicht verpflichtet dem Wunsch nachzukommen. Aktuell unterstützen Mozillas Firefox, Apples Safari und der Google Chrome sowie Browser wie Brave, der auf dem Google-Browser aufgebaut ist, die Privatsphäre-Einstellung "Do Not Track".

 

6. Webcam abkleben oder Schieber davor

Wie viele Apps, die Zugriff auf eure Kamera haben, habt ihr auf dem Handy? Keine Ahnung? Dann ist es vielleicht keine schlechte Idee die Selfie-Cam zu verdecken. Noch fehlen Beispiele von Hackern, die Nutzer damit erpressen. Trotzdem: Möchtet ihr, dass euer Smartphone ein Foto von euch schießt, während ihr auf der Toilette sitzt? Abdeckungen, die ihr über die Linse schieben könnt, gibt es online zu kaufen. Sticker über die Kamera zu kleben funktioniert zwar auch, ist aber vermutlich recht nervig, denn wenn wir ehrlich sind, ist die Selfie-Cam im Alltag kaum noch wegzudenken.

 

7. Handy weg? Apps helfen, das Smartphone wiederzufinden

Ob verloren oder gestohlen, Apps wie LookOut helfen euch, das Smartphone wiederzufinden. Voraussetzung: Das GPS muss angeschaltet sein. Alternativ findet auch Google für euch das Smartphone. Hier könnt ihr eure Geräte klingeln lassen, auf dem Smartphone anrufen oder es per Fernzugriff sperren. Auch Apple bietet einen ähnlichen Dienst, der verschwundene Telefone aufspürt.

 

8. Müll aussortieren: Spam-Mail-Adresse anlegen

Online-Reiseanbieter, Gewinnspiel-Seiten oder neue Apps fordern oft eure E-Mail-Adresse. Die Folge: Newsletter-Wellen oder falls es ein dubioser Anbieter ist, folgt sogar Spam. Deswegen: Meldet euch nicht mit eurem echten Namen an und legt eine E-Mail-Adresse für Newsletter und potenzielle Spam-Quellen an. Für kurzfristige Anmeldungen gibt es Anbieter, bei denen ihr Wegwerf-Mail-Adressen bekommt zum Beispiel Squizzy.de oder 10minutemail.com. Die sind zwischen 10 Minuten und einigen Stunden aktiv. Alternativ legt ihr euch eine Mailadresse bei Google oder GMX für die Werbemails an. So bleibt euer richtiges Postfach sauber.

 

9. Ein bisschen sicherer: Passwort ändern

Android-Nutzer schützen und entsperren ihr Smartphone mit einem Wisch-Muster. Mit ein bisschen Pech finden Diebe euer Muster aber schnell raus. Denn das Wisch-Muster ist meist eindeutig auf dem Display erkennbar. Profi-Tipp: Verwendet ein Muster, das alle Punkte berührt und bei dem sich Linien überschneiden. Für iPhone-Nutzer gilt: Euer Passwort sollte mindestens sechs Zeichen und mehr als zwei verschiedenen Zahlen haben.

 

 

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