Stand: 07.08.2017 12:09 Uhr

Ok Google, wie gefällt dir meine Wohnung?

Google treibt Amazon in die Preisschlacht - und das bereits vor dem Verkaufsstart der Google Box, die in unser Wohnzimmer einziehen soll, um uns durch den Alltag zu begleiten. Welcher Assistent kann mehr?

Google Home, Amazon Echo, Apple Homepod - zwei der drei smarten Boxen für Zuhause sprechen jetzt deutsch. Am 8. August startet Google den Verkauf von Google Home und Amazon reagiert mit einem Rabatt auf seinen Konkurrenten Echo. Damit steht die Schlacht bei 149 Euro für Google zu 130 Euro für Amazon. Doch was können die beiden Assistenten fürs Wohnzimmer?

1. Fragen beantworten

Die meisten Fragen, die wir den Sprachassistenten stellen, drehen sich nur ums Allgemeinwissen. Das hat eine Analyse in den USA ergeben. Alexa gibt sich zwar Mühe, im N-JOY Test hat sich Alexa aber mit vielen Fragen schwer getan. Googles Assistent überzeugt hier in verschiedenen Tests. Auch wegen des "Google Graph" - das ist die Funktion, die bei Suchanfragen zum Eifelturm direkt anzeigt, wie hoch er ist und wann er erbaut wurde. Trotzdem holt Alexa auf, hat ein deutsches Forscher-Team herausgefunden und führt das auf die Apps von Drittanbietern zurück.

2. Zusammenhängende Unterhaltungen

"Wie ist das Wetter in Hamburg? ... Und morgen?" - Googles Assistent soll Folgefragen verstehen. Im Test der PC-Magazine Chip und Computerbild heimste der Google Assistent dafür viel Lob ein. Selbst nach fünf aufeinanderfolgenen Fragen zu einem Überthema behält Google Home den Überblick, so das Fazit bei Computerbild. Durch dieses Kontextverständnis seien die Unterhaltungen recht natürlich. Die Funktion soll auch beim Essen bestellen, Tische reservieren oder Kino-Karten kaufen helfen. Das hat Google bei der Vorstellung der smarten Box versprochen, aktuell funktioniert das aber noch nicht.

3. Tagesabläufe

Termine vorlesen, den Verkehr auf dem Weg ins Büro, die Einkaufsliste füllen oder den Wecker stellen: Diese Standard-Funktionen unterstützen beide Boxen - und auch Apples Sprachassistentin Siri kann das auf dem Smartphone.

4. Einkaufen

Beim Einkaufen sticht Alexa den Konkurrenten von Google Home aus - zumindest laut der deutschen Studie. Ist aber auch kein Wunder, denn Alexa kommt schließlich von einem Versandhändler.

5. Filme und Musik streamen

Amazon Echo wie auch Google Home spielen Musik ab - mit Hilfe verschiedener Apps. Bei Google kritisiert der Tester der Computerbild aber, dass der Assistent nur auf ganz exakte Befehlssätze reagiert. Ein Pluspunkt beim Home, so die Tester: Er streamt auch Filme oder YouTube-Videos per Sprachbefehl auf den Fernseher, wenn dort Googles TV-Stick Chromecast angestöpselt ist. Beide smarte Boxen überzeugen übrigens nicht mit ihrer Klangqualität. Koppelt sie besser mit einer richtigen Musikanlage.

6. Achtung, die Assistenten hören mit

Smarte Lautsprecher-Boxen sind ein Albtraum für Datenschützer: Die Mikrofone der Boxen sind ständig an. Amazon sagt, die aufgezeichneten Unterhaltungen werden nicht weitergeleitet und sofort gelöscht. Google bietet auch einen kleinen Knopf an, mit dem die Nutzer die Mikrofone ausschalten können. Der Tipp aus der N-JOY Redaktion: Überlegt euch gut, ob ihr alle Informationen und Gespräche potentiell mit den Großkonzernen teilen möchtet. Wenn ihr die Boxen trotzdem ausprobieren möchtet: Stellt sie in die Küche oder das Badezimmer. Im Wohnzimmer oder Schlafzimmer haben Lautsprecher, die ständig zuhören, nichts zu suchen.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 07.08.2017 | 14:50 Uhr

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