Stand: 11.10.2017 17:10 Uhr

Online Shoppen: So landen die Pakete bei euch, statt beim Kiosk nebenan

Pakete annehmen: Das ist der größte Fail am Online-Shopping. Wir erklären, wie ihr dem Annahmestress entgeht.

Das Paket liegt zur Abholung beim Nachbarn oder wahlweise auch in der Filiale bereit: Ein Satz, der im vorweihnachtlichen Geschenke-Kaufrausch Angstschweißperlen bei den Empfängern der Benachrichtigungspostkarte auslöst. Spart euch den Stress und lasst euch die Pakete dorthin liefern, wo ihr sie braucht oder auch wann ihr sie braucht.

Packstation, Paketbox, Wunschtermin oder einen festgelegten Ablageort: Lieferdienste wie Hermes, UPS und DHL bieten Auswege aus dem Pakete-verstecken-sich-bei-Nachbarn-und-bei-Feierabend-geschlossenen-Filialen-Wahnsinn.

Übersicht: Diese Lieferoptionen bieten DHL, DPD, Hermes und UPS
DHLDPDHermesUPS
Paketstationjaneinneinnein
Paketkastenja (kostenpflichtig)ja (kostenpflichtig)janein
WunschterminjajajaWunschtag (kostenpflichtig)
Ablageortjajajanein
Nachbarjajajanein
Filialejajajaja
Adresse ändernjajaneinja (kostenpflichtig)

1. Packstation

Der Klassiker ist die Packstation. Die großen Boxen, die Pakete rund um die Uhr zur Abholung bereitstellen, bieten aber nur zwei Anbieter in Deutschland: die DHL mit den gelben "Packstationen" und der Versandhändler Amazon, dessen Boxen "Locker" heißen.
Wo die Stationen in eurer Umgebung stehen, findet ihr auf den entsprechenden Seiten von Amazon und der DHL.

 

2. Paketkasten

Paketkasten, das ist ein großer Briefkasten, den sich Hausbewohner in den Garten stellen können. Er ist geöffnet, solange er kein Paket beherbergt, so können Paketboten die Päckchen dort ablegen und dann die Türe schließen. Die DHL bietet solche Boxen ab 99 Euro an und auch die Lieferanten DPD und Hermes bieten Paketkästen an. Sie arbeiten mit dem Anbieter Parcellock zusammen - ein Kasten kostet mindestens 270 Euro. Nachteil: Hier legen nur Boten des jeweiligen Unternehmens Lieferungen ab, also nur DHL-Boten oder die der DPD. Andere Anbieter wie mypaketkasten.de oder paketda.de verkaufen auch Paketboxen, die alle Lieferdienste füllen können.

Fazit: Praktische Idee, aber teuer. Paketkästen kosten, je nach Anbieter (DHL, Parcellock, paket.da oder mypaketkasten.de) ab 100 Euro. Der Preis kann aber auch bei mehreren Tausend Euro enden.

 

3. Wunschtermin

Lasst euch das Paket genau dann liefern, wenn ihr es braucht. Bei Hermes braucht ihr, um einen Wunschtermin festzulegen, ein eigenes Konto. Dann könnt ihr über eine App oder die Webseite angeben, wann der Paketbote euch die Geschenke bringen soll. Die DPD versteckt die praktischen Funktionen auf der Webseite PaketNavigator.de. Ladet euch die zugehörige App herunter, um Pakete zu eurem Wunschtermin geliefert zu bekommen.
Die DHL bietet diese Funktion einerseits in der Paket-Verfolgung an, die einige Online-Händler mit der Versandbestätigung mitsenden. Oder ihr registriert euch bei der DHL, legt ein Kundenkonto an und verfolgt eure Lieferungen live und bestellt den Postboten, wenn ihr zu Hause seid.

 

4. Paket an Wunschort ablegen lassen

Bei Hermes, DPD und DHL könnt ihr Abstellgenehmigungen erteilen - als registrierter Kunde per App oder Webseite oder teils sogar über die Sendungsverfolgung, wie bei DHL. Der Paketbote legt die Päckchen dann an eurem Wunschort ab. Praktisch für Hausbesitzer, deren Wintergarten, Garage oder Carport immer zugänglich sind. In Mehrfamilienhäusern endet diese Abstellgenehmigungen teils doch mit einem Gang in die Filiale, weil der Bote nicht in das Haus kam.
Eine andere Geschichte zur Abstellgenehmigung: Der Bote verstaute das Päckchen in der Papiertonne. Das kann gut gehen, muss aber nicht.

Tipp: Lieferdienste, die Pakete ablegen, lassen euch auch einen Wunschnachbarn festlegen. Wenn ihr also einen netten Nachbarn habt, der für euch Pakete annimmt, fragt, ob er euer Wunschnachbar für die Weihnachtssaison sein möchte.

 

5. An Filiale schicken

Der Klassiker, der die Pakete davor schützt, zurückgeschickt zu werden. Alle vier Dienste liefern eure Pakete natürlich in die nächste Filiale. Das bietet zwar die Sicherheit, dass das Päckchen wirklich irgendwann bei euch landet. Trotzdem errettet euch diese Funktion nicht, vor dem Schlangestehen vor dem Filialschalter - fünf Minuten bevor er schließt.

Fazit: Konten anlegen kann sich lohnen

Die optimale Lösung gibt es nicht, aber zumindest habt ihr jetzt noch ausreichend Zeit, um euch mit eurem Nachbarn anzufreunden und ihn zu bitten, die Pakete entgegen zu nehmen! Kleiner Tipp zum Ende: Abstell-Orte könnt ihr bei der DHL auch für alle Pakete hinterlegen, wenn ihr ein eigenes Konto auf der Webseite anlegt. Probiert es aus - und erspart euch so hoffentlich viel Rennerei in der stressigen Vorweihnachtszeit.

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 01.11.2017 | 13:50 Uhr

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