Stand: 27.03.2017 12:09 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Streckenagent: Bahn-App ist nur bedingt hilfreich

Kommt der Zug pünktlich? Die Bahn hat eine eigene App für Pendler entwickelt: Wie gut sie funktioniert? Wir haben es getestet.

Jeden Morgen bangen Pendler, ob der Zug pünktlich kommt oder ob sie am Bahnhof eine unfreiwillige Kaffeepause erwartet. Die Bahn will das jetzt ändern und hat dafür eine neue App gestartet: "Streckenagent". Wir haben die neue Warn-App getestet und verraten euch, wie gut sie funktioniert.

Die Bahn verspricht: "Neue App gegen Warte-Frust"

Der Streckenagent soll Bahnfahrer informieren, wenn ein Zug zu spät kommt, ausfällt oder an einem anderen Gleis startet. Außerdem soll er erklären, was der Grund für die Verspätung ist: eine Baustelle, ein umgefallener Baum, ein durchfahrender Zug oder ein Rettungswagen-Einsatz. Um diese Informationen zu den Bahnfahrern zu bringen, hat der Konzern 50 "Streckenagenten" eingestellt - sie überwachen die Störungsmeldungen und schicken die Meldung als Push-Nachricht aufs Handy der Fahrgäste. Und zwar so rechtzeitig, dass Pendler den Kaffee noch Zuhause statt am Bahnhof trinken können.

So sieht der Streckenagent aus: In den Abonnements (links) findet ihr eure Pendel-Strecken und wenn ein Zug ausfällt oder sich verspätet, zeigt die App alternative Verbindungen (mitte) und den Grund für die Verzögerung an (rechts).
Wie funktioniert der "Streckenagent ?

Die neue Bahn-App gibt es für Android-Telefone und iPhones. Nach der Installation gebt ihr eure Stecke mit Anfangs- und Ziel-Bahnhof ein. Die App zeigt euch in den Standard-Einstellungen erstmal nur Regional-, S- und U-Bahnverbindungen sowie Bus und Straßenbahnen an. ICE-Verbindungen könnt ihr bei Bedarf hinzufügen.

Sobald ihr eure Zugverbindung gefunden habt, könnt ihr einen Alarm hinzufügen. Ihr selbst wählt aus, ab wann die App sich melden soll: zwischen 2 Stunden vor Abfahrt oder 5 Minuten vorher steht zur Auswahl. Außerdem könnt ihr einstellen, wie hoch die Verspätung sein muss, damit ihr Nachrichten bekommt. Zur Auswahl stehen "ab 5 Minuten Verspätung", ab 10 Minuten oder ab 15 Minuten.

Sobald der Alarm gesetzt ist, landen die Strecken in den "Abonnements" und die App schickt Push-Meldungen, falls der Zug später kommt.

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In der Theorie gut - und in der Praxis?

Zwei N-JOY Redakteure haben die App für eine Woche getestet. Dennis fährt täglich 60 Kilometer in die Redaktion - mit der Regionalbahn. Sein Fazit:

Verspätungen, Gleiswechsel oder ausfallende Züge bin ich gewohnt. Ein funktionierender Streckenagent kann mir also viele Generve sparen. Nur: Geklappt hat das bislang noch nie. Dennis, Redakteur

Auch bei Gleiswechseln landeten keine Meldungen auf seinem Smartphone. Eine Zugversptärung ignorierte die App komplett und die Informationen zu einer weiteren Verspätung meldete der Streckenagent derart spät, dass Dennis bereits in dem verspäteten Zug saß.

Bei überregionalen Fahrten hingegen, scheint die App einen guten Job zu machen. Eva fährt regelmäßig in den Süden Deutschlands. Wegen der Langstrecke mit EC, IC, ICE und zum Schluss mit der S-Bahn.

Ich musste auf der Langstrecke einmal umsteigen und mein Zug hatte wenige Minuten Verspätung. Für mich sehr praktisch: Die App hat mir angezeigt, dass ich meinen Anschluss voraussichtlich erwische. Eva, Redakteurin

Fazit: Gute Idee, Umsetzung auf Regionalstrecken ausbaufähig

Die Bahn hat zumindest auf den überregionalen Strecken viel richtig gemacht. Bei den regionalen Angeboten - wie im Hamburger Umland - scheint der Informationsfluss noch etwas zu stocken. Trotzdem eine gute Sache. Regelmäßige Bahn-Pendler sollten die App wenigstens testen. Denn: Wenn die Informationen schnell fließen, kann die App durchaus hilfreich sein.

 

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