Stand: 31.07.2017 17:59 Uhr

Datenschutz: Junge Menschen oft bedachter als Ältere

Gegen Vorurteile: Eine Studie zeigt, dass die Deutschen zwar private Informationen im Netz teilen, aber nur manche.

Facebook will unseren echten Namen, Streaming-Dienste brauchen unseren Namen, unsere Bank-Verbindung und Wohnadresse. Mittlerweile ist das Preisgeben persönlicher Informationen im Netz alltäglich. Trotzdem - oder gerade deswegen - ist für viele Nutzer Datenschutz ein hohes Gut.

Eine neue Studie räumt mit einem Vorurteil auf: Junge Erwachsene geben viele Informationen zwar bereitwillig ab - aber eben nicht alle. Stattdessen sind vor allem die Nutzer zwischen 50 und 60 Jahren bereit auch sensible persönliche Daten im Netz preiszugeben. Eine Studie von nextMedia Hamburg und Statista zeigt, wer welche Informationen mit Online-Diensten teilt, wenn er dafür persönliche Empfehlungen bekommt.

1. Der Name

Er ist unser Benutzername in der Realität, doch im Netz muss er nicht immer präsent sein. Zumindest sehen das etwa 90 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 49 Jahren so. Für die 50 bis 60-Jährigen hingegen scheint der Name im Netz selbstverständlich. Jeder Dritte würde ihn Preis geben.

 

2. Der Wohnort

Ob Hamburg, Hannover oder Osnabrück: Eine Stadt ist relativ anonym. Dieser Ansicht sind vor allem die 50- bis 60-Jährigen. Denn etwas weniger als 40 Prozent der Befragten in diesem Alter würden ihren korrekten Wohnort im Netz preisgeben, zeigt die Studie. Spannend hier: Die Unterschiede sind zwar gering, aber je jünger die Befragten, desto weniger würden sie ihren Wohnort teilen (etwa 20 Prozent).

 

3. Die Adresse

Ein konkreter Straßenname mit Hausnummer: Das hat im Netz und bei Online-Diensten nichts zu suchen. Immerhin hier sind sich alle Befragten einig. Selbst bei der ältesten Gruppe zwischen 50 und 60 würden weniger als 10 Prozent ihre Adresse abgeben.

 

4. Das Geschlecht, das Alter, die Interessen

Drei Informationen, die jeder ohne Bedenken preisgibt sind das Geschlecht, das Alter, die Interessen. Gut 80 Prozent der Deutschen stört es nicht, diese Infos abzugeben, wenn sie dafür auf sie zugeschnittene Inhalte bekommen - zum Beispiel bei Streaming-Anbietern.

 

5. Mensch statt Software

Anstelle einer Software, die all unsere Vorlieben und Interessen analysiert und uns die zu uns passenden Filme, Songs oder Nachrichten anzeigt, könnte das auch ein Mensch übernehmen, so die These der Studie. Bei der Frage, ob die Nutzer dafür bezahlen würden, sind sich die meisten einig: Nein, würden sie nicht.

6. Datenschutz ist wichtiger als Vorteile

Die Deutschen sind skeptisch, vor allem im Vergleich mit anderen Ländern: 40 Prozent der Deutschen wollen ihre persönlichen Daten nicht eintauschen. Nur 12 Prozent würden Daten im Tausch gegen eine Prämien preisgeben. Zum Vergleich: In China ist es genau umgekehrt. Hier würden 38 Prozent Daten gegen Prämien eintauschen - nur 8 Prozent lehnen das ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der GfK. Auch die aktuelle Studie kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Jeder Dritte verzichtet in Deutschland auf automatisierte Empfehlungen, weil er seine Daten nicht mit Online-Diensten teilen möchte.

Deutlich mehr hingegen, nämlich die Hälfte aller Befragten, würde den Tausch Daten gegen passende Empfehlungen eingehen, wenn sie genau wüssten, was mit ihren Infos passiert, wofür sie genutzt werden und wo sie gespeichert werden.

 

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