Bild des Windows-Logos © Microsoft

Support für XP läuft aus - umsteigen!

von Dennis Bangert

Eine Ära geht zu Ende, Microsoft schickt das betagte Betriebssystem Windows XP in Rente und stellt den Support ein. Die Folge: Windows XP wird zum Sicherheitsrisiko.

Im Oktober 2001 veröffentlichte Microsoft Windows XP. Das Betriebssystem folgte auf das vielfach kritisierte Windows ME, das nur ein Jahr zuvor auf den Markt kam. Und im Gegensatz zu ME kam XP bei PC-Nutzern weltweit extrem gut an - so gut, dass Microsoft erst Anfang 2007 mit Windows Vista einen Nachfolger in den Handel brachte. Aber auch Vista war kein größerer Erfolg beschienen. Viele Nutzer hielten an "ihrem" XP fest. Erst 2009 veröffentlichte Microsoft mit Windows 7 einen würdigen Nachfolger für XP - eine Tatsache, die sich auch in den Nutzerzahlen widerspiegelt.

Systemstart mit Windows. © NDR Fotograf: André Kroll
Nach fast 13 Jahren schickt Microsoft das Betriebssystem Windows XP am 8. April 2014 in Rente.
Fast 13 Jahre nach der Einführung läuft der Urgroßvater des aktuellen Windows-Betriebssystems (Windows 8) nach Zahlen des Statistikportals NetMarketShare noch auf fast 30 Prozent aller Rechner weltweit. Der Marktanteil von  XP ist damit größer als der aller alternativen Betriebssysteme wie Mac und Linux, Windows 8 und Windows Vista zusammen. Nur Windows 7 findet mit einem Marktanteil von etwa 47 Prozent derzeit noch mehr Zuspruch bei den Kunden.

Microsoft stellt den Support ein

Nach fast 13 Jahren stellt Microsoft am 8. April 2014, also heute, den Support für Windows XP ein. Das heißt: Updates für das betagte Betriebssystem wird es nicht mehr geben. Sicherheitsrelevante Notfall-Nachbesserungen wird es dann nur noch im Rahmen der kostenlosen Anti-Virensoftware "Microsoft Security Essentials" geben. Das Ablaufdatum für diese Unterstützung hat Microsoft allerdings auch schon festgelegt: Ab dem 14. Juli 2015 wird es auch für die Sicherheitssoftware keine Windows-XP-Updates mehr geben.

Was bedeutet das Supportende für XP-Nutzer?

Grundsätzlich lässt sich Windows XP auch nach dem Support-Ende noch weiter nutzen. Allerdings wird das alte Betriebssystem zum Sicherheitsrisiko. Da keine größeren Sicherheitslücken mehr gestopft werden, werden Ausflüge ins Internet mit XP-Rechnern zum Abenteuerurlaub. Selbst mit aktivierter Firewall und aktuellem Virenscanner stellen XP-Rechner dann unter Umständen leichte Beute für Angreifer dar. Allein aus Sicherheitsgründen ist ein Umstieg auf aktuelle Betriebssysteme auf jeden Fall empfehlenswert. Ein weiteres Problem: Auch immer mehr Hardware- und Softwarehersteller werden ihre Unterstützung für das in die Jahre gekommene Betriebssystem einstellen. Es wird also immer weniger neue Programme, Drucker oder andere Peripheriegeräte auf dem Markt geben, die noch unter Windows XP laufen.

Vor dem Umsteigen: Systemanforderungen prüfen

Die neue Benutzer-Oberfläche von Windows 8.
Windows 8.1 ist die neuste Generation des Microsoft-Betriebssystems. An den Erfolg von Windows 7 oder XP konnte es bislang nicht anknüpfen.
Allerdings laufen die aktuellen Windows-Versionen nicht auf allen Rechnern, denn Windows 7 und 8 stellen höhere Anforderungen an die Hardware des PCs als noch Windows XP. Vor dem Umstieg solltet ihr also prüfen, ob euer Computer die nötige Rechenleistung hat. Hierfür bietet Microsoft einen Update-Assistenten für Windows 8 und Windows 7 an, der nach dem Download automatisch prüft, ob euer Rechner die neuen Betriebssysteme unterstützt.

Was tun beim Umstieg?

Wenn ihr von Windows XP umsteigen wollt, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Ihr könnt euren Rechner komplett neu aufsetzen oder ihr macht lediglich ein sogenanntes Upgrade. Bei der kompletten Neuinstallation werden im Allgemeinen sämtliche Dateien gelöscht - ihr fangt also bei null an. Bei einem Upgrade werden eure eigenen Dateien und Bilder (meist) übernommen, Einstellungen oder Programme gehen allerdings auch hier verloren. Ein solches Upgrade ist auch nur von Windows XP auf Windows 7 möglich. Wollt ihr auf das aktuelle Windows 8.1 umsteigen, ist in jedem Fall die Neuinstallation erforderlich. Microsoft hat für die Umstellung auf Windowsxp.com ein kostenloses Programm bereitgestellt, das beim Umzug helfen soll. Das Tool "PCmover Express for Windows XP" sichert und überträgt wichtige Dateien, Dokumente, Musik, Mails und Benutzerprofile automatisch auf Windows 7 oder 8.

Unsere Empfehlung

Macht beim Umstieg einen kompletten Neustart. Eure persönlichen Daten und Bilder solltet ihr ohnehin auch bei einem Upgrade sichern, daher ist der Unterschied beim Arbeitsaufwand zwischen Upgrade und Neuinstallation zu vernachlässigen. Außerdem übernehmt ihr sozusagen keine Altlasten von eurem vorherigen Betriebssystem. Seht das Ganze quasi als gründlichen Frühjahrsputz für euren Rechner.

Eine weitere Überlegung: Ein Umstieg auf Windows 7 ist in Sachen Bedienbarkeit deutlich einfach, weil es in der Benutzerführung stärker an Windows XP erinnert als Windows 8. Windows 7 ermöglicht euch außerdem, einen XP-Modus zu betrieben. Das heißt: Ihr gaukelt euren Programmen vor, dass weiterhin Windows XP läuft. So funktionieren unter Umständen auch Programme, die mit neueren Betriebssystemen eigentlich nicht mehr kompatibel sind.

Tipp: Auf dieser Hilfeseite von Microsoft prüft ihr, ob eure Hardware und Programme problemlos unter neuen Windows-Versionen funktionieren. Und wenn ihr euch nicht sicher seid, welches Betriebssystem auf eurem Rechner läuft: Diese Hilfeseite von Microsoft prüft automatisch, ob ihr noch Windows XP nutzt.

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