Stand: 18.04.2016 12:22 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Wingly: Mit-Fliegen statt Mit-Fahren

Die Website Wingly.io verkuppelt Hobbypiloten mit Flug- und Reise-Interessenten. Statt MitFAHRgelegenheit gibt es MitFLUGgelegenheiten in ganz Deutschland.

Fliegen statt fahren: Die Mitflugzentrale Wingly bringt Hobby-Piloten und Kurzurlauber zusammen. Statt von Hamburg nach Köln mit dem Zug oder dem Auto zu fahren, gibt es jetzt eine dritte Möglichkeit: fliegen!

Das Prinzip ist ganz einfach. Fliegt ein Pilot von Hamburg nach Bremen, Sylt, Köln oder München und hat in seinem Flugzeug noch Plätze frei, bietet er sie auf der Online-Plattform Wingly an. Hier könnt ihr die Flüge buchen und dann per Kleinflugzeug zu eurer Verabredung fliegen. Das Mitfliegen ist mittlerweile auch legal. Piloten dürfen zum Selbstkostenpreis bis zu fünf Passagiere mitnehmen. Das heißt: Jeder im Flugzeug zahlt den gleichen Preis - sogar der Pilot. Die Flieger dürfen keinen Gewinn machen.

Piloten müssen sich identifizieren

So verlockend das Angebot für alle Flugzeug-Fans klingen mag, es bleibt vor allem eine Frage: Ist es sicher mit fremden Menschen zu fliegen? Darauf gibt es keine Antwort. Einerseits versuchen die Betreiber der Seite alles möglichst transparent zu gestalten. Piloten müssen Flugbuch, Fluglizenzen, Gesundheitszertifikat und das Modell ihrer Flugzeuge angeben. Erst wenn die Lizenzen gültig sind, darf der Pilot auch Flüge anbieten. Auch Telefonnummer und Adresse müssen Piloten aber auch Fahrgäste hinterlegen – optional sogar den Personalausweis.

Welcher Norddeutsche Ort ist das?

Bewertungssystem soll bei der Entscheidung helfen

Außerdem gibt es ein Bewertungssystem. Die Betreiber erfragen bei den Passagieren nach einer Reise, wie es war. Aktuell gibt es aber nur wenige Bewertungen: Das Portal ist erst wenige Monate online. Seit Januar sollen sich 2000 Nutzer, davon 400 Piloten, bei der Mitflugzentrale angemeldet haben. 150 Buchungen mit 350 Passagieren hat Wingly schon vermittelt. Das sagte der Mitgründer Lars Klein dem Reiseblog Travelbook.

Kurzstrecken-Flüge beherrschen das Angebot

Aktuell decken die Piloten vor allem Strecken ab, auf denen die großen Airlines nicht fliegen. Oft geht es deutlich schneller als mit Bahn oder Auto. Ein Flug von Bremen nach Helgoland kostet pro Person aktuell 75 Euro. Von Sylt nach Hamburg dauert der Flug eine Stunde und kostet 150 Euro. Mit der Bahn legt ihr diese Strecke zwar günstiger zurück, seid dafür aber auch über drei Stunden unterwegs. Bezahlen kann man bei Wingly über PayPal oder Kreditkarte. Und findet ein Flug nicht statt - das kann natürlich immer passieren - bekommen die Passagiere ihr Geld zurück.

Es klingt nach Abenteuer-Urlaub und Luxus-Reise. Denn wer hat nicht schon mal davon geträumt, mit einem Privat-Flugzeug zum Wochenendtrip zu fliegen. Eines darf man nicht vergessen. Es sind kleine Maschinen, da ruckelt und wackelt es stärker als in Großraumflugzeugen . Deswegen: Wer Flugangst hat, sollte auf den Dienst verzichten.

 

Dieses Thema im Programm:

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