
Browservergleich: Wer surft am besten?
von Dennis Bangert
Lange Wartezeiten beim Surfen sind nicht nur eine Frage der DSL-Leitung. Auch euer Browser hat einen Anteil daran, wie schnell komplexe Webseiten bei euch auf dem Bildschirm erscheinen.
Internet Explorer, Firefox, Chrome, Safari oder Opera – diese fünf Browser streiten um die Gunst der Internetnutzer. Und das Rennen ist so knapp wie schon lange nicht mehr. Wir haben die fünf großen Browser mal näher unter die Lupe genommen und verraten euch, womit ihr am besten im Netz unterwegs seid.
Internetbrowser: Vergleich
DIASHOW
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Internet Explorer 10 // Microsofts neueste Version des Internet Explorers steht bislang nur unter dem Betriebssystem Windows 8 zur Verfügung - eine für Windows 7 angepasste Version soll allerdings noch folgen (Stand: 12. Januar 2013). Erste Vergleiche stellen dem Internet Explorer 10 jedoch ein gutes Zeugnis aus. Vor allem in Sachen Geschwindigkeit holt er gegenüber Brachenprimus Chrome ordentlich auf. Allerdings sind diese Ergebnisse durch die Beschränkung auf Windows 8 und die fehlende Unterstützung eines wichtigen Vergleichstest (im Benchmark-Test unterstützte IE 10 Peacekeeper nicht) mit Vorsicht zu genießen. Die für Windows 8 und berührungsempfindliche Bildschirme optimierte grafische Benutzeroberfläche ist zwar schick, die Navigation durch die Lesezeichen ist aber durch die horizontale Anordnung bei mehr als zehn Favoriten zu umständlich. Trotzdem: Mit IE 10 hat Microsoft seinen Browser wieder mehr als konkurrenzfähig gemacht.
Mozilla Firefox // Einst startete Firefox als kleiner Herausforderer und nahm den Kampf gegen den übermächtigen Champion Internet Explorer auf - mit Erfolg. Mittlerweile ist das damalige Open-Source-Projekt einer der beliebtesten Browser in Deutschland und hat dem Internet Explorer den Rang abgelaufen. Die aktuelle Variante ist Firefox 18. Neue Versionen stehen allerdings schon wieder in den Startlöchern. In der Benutzung überzeugt Firefox vor allem durch seine Erweiterbarkeit mit nützlichen Add-ons. Für fast alle denkbaren Nutzungsbedingungen und -szenarien bietet Firefox die passende Erweiterung. Werbung blocken mit dem Add-Blocker, die Integration eines RSS-Readers, ... - Firefox bietet mit Abstand die meisten Optionen, den Browser nach seinen eigenen Wünschen anzupassen. Das Ganze hat aber seinen Preis: Firefox ist verhältnismäßig speicherhungrig, er nimmt also mit der Zeit viel Arbeitspeicher in Anspruch. Außerdem fehlt ihm in Sachen Geschwindigkeit ein gutes Stück bis zur Spitze.
Google Chrome // Mit Chrome setzt der Google seit 2008 immer wieder Geschwindigkeitsmaßstäbe. Da macht auch Version 24 keine Ausnahme. Im direkten Vergleich rennt der Google-Browser wieder mal der Konkurrenz davon. Und die Integration der Suchleiste in die Adresszeile sorgt für zusätzlichen Bedienkomfort. Ein großer Vorteil von Chrome ist seine Synchronisierungsfunktion. Egal auf welchem Gerät, ihr habt eure Lesezeichen immer mit dabei. Dafür müsst ihr euch allerdings mit eurem Google-Profil anmelden. Der Internetriese erfährt also wieder mal ein bisschen mehr über euch und eure Vorlieben. Die Daten-Sammelwut, die man den ersten Chrome-Versionen noch vorwerfen konnte, hat Google allerdings eingedämmt. Wie der Wettbewerb unterstützt auch Chrome die "Do Not Track"-Funktion. Außerdem bietet Chrome einen komfortablen Inkognito-Modus. Dadurch surft ihr zwar nicht anonym im Internet, allerdings hinterlässt euer Ausflug ins Netz keinerlei Spuren auf eurem Rechner.
Apple Safari // Apple-Nutzer kommen an Safari praktisch nicht vorbei. Ende Juli 2012 erschien die aktuelle Version Safari 6 – allerdings nur für Mac und nicht mehr für Windows. Für Benutzer von Windows-PCs kommt daher nur Safari 5 in Frage. Und in dieser Version kann der Browser in fast keiner Hinsicht mehr mit der aktuelleren Konkurrenz mithalten. Einzig die Kompatibilität mit anderen Apple-Geräten wie dem iPhone und dem iPad macht Safari 5 für Windows-Nutzer noch einigermaßen interessant. Allerdings bietet Google mit Chrome in dieser Hinsicht eine mehr als spannende Alternative. Bei Safari 6 sieht die Sache anders aus. Zwar ist er auch langsamer als Branchenprimus Chrome, aber der Unterschied fällt deutlich geringer aus. Nette Funktion: Im Reader-Modus erkennt Safari längere Texte auf der Internetseite und hebt den entsprechenden Artikel hervor, indem die Schrift vergrößert und der Rest der Seite leicht abgedunkelt wird.
Opera // In Sachen Nutzerzahlen ist der Browser aus Norwegen sicherlich der Zwerg unter den Browser-Riesen. Das lässt sich allerdings nicht auf seine Qualität zurückführen. In Sachen Geschwindigkeit kann er zwar nicht mit Google Chrome mithalten, vor Safari und Mozilla muss er sich allerdings nicht verstecken. Außerdem läuft die neueste Version 12 stabil und zuverlässig. Großer Vorteil: Stürzt in Opera ein einzelnes Add-on ab, legt es damit nicht mehr den kompletten Browser lahm. Sympathiepunkte bekommt Opera vor allem für die Pionierarbeit in Sachen Tabs - was das moderne Internet-Nutzungsverhalten ohne Zweifel entscheidend mitgeprägt hat. Da diese Funktion jedoch schnell von der Konkurrenz aufgegriffen wurde, konnte Opera das nicht zum eigenen Vorteil nutzen.
Internet Explorer 9 // Der Internet Explorer ist der Beweis dafür, dass sich Konkurrenz lohnt. Lange Zeit war der Microsoft-Browser Marktführer. Dann ruhte der Konzern aus Redmond sich auf seinen Errungenschaften aus und Mozilla und Google machten mit Firefox und Chrome dem ehemaligen Platzhirsch das Leben schwer. Im deutschsprachigen Netz kann Firefox sogar deutlich mehr Nutzer auf sich verbuchen als der Internet Explorer. Auch qualitativ zog die Browserkonkurrenz am Internet Explorer vorbei. Mit Version 9 hat Microsoft allerdings wieder Boden gut gemacht. Sowohl optisch als auch technisch wurde der Internet Explorer generalüberholt und holte in Sachen Geschwindigkeit und Sicherheit deutlich auf. Ganz zur Konkurrenz aufschließen konnte er allerdings trotzdem nicht.
Internet Explorer 10 // Microsofts neueste Version des Internet Explorers steht bislang nur unter dem Betriebssystem Windows 8 zur Verfügung - eine für Windows 7 angepasste Version soll allerdings noch folgen (Stand: 12. Januar 2013). Erste Vergleiche stellen dem Internet Explorer 10 jedoch ein gutes Zeugnis aus. Vor allem in Sachen Geschwindigkeit holt er gegenüber Brachenprimus Chrome ordentlich auf. Allerdings sind diese Ergebnisse durch die Beschränkung auf Windows 8 und die fehlende Unterstützung eines wichtigen Vergleichstest (im Benchmark-Test unterstützte IE 10 Peacekeeper nicht) mit Vorsicht zu genießen. Die für Windows 8 und berührungsempfindliche Bildschirme optimierte grafische Benutzeroberfläche ist zwar schick, die Navigation durch die Lesezeichen ist aber durch die horizontale Anordnung bei mehr als zehn Favoriten zu umständlich. Trotzdem: Mit IE 10 hat Microsoft seinen Browser wieder mehr als konkurrenzfähig gemacht.
Tor zur Welt - Ende der Privatheit
Die Browser sind das Tor zur Welt, aber sie sind auch die Grenze, an der Privatheit endet und wir eine Vielzahl an Informationen über uns preisgeben. Wo komme ich her, wo gehe ich hin, auf welchen Seiten bin ich am liebsten, was kaufe ich gerne im Internet - unser Browser kennt unsere Vorlieben und er hat die Möglichkeit, sie der Welt oder besser gesagt den Werbetreibenden mitzuteilen. Und für diese ist das im Browser gespeicherte Wissen eine wahre Goldgrube, schließlich können sie damit Werbung viel besser und effektiver auf die potenziellen Kunden zuschneiden. Und je besser die Werbung auf unsere Wünsche und Vorlieben angepasst ist, desto wahrscheinlicher klicken wir auch drauf. Für die Werbeindustrie bedeutet das bares Geld: Je mehr Leute auf die Werbung klicken, desto effizienter ist sie und desto teurer kann man sie den Unternehmen verkaufen. Das Ganze kommt allerdings zum Preis der Privatsphäre der Nutzer daher.
Privatsphäre… Bitte!
Um den Internetnutzern wenigstens das kleine Gefühl von Privatheit zu geben, hat sich das World Wide Web Consortium (W3C) – ein Gremium, das sich mit der Standardisierung von Techniken im Netz beschäftigt – auf einen neuen Standard geeinigt, der in allen aktuellen Browsern verankert ist: die Do-Not-Track-Funktion. Aktiviert ihr die Funktion, übermittelt euer Browser eine Bitte an die Internetseite, personenbezogene Daten nicht mitzuprotokollieren. Wohlgemerkt: Es handelt sich um eine Bitte - keine Webseite ist verpflichtet, dieser Bitte Folge zu leisten. Internetgrößen wie Google, Microsoft, Amazon und Yahoo haben sich allerdings schon bereit erklärt, diese Funktion zu unterstützen. Allerdings ist Do Not Track standardmäßig deaktiviert (mit Ausnahme des Internet Explorer 10). In der Klapp-Box erfahrt ihr, wie ihr die Funktion in eurem Browser aktiveren könnt.
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Google Chrome
Geht unter "Einstellungen", aktiviert "Erweiterte Einstellungen" und geht in den Reiter "Datenschutz". Dort setzt ihr den Haken im Feld "Mit Browserzugriffen eine 'Do Not Track'-Anforderung senden".
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Mozilla Firefox
Geht auf "Einstellungen" und aktiviert den Reiter "Datenschutz". Dort setzt ihr einen Haken bei "Verfolgung" ins Feld "Websites mitteilen, dass ich nicht verfolgt werden möchte".
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Opera
Geht auf "Einstellungen", aktiviert den Reiter "Erweitert" und geht unter "Sicherheit". Dort aktiviert den Punkt "Websites mitteilen, mich nicht zu verfolgen".
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Internet Explorer 9
Geht in die "Einstellungen", ruft den Unterpunkt "Sicherheit" auf und klickt auf "Tracking-Schutz". Wenn noch keine entsprechende Liste hinterlegt ist, klickt auf "Liste für Tracking-Schutz online abrufen" und ihr werdet auf eine passende Webseite weitergeleitet. Darüber könnt ihr Listen zum Tracking-Schutz hinzufügen.
Update-Pflicht
Egal welchen Browser ihr benutzt, verwendet immer die aktuellste Version! Ältere Versionen weisen teilweise eklatante Sicherheitslücken auf, die von Kriminellen genutzt werden, um euren PC mit Viren und Trojanern zu infizieren. Außerdem bieten die Hersteller für veraltete Browser-Versionen keine Updates mehr an, so dass bekannte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Und für Kriminelle kommt das einer Einladung gleich, in euer System einzudringen. Also: Verwendet immer die aktuellste Version eines Browsers und installiert die Updates des Herstellers - ihr würdet eure Wohnungstür ja schließlich auch nicht einfach offen stehen lassen!
Fazit
Chrome ist mit Abstand der schnellste Browser, während Firefox die beste Erweiterbarkeit mit Add-ons bietet. Opera hat dafür an der Stabilität geschraubt und Microsoft mit dem Internet Explorer 10 wieder zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Das Feld im Browser-Rennen ist dicht geschlossen und viel ist von persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten abhängig. An der Spitze hat sich allerdings Google mit Chrome festgesetzt. Dabei ist nicht nur die Geschwindigkeit der ausschlaggebende Faktor, sondern auch die Konnektivität mit anderen Versionen des Browsers. Meldet ihr euch mit eurem Google-Konto an, stehen euch auch auf eurem Smartphone oder Tablet-PC eure Lesezeichen und geöffneten Tabs zur Verfügung. Das kann zwar auch Safari, aber eben nur auf Apple-Geräten.
Stand: 15.01.2013 10:36 Uhr
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Dem stimme ich zu, bei mir meistens aus einer GPRS-Verbindung mit Opera Mini noch gefühlte HSDPA-Geschwindigkeit, am PC ist es ähnlich, aber auf Grund des schnellen Internets zu Hause brauche ich... [mehr]
Zitat aus Beitrag: "Egal welchen Browser ihr benutzt, verwendet immer die aktuellste Version! Ältere Versionen weisen teilweise eklatante Sicherheitslücken auf, die von Kriminellen genutzt werden, um... [mehr]
Auch bei Firefox gibt es "Firefox Sync" mit dem man seine Lesezeichen auf allen Rechnern, Betriebssystemen und auch dem Android Smartphone synchronisierne kann. [mehr]
Turbo-Modus
Wenn die Mobilfunkleitung so richtig rottig ist (z.B. [mehr]
Opera und Konnektivität
Guten Tag, ich nutze Opera schon seit langem und da ist die Konnektivität noch besser als bei Chrome. Opera gibt es für: - Windows (Installation und USB - Mac - Linux (Installation und portabel,... [mehr]