Themenbild "Browser" mit den bekanntesten: Internet Explorer, Firefox, Google Chrome und Apple Safari © dpa Fotograf: Julian Stratenschulte

Browservergleich: Wer surft am besten?

von Dennis Bangert

Lange Wartezeiten beim Surfen sind nicht nur eine Frage der DSL-Leitung. Auch euer Browser hat einen Anteil daran, wie schnell komplexe Webseiten bei euch auf dem Bildschirm erscheinen.

Internet Explorer, Firefox, Chrome, Safari oder Opera – diese fünf Browser streiten um die Gunst der Internetnutzer. Und das Rennen ist so knapp wie schon lange nicht mehr. Wir haben die fünf großen Browser mal näher unter die Lupe genommen und verraten euch, womit ihr am besten im Netz unterwegs seid.

Tor zur Welt - Ende der Privatheit

Die Browser sind das Tor zur Welt, aber sie sind auch die Grenze, an der Privatheit endet und wir eine Vielzahl an Informationen über uns preisgeben. Wo komme ich her, wo gehe ich hin, auf welchen Seiten bin ich am liebsten, was kaufe ich gerne im Internet - unser Browser kennt unsere Vorlieben und er hat die Möglichkeit, sie der Welt oder besser gesagt den Werbetreibenden mitzuteilen. Und für diese ist das im Browser gespeicherte Wissen eine wahre Goldgrube, schließlich können sie damit Werbung viel besser und effektiver auf die potenziellen Kunden zuschneiden. Und je besser die Werbung auf unsere Wünsche und Vorlieben angepasst ist, desto wahrscheinlicher klicken wir auch drauf. Für die Werbeindustrie bedeutet das bares Geld: Je mehr Leute auf die Werbung klicken, desto effizienter ist sie und desto teurer kann man sie den Unternehmen verkaufen. Das Ganze kommt allerdings zum Preis der Privatsphäre der Nutzer daher.

Privatsphäre… Bitte!

Um den Internetnutzern wenigstens das kleine Gefühl von Privatheit zu geben, hat sich das World Wide Web Consortium (W3C) – ein Gremium, das sich mit der Standardisierung von Techniken im Netz beschäftigt – auf einen neuen Standard geeinigt, der in allen aktuellen Browsern verankert ist: die Do-Not-Track-Funktion. Aktiviert ihr die Funktion, übermittelt euer Browser eine Bitte an die Internetseite, personenbezogene Daten nicht mitzuprotokollieren. Wohlgemerkt: Es handelt sich um eine Bitte - keine Webseite ist verpflichtet, dieser Bitte Folge zu leisten. Internetgrößen wie Google, Microsoft, Amazon und Yahoo haben sich allerdings schon bereit erklärt, diese Funktion zu unterstützen. Allerdings ist Do Not Track standardmäßig deaktiviert (mit Ausnahme des Internet Explorer 10). In der Klapp-Box erfahrt ihr, wie ihr die Funktion in eurem Browser aktiveren könnt.

  • Google Chrome

    Geht unter "Einstellungen", aktiviert "Erweiterte Einstellungen" und geht in den Reiter "Datenschutz". Dort setzt ihr den Haken im Feld "Mit Browserzugriffen eine 'Do Not Track'-Anforderung senden".

  • Mozilla Firefox

    Geht auf "Einstellungen" und aktiviert den Reiter "Datenschutz". Dort setzt ihr einen Haken bei "Verfolgung" ins Feld "Websites mitteilen, dass ich nicht verfolgt werden möchte".

  • Opera

    Geht auf "Einstellungen", aktiviert den Reiter "Erweitert" und geht unter "Sicherheit". Dort aktiviert den Punkt "Websites mitteilen, mich nicht zu verfolgen".

  • Internet Explorer 9

    Geht in die "Einstellungen", ruft den Unterpunkt "Sicherheit" auf und klickt auf "Tracking-Schutz". Wenn noch keine entsprechende Liste hinterlegt ist, klickt auf "Liste für Tracking-Schutz online abrufen" und ihr werdet auf eine passende Webseite weitergeleitet. Darüber könnt ihr Listen zum Tracking-Schutz hinzufügen.

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Update-Pflicht

Egal welchen Browser ihr benutzt, verwendet immer die aktuellste Version! Ältere Versionen weisen teilweise eklatante Sicherheitslücken auf, die von Kriminellen genutzt werden, um euren PC mit Viren und Trojanern zu infizieren. Außerdem bieten die Hersteller für veraltete Browser-Versionen keine Updates mehr an, so dass bekannte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Und für Kriminelle kommt das einer Einladung gleich, in euer System einzudringen. Also: Verwendet immer die aktuellste Version eines Browsers und installiert die Updates des Herstellers - ihr würdet eure Wohnungstür ja schließlich auch nicht einfach offen stehen lassen!

Fazit

Chrome ist mit Abstand der schnellste Browser, während Firefox die beste Erweiterbarkeit mit Add-ons bietet. Opera hat dafür an der Stabilität geschraubt und Microsoft mit dem Internet Explorer 10 wieder zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Das Feld im Browser-Rennen ist dicht geschlossen und viel ist von persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten abhängig. An der Spitze hat sich allerdings Google mit Chrome festgesetzt. Dabei ist nicht nur die Geschwindigkeit der ausschlaggebende Faktor, sondern auch die Konnektivität mit anderen Versionen des Browsers. Meldet ihr euch mit eurem Google-Konto an, stehen euch auch auf eurem Smartphone oder Tablet-PC eure Lesezeichen und geöffneten Tabs zur Verfügung. Das kann zwar auch Safari, aber eben nur auf Apple-Geräten.

 

Aktuelle Kommentare
simsidii schrieb am 22. Januar 2013 um 14:44 Uhr:

Dem stimme ich zu, bei mir meistens aus einer GPRS-Verbindung mit Opera Mini noch gefühlte HSDPA-Geschwindigkeit, am PC ist es ähnlich, aber auf Grund des schnellen Internets zu Hause brauche ich... [mehr]

TeleSimbolon schrieb am 21. Januar 2013 um 11:53 Uhr:

Zitat aus Beitrag: "Egal welchen Browser ihr benutzt, verwendet immer die aktuellste Version! Ältere Versionen weisen teilweise eklatante Sicherheitslücken auf, die von Kriminellen genutzt werden, um... [mehr]

Unreg234 schrieb am 18. Januar 2013 um 10:26 Uhr:

Auch bei Firefox gibt es "Firefox Sync" mit dem man seine Lesezeichen auf allen Rechnern, Betriebssystemen und auch dem Android Smartphone synchronisierne kann. [mehr]

Operafan schrieb am 18. Januar 2013 um 06:39 Uhr:

Turbo-Modus

Wenn die Mobilfunkleitung so richtig rottig ist (z.B. [mehr]

simsidii schrieb am 15. Januar 2013 um 18:38 Uhr:

Opera und Konnektivität

Guten Tag, ich nutze Opera schon seit langem und da ist die Konnektivität noch besser als bei Chrome. Opera gibt es für: - Windows (Installation und USB - Mac - Linux (Installation und portabel,... [mehr]

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