
Cloud Computing. Bitte was?!
Ob zum Arbeiten, Lernen oder Spielen, die ganze Welt wächst ins Internet und ist schon seit Jahren ein wesentlicher Bestandteil des Lebensalltags. Cloud Computing ist die neueste Form der Datensicherung im Netz, die Nutzern einen nahezu unbegrenzten Speicherplatz bietet.
Vereinfachend ausgedrückt ist die Cloud (englisch für Wolke) quasi ein Stück persönliches Internet, wo man seine Daten und Dokumente speichern kann. Quasi ein USB-Stick im Internet, auf den man immer und überall Zugriff hat. Anstelle im eigenen Rucksack steckt der USB-Stick sozusagen nur in einem Mega-PC in irgendeinem Rechenzentrum auf der Welt.
Vorteile der Wolke
Mit Cloud Computing könnt ihr eure Daten zu jeder Zeit von überall auf der Welt abrufen und Dritten ebenfalls problemlos Zugriff gewähren. Einzige Voraussetzung: ein Internetzugang. Lästiges Verschicken per Mail oder über einen Datenträger ist damit unnötig. Cloud Computing basiert auf geteilten Ressourcen. Das heißt, dass Daten auf viele Server und Speichermedien verteilt sind. Damit lassen sich Investitionen in Hardware wie externe Festplatten einsparen. Außerdem habt ihr mit fast jedem internetfähigen Gerät Zugriff auf eure Daten in der Wolke. Schön ist auch, dass ihr nicht nur von überall auf eure Daten kommt, sondern auch immer an der aktuellsten Version eines Dokumentes arbeitet. Einmal Online gespeichert, hält die Wolke das entsprechende Dokument auf allen Geräten automatisch auf dem neusten Stand. Wenn ihr zum Beispiel am heimischen PC ein Dokument angefangen habt, könnt ihr auf eurem Arbeitsrechner an der gleichen Stelle weiterarbeiten oder sogar von eurem Smartphone und Tablet-PC auf die Dateien zugreifen. Lästiges Durchnummerieren oder Dateinamen mit Datum gehören damit der Vergangenheit an.Risiken der Wolke
Allerdings besteht darin auch gleichzeitig ein Risiko, denn häufig sind die Server (und damit auch die Daten) länderübergreifend verteilt. Der Anwender weiß nicht, wo genau sich seine Daten befinden und welche Datenschutzregeln im jeweiligen Land gelten. Unklar ist damit auch, wer berechtigt ist, die Daten zu durchforsten. Durch den sogenannten Patriot Act hat sich die US-amerikanische Regierung zum Beispiel das Recht gesichert, die in der Cloud gespeicherten Daten einzusehen – wenn es die nationale Sicherheit erfordert. Datenschützer empfehlen daher beim Speichern im Netz auf Unternehmen zu setzen, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben.
Datensicherheit
Ein ganz anderes Sicherheitsproblem liegt allerdings in der Übermittlung der Daten über die Internetleitung. Die Verschlüsselung bei Cloud Computing kommt stellenweise noch zu kurz. Im schlimmsten Fall liegen eure Dateien unverschlüsselt in der Wolke, jeder hat also Zugriff. Bisher gibt es keine einheitliche Verschlüsselungstechnik für Cloud Computing. Viele Cloud-Betreiber bieten eigene Verschlüsselungen an. Der Schlüssel dafür liegt allerdings beim Anbieter selbst. Rein theoretisch sind dann aber auch der Anbieter und seine Angestellten in der Lage, eure Dateien zu entschlüsseln. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, kümmert euch am besten selbst um die Verschlüsselung eurer Daten - zum Beispiel in Form einer passwortgeschützten Zip-Datei. Problematisch kann nämlich auch der Weg in die Wolke sein. So lädt Anbieter CloudMe eure Daten unverschlüsselt auf seine Server hoch. Für Kriminelle macht es das besonders leicht, eure Daten auszulesen. Die meisten anderen Anbieter setzen bei der Übertragung allerdings auf eine SSL- beziehungsweise TLS-Verschlüsselung, die auch beim Online-Banking oder beim sozialen Netzwerk Facebook zum Einsatz kommt.Fazit
Wer die Cloud ausprobieren möchte, für den bieten die meisten Anbieter kostenlose Varianten an. Diese "Schnupperwolken" sind meist in ihrer Größe begrenzt. Für die komplette Bildersammlung reichen sie also nicht aus. Zum Speichern von Dokumenten oder zum schnellen Datentausch mit Freunden und Kollegen sind sie hingegen ideal. Vorsichtig sollte ihr aber auf alle Fälle sein. Sensible Daten und Unterlagen sind in der Cloud nicht sicher. Für das Lieblingslied, wichtige Erinnerungsfotos oder schnelle Notizen ist die Datenwolke hingegen ein idealer Ort. Da euch durch die automatische Synchronisation eurer Dokumente immer die aktuelleste Version eines Dokuments (unabhängig vom benutzen PC) zur Verfügung steht, ist die Cloud auch für die Präsentation in der Schule, der Uni oder im Job gut geeignet. Zur Sicherheit solltet ihr eure Unterlagen aber nicht unverschlüsselt hochladen. Programme wie WinZip oder der integrierte Passwortschutz von Office helfen dabei, Fremde am Zugriff auf eure Dokumente zu hindern.
Die Preise der wichtigsten Cloud-Anbieter
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CloudMe
3 GB – kostenlos
25 GB – 4,90 Euro/Monat
100 GB – 14,90 Euro/Monat
500 GB – 49,90 Euro/Monat -
Dropbox
2 GB – kostenlos
100 GB – 9,99 US-Dollar (circa 7,70 Euro/Monat)
200 GB – 19,99 US-Dollar (circa 15,41 Euro/Monat)
500 GB – 49,99 US-Dollar (circa 38,53 Euro/Monat) -
TeamDrive
2 GB – kostenlos
10 GB – 5,99 Euro/Monat
25 GB – 14,95 Euro/Monat
50 GB – 29,90 Euro/Monat -
Ubuntu One
5 GB – kostenlos
20 GB – 3,99 US-Dollar/Monat (circa 3,08 Euro/Monat)
für weitere 20 GB – 2,99 US-Dollar/Monat (circa 2,30 Euro/Monat) -
Wuala
5 GB – kostenlos
20 GB – 2,99 Euro/Monat
50 GB – 5,99 Euro/Monat
100 GB – 9,99 Euro/Monat -
Google Drive
5 GB – kostenlos
25 GB – 2,49 US Dollar/Monat (circa 1,92 Euro/Monat)
100 GB – 4,99 US Dollar/Monat (circa 3,84 Euro/Monat)
200 GB – 9,99 US Dollar/Monat (circa 7,70 Euro/Monat)
400 GB – 19,99 US Dollar/Monat (circa 15,41 Euro/Monat) -
Amazon Cloud Dirve
5 GB – kostenlos
20 GB – 8 Euro/Jahr (circa 0,67 Euro/Monat)
50 GB – 20 Euro/Jahr (circa 1,67 Euro/Monat)
100 GB – 40 Euro/Jahr (circa 3,34 Euro/Monat)
200 GB – 80 Euro/Jahr (circa 6,67 Euro/Monat)
500 GB – 200 Euro/Jahr (circa 16,67 Euro/Monat)
1000 GB – 400 Euro/Jahr (circa 33,34 Euro/Monat)
Stand: 01.11.2012 13:43 Uhr
N-JOY