Bildmontage: ICloud-Illustration © Fotolia.com, IStock-Foto

Cloud Computing. Bitte was?!

Ob zum Arbeiten, Lernen oder Spielen, die ganze Welt wächst ins Internet und ist schon seit Jahren ein wesentlicher Bestandteil des Lebensalltags. Einer Studie des Statistischen Bundesamtes Deutschlands zufolge besitzen mehr als 70 Prozent aller Deutschen einen Computer. Die Daten, die sie anhäufen, werden auf den Heimrechnern oder auf externen Festplatten gehortet. Das kann aber auf Dauer kostspielig werden. Insbesondere Unternehmen brauchen oft riesige Speicher, um Daten zu organisieren und zu verwalten. Zudem ist der Zugriff auf alle Daten zu jeder Zeit und von jedem Ort weltweit nicht möglich.

Cloud Computing ist die neueste Form der Datensicherung, die Nutzer einen unbegrenzten Speicherplatz durch das Internet bietet. Man stelle sich einen riesigen virtuellen Rechner samt Netzwerk, Speichersystem und Programmen vor. Die Daten werden dann auch nicht auf dem eigenen Rechner gespeichert, sondern beim Anbieter, der diese Speicherwolke zur Verfügung stellt.

Vor- und Nachteile

Themenbild Bewertung - Daumen hoch, Daumen runter (Grafik) © Jean Kobben/ fotolia Fotograf: Jean Kobben
Mit Cloud Computing könnt ihr eure Daten zu jeder Zeit von überall auf der Welt abrufen und Dritten ebenfalls problemlos Zugriff gewähren. Lästiges Verschicken per Mail oder über einen Datenträger ist damit unnötig. Cloud Computing basiert auf geteilten Ressourcen. Das heißt, dass Daten auf viele Server und Speichermedien verteilt sind. Damit lassen sich Investitionen in Hardware, also externe Festplatten, gut einsparen. Allerdings besteht darin auch gleichzeitig ein Risiko, denn häufig sind die Server (und damit auch die Daten) länderübergreifend verteilt. Der Anwender weiß nicht, wo genau sich seine Daten befinden und welche Datenschutzregeln im jeweiligen Land gelten. Unklar ist damit auch, wer berechtigt ist, die Daten zu durchforsten.

 

Verschlüsselung

Ein ganz anderes Sicherheitsproblem liegt allerdings in der Übermittlung der Daten über die Internetleitung. Experten haben uns bestätigt, dass die Verschlüsselung bei Cloud Computing bisher zu kurz kommt. Im Zweifel liegen eure Dateien unverschlüsselt in der Wolke, jeder hat also Zugriff. Bisher gibt es keine einheitliche Verschlüsselungstechnik für Cloud Computing. Viele Cloud-Betreiber bieten eigene Verschlüsselungen an. Der Schlüssel dafür liegt allerdings beim Anbieter selbst. Rein theoretisch sind dann aber auch der Anbieter und seine Angestellten in der Lage, eure Dateien zu entschlüsseln.

Eine euch bekannte Verschlüsselungsart ist die SSL-Verschlüsselung. Die kennt ihr zum Beispiel vom Online-Banking oder aus Social Networks wie Facebook. Allerdings werden bei dieser Verschlüsselungsmethode eure Daten nur während der Datenübertragung in die Cloud verschlüsselt. In der Wolke angekommen, liegen sie wieder im Klartext vor. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, kümmert euch am besten selbst um die Verschlüsselung eurer Daten in Form einer passwortgeschützten Zip-Datei.

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