E-Book-Reader © Fotolia.com Fotograf: Eisenhans

E-Book-Reader im Check

Der Markt für E-Books wächst ordentlich. Immer mehr Menschen schaffen sich entsprechende Reader an. Der Vorteil: keine dicken Wälzer mehr, sondern ein schlankes Gerät, in dem nicht nur ein Buch gespeichert werden kann, sondern über tausend.

Für alle, die schon länger mit dem Gedanken spielen, Bücher auch digital zu konsumieren, haben wir uns eine Auswahl an E-Book-Readern genauer angesehen. Hier erfahrt ihr, welche Vorteile und Nachteile die unterschiedlichen Geräte haben und worauf ihr achten solltet.

  • Kindle

    Bild zeigt Kindle 4
    Im Gegensatz zum Vorgänger hat das aktuelle Kindle keine Tastatur mehr, kein Audio und kein UMTS. Dafür ist es weniger klobig und mit 170 Gramm ein echtes Leichtgewicht. Um Texte zu verfassen werden die Buchstaben nicht per Touchscreen wie beim Kindle Touch, sondern über Navigationstasten eingegeben. Das ist relativ mühsam. Allerdings kommt die Tastatur auch nur selten zum Einsatz - etwa wenn ihr nach Büchern im Shop sucht. Durch die WLAN-Unterstützung kauft ihr Bücher bei Amazon direkt über den E-Reader. Der Umweg über den PC fällt weg.

    Das Kindle hat einen sehr guten Bildschirm und nutzt sogenannte elektronische Tinte (E-Ink). Anders als bei hintergrundbeleuchteten LCDs ermüden die Augen auch nach langem Lesen nicht. Selbst bei Sonnenschein ist das Display gut erkennbar. Auf dem zwei Gigabyte-Speicher ist für circa 1.400 Bücher Platz. Auch die Akkulaufzeit überzeugt: Mehr als vier Wochen sind drin.

    Da es sich um ein Amazon-Gerät handelt, ist die Nutzung der Amazon-Inhalte sehr komfortabel. Inhalte anderer Anbieter oder typische E-Book-Formate wie ePub unterstützt das Kindle kaum oder gar nicht. Wer also eine Kindle kauft, bindet sich mehr oder weniger an Amazon. Andere Formate müssten am PC zunächst in das Amazon-Format umgewandelt werden. Vorsicht: Das funktioniert nur, wenn das Buch nicht kopiergeschützt ist - das sind aber die meisten.

    Preis: 79 Euro

    (zum Weiterblättern unten auf den Pfeil klicken)

  • Kindle Paperwhite

    Bild des Kindle Paperwhite von Amazon © Amazon
    Der Kindle Paperwhite ist das Flaggschiff im E-Reader-Aufgebot von Amazon. Wie der kleine Bruder setzt der Paperwhite auf die sogenannte E-Ink-Technologie. Auch in Sachen Größe unterscheidet sich Amazons Neuer nicht von seinen Vorgängern und setzt auf eine Bildschirmdiagonale von 6 Zoll (15 Zentimeter). Im Gegensatz zum "kleinen" Kindle setzt Amazon beim Paperwhite allerdings auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Neu ist auch die Displaybeleuchtung. War beim Vorgänger noch eine externe Lichtquelle nötig, lässt sich der Paperwhite auch ganz gemütlich im Dunkeln lesen. Die Beleuchtung ist in Tests allerdings auch immer wieder Grund für Kritik: Das Display des Paperwhite ist nicht gleichmäßig beleuchtet. Vor allem in dunklen Räumen fallen am unteren Rand dunkle Flecken auf.

    Die Beleuchtung ist auch mit ein Grund, warum der Paperwhite etwas mehr Gewicht auf die Waage bringt. Mit 213 Gramm ist er aber immer noch ein Leichtgewicht. Die teurere und neun Gramm schwerere 3G-Version kommt noch mit Unterstützung für mobiles Internet daher. Hinweis: Die 3G-Nutzung ist kostenlos, funktioniert aber nur, um neue Bücher bei Amazon zu kaufen und ruterzuladen. Ansonsten bietet Amazons Flaggschiff die üblichen Funktionen wie WLAN-Unterstützung, zwei Gigabyte internem Speicher und circa zwei Monate Akkulaufzeit.

    Beim Format legt Amazon ganz klar den Fokus auf die hauseigenen Produkte. Standardformate wie txt, pdf oder doc beziehungsweise docx versteht der Kindle Paperwhite allerdings auch.

    Preis: 129 Euro / 189 Euro (3G-Version)

  • Sony Reader PRS-T2

    Bild des Sony E-Readers PRS-T2 © Sony
    Der E-Reader von Sony ist mit 160 Gramm ein echtes Leichtgewicht. Trotz Touchscreen kommt er auf das Gewicht des Standard-Kindles. Mit 2 Gigabyte Speicher liegt der Reader im Vergleichsdurchschnitt und bietet nach Angaben von Sony Platz für etwa 1.200 Bücher. Allerdings lässt sich das Gerät mit microSD-Speicherkarten nachrüsten.

    Auch in Sachen Akkuleistung spielt der PRS-T2 in der ersten Liga. Bei normaler Nutzung muss der E-Reader erst nach sechs bis acht Wochen aufgeladen werden. Leider kann das nicht über das Einkaufserlebnis gesagt werden. Der Reader-Store ist in Deutschland noch nicht freigeschaltet, so dass ihr immer den Weg über den PC gehen müsst (Stand: September 2012).

    Dafür unterstützt der PRS-T2 die gängigen Dateiformate. Eine Ausnahme bildet Amazon. Das azw-Format des Versandhändlers versteht das Sony-Gerät nicht.

    Preis: 139 Euro

  • Kobo eReader Touch

    Bild zeigt Kobo eReader Touch
    Dieser Reader verfügt über einen Sechs-Zoll-Touchscreen und ist in vier Farben erhältlich. Der Kobo eReader arbeitet ebenfalls mit der E-Ink-Technologie, die ein angenehmes Lesen verspricht. Auch bei hellem Licht ist die Schrift gut lesbar.

    Wird der E-Reader das erste Mal in Betrieb genommen, muss zunächst ein Setup ausgeführt werden. Dafür schließt ihr das Gerät über ein USB-Kabel an den PC an. Vorher muss allerdings die Software für den E-Reader auf den Computer geladen werden, sonst funktioniert es nicht. Erst dann kann ein Konto bei Kobo eingerichtet werden. Nicht beirren lassen, dass das nur auf Englisch funktioniert. Im Anschluss lässt sich in den Einstellungen des Readers die Deutsche Sprache wählen.

    Der Kobo E-Reader kann die gängigen Dateitypen ePub, pdf, mobi und txt lesen. Auch Bücher aus anderen Shops können gelesen werden, wenn sie über einen offenen Standard verfügen.

    Der Touchscreen reagiert schnell auf Berührung. Die virtuelle Tastatur lässt sich gut und einfach bedienen. Der Akku soll nach Herstellerangaben etwa einen Monat halten. Der interne,  zwei Gigabyte große Speicher (von denen allerdings nur ein Gigabyte für Bücher zur Verfügung steht) lässt sich mit einer SD-Speicherkarte auf bis zu 32 Gigabyte erweitern.

    Preis: 99 Euro

  • Weltbild eBook Reader

    Bild des Weltbild E-Readers © Weltbild
    Der neue Weltbild E-Book Reader ist ein hauseigener Reader der Verlagsgruppe. Auf den ersten Blick ist das Gerät schlicht schwarz und verfügt über einen Sechs-Zoll-Bildschirm. Auf seinem zwei Gigabyte großen Speicher lassen sich weit über tausend Bücher speichern. Wer nicht bei Weltbild selbst kaufen will, kann auch problemlos andere Formate öffnen. Der Weltbild-Reader erkennt ePub, pdf und txt. Digitale Einkäufe bei Amazon lassen sich auf E-Reader hingegen nicht lesen.

    Der Reader verfügt über keinen Touchscreen. Die Bedienung des Gerätes erfolgt ausschließlich über die Tasten am unteren Geräterand.

    Das Gerät hat ein Display mit einer Auflösung von 800x600 Pixel und verwendet, ähnlich wie das Kindle, digitale Tinte. Dadurch reduziert sich auch der Stromverbrauch, was dem Weltbild-Reader nach Herstellerangaben eine Laufzeit von bis zu vier Wochen verschafft. Mittelmaß ist auch das Gewicht. Der E-Reader bringt 216 Gramm auf die Waage.

    Auf WLAN müsst ihr beim Weltbild-Reader hingegen verzichten. Einkäufe lassen sich nur auf dem PC tätigen und per USB-Anschluss auf den Reader übertragen.

    Preis: 59,99 Euro

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