
Facebook: Chronik wird Pflicht!
Ende September hatte Mark Zuckerberg sie bereits angekündigt: Die Timeline, die in Deutschland Chronik heißt. Jetzt wird sie in Deutschland scharf geschaltet. In den nächsten Wochen sollen alle klassischen Profile mit der neuen Darstellung ersetzt werden.
Allerdings wird die neue Ansicht nicht von jetzt auf gleich umgestellt, sondern jeder Facebook-Nutzer bekommt sieben Tage Zeit, um sich mit der Chronik anzufreunden und seine persönlichen Einstellungen zu bearbeiten. Nutzer können Einträge dabei bewusst verbergen und haben auch nachträglich die Option, Elemente in der "Chronik" auszublenden.
Was ist die Timeline/Chronik?
Die Chronik ist eine Funktion, mit der sämtliche Inhalte des Facebook-Users chronologisch und übersichtlich dargestellt werden. Das Ziel: Facebook möchte, dass die Nutzer möglichst alle On- und Offline-Aktivitäten in dem Netzwerk dokumentieren, diese werden dann als eine Art digitales Tagebuch aufbereitet. Teilweise werden diese Daten über Apps automatisch erstellt. Wer auf diese digitale Echtzeit-Biografie Zugriff hat, sollen die Nutzer individuell einstellen können.
Durch eine Zeitskala am rechten Bildschirmrand ist es wesentlich einfacher zu Beiträgen eines Users zu navigieren, die weiter zurückliegen. Was vorher durch mühsames Scrollen funktionierte, geht jetzt mit wenigen Klicks. Auch ein Vorteil: Wer an einer beliebigen Stelle, zum Beispiel dem letzten Sommerurlaub, des Zeitstrahls etwas ergänzen möchte, kann dies jetzt tun. Bisher konnte man nur nachträglich posten, aber nicht den neuen Inhalt mit einem alten Datum versehen.
Außerdem ist es möglich, sein "Offline"-Leben vor Facebook, also von der Geburt bis zur Registrierung bei Facebook darzustellen. Zum alten Profil zurückzukehren, ist nicht möglich. Die Freischaltung der Chronik erfolgt wie bei jeder Facebook-Neuerung in Intervallen. Wundert euch also nicht, wenn sie bei euch noch nicht sofort verfügbar ist.
So funktioniert die Facebook-Chronik
Jeden Tag kann es soweit sein, dann stellt Facebook seine 'Pinnwand' um. Wir alle bekommen stattdessen die neue 'Timeline'. Was das ist und wie es funktioniert erfahrt ihr hier.
Alle Neuerungen im Überblick
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Der "Ticker"
Ebenfalls für die Zukunft geplant bzw. bei vielen bereits eingeführt ist ein Tickerfenster, in dem du sehen kannst, was deine Freunde gerade so machen. Dazu wird sich Facebook mit Medienunternehmen wie Spotify oder Netflix verbinden. So kannst du in diesem Ticker sehen, welche Musik die anderen gerade hören, welche Filme sie sehen oder welche Spiele sie spielen. Laut Zuckerberg soll sich der Nutzer auch hier aussuchen können, wer diese Informationen sehen kann. Mit zwei Klicks kannst du dann bei denen Freunden mitmachen und zum Beispiel dieselbe Folge einer Serie schauen. Bitte blättern ... -
Die neuen Listen
Du kannst deine Kontakte jetzt in Freundeslisten organisieren, sie also in Gruppen wie "Engere Freunde" oder "Bekannte" eintragen. So kannst du bestimmen, mit wem du z.B. die Fotos von deiner letzten Party teilst. Aber Vorsicht: Diese Fotos können natürlich trotzdem von den Leuten in der entsprechenden Freundesliste gespeichert und weitergegeben werden. Vor Kurzem hat Facebook auch die "Intelligente Listen" angelegt: Deine Angaben, wie z.B. dein Arbeitsplatz oder deine Schule, werden in eine Liste übertragen. Das heißt, du und alle Freunde, die mit dir auf die gleiche Schule gegangen sind, werden im Profil in einer entsprechenden Liste aufgeführt. -
Abonnements
Mit den neuen Facebook-Abonnements ist nun auch möglich – ähnlich wie bei Twitter – Personen außerhalb deines eigenen Freundeskreises zu folgen. Dank der Abos werden nun als öffentlich bzw. versehentlich als nicht-privat eingestufte Informationen automatisch angezeigt. Ein lästiges und aufwendiges manuelles Durchsuchen der Profile von Leuten, mit denen du nicht befreundet bist, entfällt damit. So kannst du deiner oder deinem Angebeteten folgen, ohne, dass er oder sie es erfährt. Aber Vorsicht: alle deine eigenen Einträge, die du als "öffentlich" kennzeichnest, können so natürlich auch einfacher von der ganzen Welt gefunden werden. Daher ist es sehr wichtig, immer die korrekte Sichtbarkeit einzustellen, bevor du etwas postest. -
Videochat
Du kannst jetzt mit den Freuden, die online sind, videotelefonieren wie bei Skype. Dazu musst du zuerst ein Programm installieren, das den Videochat möglich macht. Das geht einfach und schnell. Um mit einer Person zu telefonieren, musst du das Kamera-Zeichen im Chat-Fenster anklicken. Der Videoaufbau dauert nur ein paar Sekunden, die Qualität von Bild und Ton ist recht gut. -
Ortungsfunktion
Was bisher nur bei Smartphones funktioniert hat, ist nun auch bei jedem anderen Endgerät mit Internetzugang möglich: Du kannst bei Facebook angeben, wo du bist - egal, ob du in der Schule am Desktop Computer sitzt oder im Restaurant dein Handy benutzt. Auch hier könnt ihr einstellen, wem die Orte angezeigt werden und ob sie auch zu sehen sind, wenn ihr Fotos hochladet oder Pinnwandeinträge macht. -
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Facebook hat vor Kurzem die automatische Gesichtserkennung auch in Deutschland freigeschaltet. Jedes hochgeladene Bild wird dabei vom System gescannt und es werden Namensvorschläge von bereits bekannten und getaggten Freunden angezeigt. Ein Klick genügt und der oder die Freund/in ist auf dem Bild markiert. Lange Zeit war es nur möglich, nicht gewünschte Markierungen im Nachhinein zu entfernen. Seit einer Weile kannst du jetzt auch entscheiden, ob du auf einem Foto, einem Video oder einen anderen Beitrag markiert werden möchtest oder nicht – und zwar bevor der Beitrag in deinem Profil erscheint. Wie das geht, erfährst du in unseren Tipps zum richtigen Umgang mit Facebook. -
Der universale Kommunikationsdienst
Bereits im letzten Jahr stellte Facebook seinen Universal-Kommunikationsdienst vor. Ziel war es, alle Arten digitaler Kommunikation – E-Mail, SMS, Instant Messaging und das Facebook-interne Postsystem – miteinander zu verbinden. Vielen ist sicher die Konversationsgeschichte aufgefallen. Alle jemals über Facebook geführten Unterhaltungen werden im System gespeichert. So kann man auch heute noch nachvollziehen, was man vor einem Jahr mit seinen Freunden geschrieben hat. Neben einer eigenen Facebook E-Mail-Adresse gibt es auch die Möglichkeit, andere Mailaccounts in Facebook zu integrieren. Bisher wurde dieser Dienst allerdings nur sehr zögerlich von den Usern angenommen.
Stand: 25.01.2012 13:54 Uhr
N-JOY