
Hike: WhatsApp- Konkurrent gestartet
von Dennis Bangert
Unter den Kurznachrichtendiensten und SMS-Konkurrenten ist das Smartphone-Programm WhatsApp zweifellos der Platzhirsch. Allerdings steht WhatsApp immer wieder in der Kritik. Aber auch der frisch gestartete Konkurrent Hike hat noch Nachholbedarf in Sachen Sicherheit.
Das Messenger-Programm WhatsApp gerät immer wieder wegen schwerwiegender Sicherheitslücken in die Schlagzeilen. Zum Beispiel verschickte die App Nachrichten komplett unverschlüsselt, so dass es nur wenig technisches Verständnis brauchte, um die verschickten Texte mitzulesen. Außerdem war es mit nur einigen Handgriffen möglich, gleich ganze WhatsApp-Accounts zu kapern, ohne dass die eigentlichen Besitzer davon etwas mitbekamen. Ebenfalls in der Kritik stand mehrfach die Kommunikationsstrategie der WhatsApp-Entwickler – auf die meisten Sicherheitsfragen und Anmerkungen reagierte das Unternehmen einfach nicht.
Hike speichert Daten nur auf dem Handy
Der Hike Messenger fordert den Platzhirschen WhatsApp heraus.
Aus all dem will jetzt ein neuer Kurznachrichtendienst Kapital schlagen: Bei Hike soll alles anders sein - auch wenn im Moment bei der Sicherheit noch nicht alles zum Besten steht. Die neu in Deutschland veröffentlichte App setzt den Fokus auf den Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Nachrichten und Daten speichert Hike nur lokal auf dem Telefon – nicht auf irgendwelchen Unternehmensrechnern im Netz. Es gilt die Devise: Löscht ihr die App von eurem Handy, löscht ihr auch alle Daten eures Hike-Accounts. Nachholbedarf haben die Macher hingegen bei der Sicherheit eingeräumt: Bislang überträgt die App die Nachrichten noch unverschlüsselt. Ein Update, das eine 128-bit SSL-Verschlüsselung einrichtet, versprechen die Entwickler bis Ende 2012. Angenehm: Die Macher betreiben einen Blog, in dem sie offen mit diesen Problemen umgehen. Außerdem sind sie aktiv auf Twitter, beantworten Fragen und geben Support.
Messenger-Dienste im Überblick
DIASHOW
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Joyn // Vodafone, Telekom und O2 haben mit "Joyn" einen neuen Standard auf den Weg gebracht, mit dem sie der Konkurrenz von WhatsApp und Co. den Kampf ansagen. Prinzipiell bietet "Joyn" ähnliche Funktion – also Versand von Textnachrichten, Fotos, Videotelefonie usw. Einen Vorteil erhoffen sich die großen Drei durch die Integration von "Joyn" in das Betriebssystem der Mobiltelefone. Hersteller wie Sony, Samsung, LG und Nokia haben bereits eine Umsetzung zugesagt. Dadurch wäre die "Joyn"-Benutzung genauso einfach wie der Standard-SMS-Versand. Für Android stellen Vodafone und die Telekom bereits eine App zur Verfügung. Eine iOS-App soll folgen. Wann "Joyn" in das Betriebssystem der Smartphones integriert wird, ist unklar. Der konkrete Termin für die offizielle Markteinführung wurde seit Ende 2011 regelmäßig verschoben.
Facebook-Messenger // Ebenfalls eingestiegen in den Markt der Kurznachrichten ist Facebook mit seinem Messenger. Die Messenger-App soll jetzt deutlich zuverlässiger beim Verschicken von Nachrichten sein, als die Facebook-App, die das gesamte soziale Netzwerk auf's Smartphone bringt. Alle Freunde, die der jeweilige Nutzer bei Facebook hat, lassen sich bequem erreichen, für Gruppen können Chats angelegt werden. Außerdem können Fotos und Informationen zum Standort verschickt werden. Verfügbar ist die Anwendung für Android, BlackBerry und das iPhone.
Hike Messenger // Hike ist der neue Herausforderer im Kampf der Messenger. Er ist kostenlos für iOS, Android und Windows Phone. Weiterer Pluspunkt: Die Entwickler legen viel Wert auf die Privatsphäre der Nutzer. Daten, Chatverläufe und ähnliches werden ausschließlich lokal auf dem Handy gespeichert. Ein Abgleich der Daten mit irgendeinem Server der Entwickler findet nicht statt. Die spannende Frage wird sein: Gelingt es Hike, eine ausreichend große Benutzerbasis für sich zu gewinnen?
Skype Mobile // Lange Zeit war Skype nur auf Computern eine Alternative zum Telefon, jetzt sollen mobile Endgeräte folgen: Die Software läuft nämlich unter anderem auf Android, iPhone, Symbian und W-Lan-Telefonen. Die App ermöglicht kostenlose Telefonate zwischen Skype-Nutzern, Instant Messaging sowie günstige Anrufe ins Ausland. Dafür muss aber ein Skype-Guthaben oder ein Abonnement eingerichtet werden.
Nimbuzz // Wer mehrere Kurznachrichtendienste auf seinem Mobiltelefon installiert hat, verliert vielleicht die Übersicht. Apps wie Nimbuzz bündeln die gängigsten Dienste unter einem Dach und kanalisieren so den Nachrichtenstrom. Für diese Meta-Messenger wie Nimbuzz gilt, sie sind kostenlos und blenden noch nicht einmal Werbung ein. Verfügbar ist Nimbuzz unter anderem für das iPhone, Android und BlackBerry.
Joyn // Vodafone, Telekom und O2 haben mit "Joyn" einen neuen Standard auf den Weg gebracht, mit dem sie der Konkurrenz von WhatsApp und Co. den Kampf ansagen. Prinzipiell bietet "Joyn" ähnliche Funktion – also Versand von Textnachrichten, Fotos, Videotelefonie usw. Einen Vorteil erhoffen sich die großen Drei durch die Integration von "Joyn" in das Betriebssystem der Mobiltelefone. Hersteller wie Sony, Samsung, LG und Nokia haben bereits eine Umsetzung zugesagt. Dadurch wäre die "Joyn"-Benutzung genauso einfach wie der Standard-SMS-Versand. Für Android stellen Vodafone und die Telekom bereits eine App zur Verfügung. Eine iOS-App soll folgen. Wann "Joyn" in das Betriebssystem der Smartphones integriert wird, ist unklar. Der konkrete Termin für die offizielle Markteinführung wurde seit Ende 2011 regelmäßig verschoben.
Im Funktionsumfang unterscheidet sich Hike nicht von der Konkurrenz: Bilder, Audios, Videos oder Text lassen sich ganz einfach verschicken. Auch die Anmeldung ist schnell gemacht. Ihr gebt ganz einfach eure Telefonnummer an. Anschließend bekommt ihr eine SMS mit einem Sicherheitscode, den ihr in der App eingebt. Mehr Schritte braucht es nicht, um Hike zu nutzen. Bei Bedarf könnt ihr der App noch Zugriff auf eure Kontakte gewähren, so erfahrt ihr, wen eurer Freunde ihr über Hike erreicht.
Von den hundert kostenlosen SMS-Nachrichten, die Hike verspricht, solltet ihr euch allerdings nicht täuschen lassen. Diese Funktion gibt es nur in Indien. Hierzulande ist nur die Kommunikation von Hike zu Hike möglich. Dafür ist Hike kostenlos und funktioniert sowohl auf dem iPhone als auch auf Android- und Windows-Smartphones.
Stand: 06.12.2012 17:10 Uhr
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Vielleicht sollte man auch dabei sagen, dass hike im moment als noch unsicherer als whatsapp angesehen werden, auch wenn die Entwickler Besserung gelobt haben.... [mehr]