Google-Logo spiegelt sich im Auge © dpa

Deine Spuren im Netz

von Veronika Pohl

Eigentlich wollte man doch nur ganz schnell Facebook checken. Und plötzlich taucht er auf - dieser Name, oben rechts in der Ecke. "Kennst Du nicht auch...?" fragt Facebook. Ja, kennt ihr... Lange her! Damals, da wart ihr doch noch mit dem Ex zusammen. Überhaupt, der Ex: Was der wohl jetzt macht? Ist er oder sie wohl dick geworden? Ein langweiliger Spießer? Oder noch genauso zum Dahinschmachten?

Jetzt ist die Neugier geweckt; das muss gecheckt werden. Aber Pustekuchen: Die Namenssuche bei Facebook ergibt kein Ergebnis. Schade. Neben Facebook ist auch "StayFriends" eine beliebte Website, über die sich ehemalige Bekannte 'freiwillig' wiederfinden. Freiwillig, weil hier nur Angaben auftauchen, die derjenige auch selbst eingestellt hat. Hat der Ex aber nicht. So ein Pech!

Mist, nix gefunden. Der nächste Klick geht zu Google.

Dann eben zu Google, hier findet man doch fast alles. Kaum ist der Name eingetippt, erscheinen schon die ersten Ergebnisse, alle von sogenannten Personensuchportalen. "123people" ist so eines, "yasni" auch. Sie sammeln öffentlich verfügbare Information zusammen, vom Telefonbucheintrag über öffentlich sichtbare Mailadressen oder Webseiten, auf denen der Name auftaucht. Und tatsächlich - da ist er! Also naja, der Name. Mehrfach. Nur die richtige Person ist es nicht, sondern irgendwelche Namensvettern. Schade. Theoretisch ließe sich auf diesen Websites sogar ein E-Mail-Monitoring einrichten, also eine automatische Benachrichtigung bei neuen Suchergebnissen. Aber mal ganz ehrlich - das wäre wohl kaum angemessen.

Wer aber aus dringenden und ernsthaften Gründen nach einer Person sucht, richtet sich an Portale wie "personensuche.de". Hier sind nicht nur alle Tipps zu kostenlosen Suchmöglichkeiten übersichtlich aufgeführt, sondern auch weiterführende Links zu kostenpflichtigen Anfragen über das Melderegister oder professionellen Dienstleistern. Die werden allerdings erst auf Firmenebene aktiv, also zum Beispiel wenn ein Unternehmen einen Schuldner ausfindig machen muss.

Tipp-Sammlung: So googelt ihr richtig

  • "Stop-Wörter" definieren

    Google sucht automatisch auch nach anders geschriebenen Varianten eures Suchbegriffs. Ist die Schreibweise aber wichtig für euer Ergebnis, dann setzt ihr ein "+" vor das Wort, zum Beispiel " +André". Wichtig: vor "+" muss ein Leerzeichen stehen.

  • Begriffe ausschließen

    Im Suchergebnis tauchen ständig ähnliche Begriffe auf, nach denen ihr aber gar nicht sucht? Mit "-" schließt ihr diese Wörter aus, zum Beispiel "Grafik -Graphik".

  • Mehrere Optionen angeben

    Nach verschiedenen Begriffen zu googeln, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ihr das richtige findet. Das Problem dabei: Es werden hauptsächlich Seiten angezeigt, die alle gesuchten Wörter enthalten. Um nach verschiedenen Varianten zu suchen benutzt ihr den Befehl "ODER". Das geht dann so: "Agentur ODER Büro".

  • Nach Synonymen suchen

    Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr nach dem richtigen Begriff sucht, könnt ihr auch Synonyme einschließen. Fügt ihr eine Tilde vor das Wort ein - beispielsweise "~Ernährung" - sucht Google auch nach Begriffen, die inhaltlich dasselbe beschreiben; in diesem Fall "Nahrungsmittel".

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