
Rewe-Gutschein: Abo-Falle bei Facebook
Vorsicht: Abzocke im Netz! Auf Facebook lockt seit einiger Zeit ein Post mit einem angeblichen Rewe-Gutschein über 500 Euro. Dahinter versteckt sich allerdings eine fiese Abo-Falle.
Falschmeldungen bei Facebook sind fast schon auf der Tagesordnung. Im aktuellen Fall verspricht ein Post einen angeblichen Rewe-Gutschein in Höhe von 500 Euro. Dazu müsst ihr einem Link auf eine externe Seite folgen und dort auf "Teilen" klicken und einen Kommentar hinterlassen. Den Gutschein erhaltet ihr danach nicht, aber ihr werdet auf eine weitere Homepage geführt, auf der ihr angeblich ein iPhone, ein iPad oder Ähnliches gewinnen könnt. Dafür müsst ihr nur eure Handy-Nummer angeben.
Im Internet wird wieder verstärkt mit angeblichen REWE-Gutscheinen geworben. Das ist ein Fake und hat nichts mit REWE zu tun! Auch wenn die Aufmachung anderes vermuten lässt.
Vorsicht ist immer geboten, wenn Geld versprochen wird. Klar sollte sein: Für ein einfaches "Like" schenkt euch niemand 500 Euro. In der Galerie erfahrt ihr, woran ihr Facebook-Fakes und Hoaxes noch erkennt.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt
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Gefälschte Fanseiten
Gefälschte Fanseiten verbinden meist die "Gefällt mir"-Angaben mit der Verpflichtung, die Seite auch zu "Teilen". So sichern sich die Betrüger eine möglichst große Verbreitung unter den Facebook-Nutzern. Oft werben solche Seiten mit Gutscheinen oder anderen Geschenken für die ersten zigtausend Fans. Mit solchen Seiten verfolgen die Betrüger unterschiedliche Ziele. Zum Beispiel können über Links auf der Fanseite auch Viren und Trojaner verbreitet werden. Oder die Verantwortlichen betreiben damit "Likejacking": Dabei klicken Nutzer auf "Gefällt mir", ohne davon etwas zu merken. Solche Fanseiten können aber auch dazu dienen, persönliche Daten zu sammeln. Bevor ihr bei einer Facebook-Seite auf "Gefällt mir" klickt, werft einen Blick in die "Info"-Box. Bei gefälschten Fanseiten ist diese meist recht dürftig. Auch ein sicherer Hinweise: Ist die Pinnwand der Seite für Nutzerbeiträge gesperrt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine gefälschte Fanseite handelt.
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Fake-Mails
Facebook bietet die Möglichkeit, euch bei Nachrichten, Kommentaren oder Pinnwandeinträgen per Mail auf dem Laufenden zu halten. Das machen sich auch Kriminelle zunutze. Hier gilt: Verlangt die Mail persönliche Daten, lasst Vorsicht walten. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr nicht dem Link in der Mail folgen, sondern ganz normal über die Web-Adresse www.facebook.com auf das soziale Netzwerk zugreifen. So landet ihr definitiv nicht auf einer gefälschten Internetseite und schützt euch vor Phishing, also dem Abgreifen eurer persönlichen Zugangsdaten.
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Fake-Chatnachrichten
Ähnlich wie Fake-Mails funktionieren auch gefälschte Chatnachrichten. Meist lockt ein Link mit verheißungsvoller Überschrift zum schnellen Klick ein. Das Perfide: Diese Nachricht kommt oft von Freunden, was sie automatisch vertrauenswürdiger macht. Allerdings wissen eure Freunde im Allgemeinen nicht, dass sie euch überhaupt etwas geschickt haben. Seid ihr euch nicht sicher, fragt einfach mal bei ihnen nach. Dadurch wird schnell klar, ob es sich um einen Fake handelt oder nicht. Das Googeln der Zieladresse kann ebenfalls sehr aufschlussreich sein. Deutsche Nutzer sind bei der Erkennung auch klar im Vorteil: Ein Großteil der Fake-Nachrichten sind in Englisch. Ziel solcher Fakes ist das Abgreifen persönlicher Informationen (Phishing) sowie das Verbreiten von Trojanern oder Viren.
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Fake-Video
Bei gefälschten Videos setzen die Betrüger auf eine ähnliche Masche wie bei Fake-Chatnachrichten: möglichst reißerische, spektakuläre Überschriften. Hinzu kommt dann noch ein verheißungsvolles Bild. Um das Video zu sehen, soll man Fan einer Seite werden und diese teilen. Wie bei gefälschten Fanseiten lässt sich der Betrug oft an den zusätzlichen Infos erkennen. Aber auch das Googeln der Überschrift des Videos gibt Aufschluss. Ziel ist auch hier das "Likejacking" oder das Verbreiten von Trojanern, Viren und Würmern.
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Hoax
Am harmlosesten unter den Facebook-Fakes sind die Falschmeldungen – sogenannte Hoaxes. Die richten keinen unmittelbaren Schaden an. Meist dienen diese Nachrichten der Panikmache. Erkennbar sind die Fakes oft daran, dass sie zeitlich relativ ungenau gehalten sind. Konkrete Daten sucht man vergebens. Oft versuchen die Verantwortlichen der Meldung auch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, indem sie namhafte Firmen als Quelle nennen. Auch hier hilft eine kurze Internetsuche, um nicht auf den Fake reinzufallen.
Eine Übersicht über aktuelle Hoaxes und Fakes bekommt ihr auf der Internetseite Mimikama und dem dazugehörigen Facebook-Profil "Zuert denken, dann klicken" (kurz ZDDK). Auch die Hoax-Infosseite der TU Berlin hält euch auf dem Laufenden. Da erfährt man dann auch, dass Diebe keine Schlüsselanhänger mit GPS-Chip an Tankstellen ausgeben.
Schutz vor Handy-Abo-Fallen
Mobilfunkanbieter sind dazu verpflichtet, auf Antrag eines Nutzers eine sogenannte Drittanbietersperre einzurichten. Das bedeutet: Unternehmen können nicht mehr über eure Handyrechnung abrechnen. Abo-Fallen – zum Beispiel durch das unbedachte Preisgeben der eigenen Handynummer oder auch das zufällige Klicken auf ein Werbebanner in einer Smartphone-App – schnappen so nicht mehr zu. Zum Aktivieren der Drittanbietersperre genügt meist ein Anruf bei eurem Mobilfunkanbieter.
Stand: 09.01.2013 17:12 Uhr
N-JOY