Bild zeigt erstes  iPhone-Modell von 2007 © picture-alliance/ dpa Fotograf: PA Mcnaughton

Fünf Jahre Smartphone

Heute vor fünf Jahren hat Apple das Smartphone-Zeitalter eingeläutet. Das erste iPhone ging am 29. Juni 2007 in den USA in den Verkauf.

Seitdem gibt es von den unterschiedlichsten Anbietern Smartphones. Je schmaler, leichter und brillanter das Display, desto besser, denn nur so ist das Surfen im Web von unterwegs ein echtes Vergnügen.

Aber wie hat das Smartphone eigentlich unser Leben in den letzten fünf Jahren verändert? Hier kommen Vorteile und Schattenseiten.

  • Kleine Helfer

    Das Smartphone wird erst vollkommen mit den dazugehörigen Apps. Der Satz "Für alles gibt es eine App" stimmt wirklich. Und diese Mini-Programme sind so praktisch. Von unterwegs lässt sich fast alles herausfinden.

    In einer fremden Stadt lassen wir uns über eine Stadtplan-App führen, die uns sogar Infos zu Sehenswürdigkeiten ausspuckt. In jedem beliebigen Ausland können wir plötzlich Hinweisschilder lesen, weil wir eine Übersetzungs-App haben. Mit gewöhnlichen Handykameras lassen sich durch Foto-Apps (Hipstamatic, Instagram, Paper Camera) coole Effekte auf Bilder zaubern und unbekannte Musik, die wir in einer Bar hören, lassen wir über Titelfindungs-Apps (Shazam, Soundhound) suchen. Und wer ein Musikinstrument lernen will, der lädt sich einfach eine App, die Musikinstrumente simuliert und nimmt Smartphone-"Unterricht". Wen es dann richtig angefixt hat, der gründet mit seinen Freunden vielleicht ein kleines Digi-Orchester.

    Das Leben ist in vielerlei Hinsicht leichter geworden mit den Smartphones.

  • Zeitvertreib

    Ein großer Pluspunkt des Smartphones ist ganz klar, dass wir uns damit wunderbar die Zeit vertreiben können. Wenn wir auf den Bus warten oder in der Schlange an der Kasse stehen, zücken wir kurzerhand das Smartphone und checken Mails, hängen bei Facebook rum oder schreiben Freunden noch mal schnell über einen kostenlosen Messenger-Dienst eine Chatnachricht. Sinnloses Rumstehen – ein Problem von gestern.

  • Kosten senken

    Wer ein Smartphone besitzt, kann auch ordentlich Geld sparen. Anstatt Sms ist verschiedene Handynetze zu verschicken, die jedes Mal den Gebührenzähler aktivieren (es sei denn, ihr habt eine All-Net-Flat), nutzt man einfach eine Chat-App. Meistens kostet die App beim Kauf einen geringen Betrag, danach lässt sie sich aber kostenlos endlos nutzen. Einzige Voraussetzung: Euer Chatpartner muss die App ebenfalls installiert haben. Aber Beispiele wie What's App zeigen, wenn eine App Gutes bietet, hat sie auch fast jeder. Und selbst das Telefonieren geht mit den passenden Apps gratis. Über die Skype-App zum Beispiel. Nutzungsvorausseztung: Meistens wird für die Internettelefonie ein WLAN-Netz benötigt.

  • Gefahr

    Nichts mehr verpassen, egal, wo man sich gerade befindet. Wir sind nicht nur immer erreichbar, sondern auch multitasking-fähig - jedenfalls versuchen wir es zu sein. Das kann allerdings auch gefährlich werden. Eine Untersuchung zeigt: Fast die Hälfte aller Autofahrer liest Chats oder Kurznachrichten am Steuer. Die letzte Statistik bestätigt die erhöhte Gefahr durch Ablenkung am Steuer. Auf Landstraßen sind neun Prozent mehr Menschen gestorben als noch im Vorjahr. Der Grund: Fehlgeschlagenes Multitasking.

  • Stress

    Im digitalen Zeitalter fühlt sich jemand, der aus Versehen sein Smartphone zu Hause liegengelassen hat, gleich nackt, von der Welt abgeschottet. Dieser Zustand stresst manche Menschen extrem.

    Es wird auch beruflich immer häufiger erwartet jeder Zeit erreichbar zu sein. Eine Mail vom Chef nach Dienstschluss wird dann doch noch beantwortet. Schließlich weiß der Chef, dass man die Mail auf jeden Fall gesehen hat. Die Grenzen zwischen Job und Freizeit verwischen dadurch. Entspannung kann nicht richtig einsetzen. Symptome wie das berühmte Phantomklingeln sind keine Seltenheit. Das fehlende Handy macht uns nervös.

    Ob ihr bereits handysüchtig seid, könnt ihr hier sofort testen.

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