Die Band Tonbandgerät im Tourbus. © NDR/Tonbandgerät

Tonbandgerät goes USA

Einen Monat lang touren Tonbandgerät durch die USA. Für uns schreiben sie auf diesem aufregenden Trip regelmäßig Tagebuch - und ihr könnt hier alles nachlesen.

Das Goethe Institut hat die Tonbandgeräte eingeladen, als Botschafter der deutschen Sprache insgesamt elf Konzerte zu spielen, viele davon an Schulen. Dabei sollen sie auch mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen - am besten natürlich auf deutsch.

In ihrem Bandtagebuch berichten Ole, Sophia, Jakob und Isa was sie auf ihrer Reise erleben.

Vierter Tagebucheintrag:

  • Die Skyline von Las Vegas. Links ist die Freiheitsstatue zu sehen, rechts das MGM-Hotel. In der Mitte ist eine große Straßenkreuzung. © NDR/Tonbandgerät
    Las Vegas! Endlich! Wir sind einen ganzen Tag in der Stadt der Sünde und da wir unterschiedliche Präferenzen haben, teilen wir uns auf. Die einen frühstücken erst einmal für 25$ im Bellagio Hummer und Steak, während die anderen mit der hoteleignen Achterbahn um das „New York New York“ fahren.

  • Isa hält einen 20 Dollar-Schein in der Hand und blickt in die Kamera. Sie sitzt vor einem Spielautomaten in Las Vegas. © NDR/Tonbandgerät
    Gemeinsam wandern wir danach den berühmten Strip herunter. Das ist die Straße in Las Vegas, in der alle großen Casinos stehen. Viele bunte Lichter laden zum Spielen ein.

  • Die sechs Mitglieder von Tonbandgerät posieren über der nächtlichen Skyline von Las Vegas. © NDR/Tonbandgerät
    Wir sind fasziniert von diesem Ort in der Wüste. Abends finden wir eine Skybar, von der aus man die Glitzerwelt von oben bestaunen kann. Was das Glücksspiel angeht, haben wir übrigens alle kein Glück.

  • Einöde mit Felsen bei Las Vegas. © NDR/Tonbandgerät
    Wir verlassen Las Vegas ganz früh morgens. Einigen sieht man die Zockerei vom Vorabend noch deutlich an. Heute fahren wir stundenlang durch die Einöde. Die Landschaft verändert sich ungefähr alle 2 Stunden und darum haben wir genug Zeit, um das Schlafdefizit von Vegas auszukurieren. Irgendwann am frühen Abend kommen wir dann in Salt Lake City an. Aus unserem Hotelzimmer kann man die Rocky-Mountains sehen. Schon beeindruckend. Salt Lake City liegt in Utah, dem Land der Mormonen. Wir sind total gespannt, ob man das dem Konzert morgen anmerkt.

  • Im Hintergrund hängt ein Banner, auf dem "Bandgerät" zu lesen ist. Im Vordergrund stehen vier Mitglieder der Band, ein Kameramann und ein Mann, der eins der Bandmitglieder interviewt. © NDR/Tonbandgerät
    Die Halle, in der wir heute spielen, ist wieder einmal randvoll. Der Fernsehsender Fox ist zu Besuch, filmt das Konzert und führt ein Interview mit uns. Ist schon ein komisches Gefühl, von einem amerikanischen Fernsehjournalisten über die eigene deutsche Musik ausgefragt zu werden. Also komisch im Sinne von unfassbar.

  • Im Vordergrund stehen viele Menschen vor einer Bühne. Auf der Bühne steht eine Band und macht Musik. © NDR/Tonbandgerät
    Das Konzert überrascht uns dann alle. Zu Beginn sind die Schüler noch etwas verhalten. Ab dem dritten Song jedoch stürmen einige Schüler zum Bühnenrand und fangen an, die größte Party überhaupt zu feiern. Wahnsinn! Nach und nach kommen daraufhin alle weiteren Schüler nach vorne und tanzen wie verrückt. Es wird so laut gekreischt, dass man keine vernünftigen Ansagen mehr machen kann. Wir können es auf der Bühne nicht fassen und strahlen uns gegenseitig an. Zum Ende entern die Schüler sogar die Bühne. Wir sind total begeistert. So ein Konzert gab es in der 7-jährigen Tonbandgerät-Bandgeschichte noch nie.

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Dritter Tagebucheintrag:

  • In einem Raum sitzen links zwei Personen auf dem Boden und trinken etwas. Im Hintergrund spielt eine Band auf der Bühne. Auf der Bühne stehen in lila gehaltene Gemälde. © NDR/Tonbandgerät
    Nach einer unglaublichen Party in einer Hippie Kommune in San Francisco raucht uns allen erstmal der Schädel. Wir wollen nicht zuviel erzählen, aber das Haus, in dem wir gefeiert haben, hatte eine eigne kleine Kirche, in der zu Beginn der Party ein Typ im Jesus-Outfit Querflöte gespielt hat. Wahnsinn! Zeit zum Ausruhen bleibt jedoch nicht. Heute steht ein Livestream-Konzert in San Francisco an. Auftrittsort ist ein schönes altes Studio, das Platz genug für ca. 150 geladene Gäste bietet. Zu unser großen Verwunderung kommen viele Leute aus der deutschen Community. Das Konzert macht wirklich Spaß, denn die Zuschauer sind echt interessiert, was für Musik gerade so in Deutschland aktuell ist. Nach dem Auftritt essen wir supersize Burritos. An diese übergroßen Portionen müssen wir uns einfach noch gewöhnen. Der Abend ist dann für die meisten relativ schnell vorbei, da die Hippie-Party noch allen in den Knochen steckt.

  • Die Skyline von San Francisco fotografiert aus einem Fenster durch Brückenpfeiler hindurch. © NDR/Tonbandgerät
    Am nächsten Tag heißt es dann wieder einmal Abschied nehmen. San Francisco hat es uns angetan und wir würden wirklich noch sehr gerne länger bleiben. Unser Busfahrer bleibt jedoch hart und verfrachtet uns in den Nightliner. Wie eine Horde Touristen kleben wir an der Scheibe und schauen uns diese wunderschöne Stadt an. Wir kommen wieder! Irgendwie, Irgendwann!

  • Die sechs Mitglieder von Tonbandgerät stehen im am Strand von Long Beach im Wasser. © NDR/Tonbandgerät
    Am Nachmittag erreichen wir dann Long Beach! Strahlende Sonne, Palmen und ein Pool direkt im Hotel. Es hätte uns schlechter Treffen können. Am Abend fahren wir mit dem Taxi zum Strand und erleben einen unglaublichen Sonnenuntergang. Wir beschließen, dass wir von jetzt an Kalifornien- Fans werden!

  • Eine Collage-Wand mit lauter deutschen Nachrichten von Deutsch-Schülern. © NDR/Tonbandgerät
    Heute sind wir wieder an einer High School. Als wir aus unserem großen Bus aussteigen, hat sich schon eine Menschentraube versammelt. Es wird gekreischt, als wir aussteigen. Alles sehr unwirklich. Aber irgendwie auch schön. Die besten Deutschschüler führen uns rum und halten Vorträge über die Schule auf Deutsch. Unter den SchülerInnen, die uns rumführen, ist ein bekanntes Gesicht dabei. Alexis Azcorra ist der erste Amerikaner überhaupt gewesen, der einen Song von uns gecovert hat und ihn bei Instagram gepostet hat. Was für ein Zufall, dass gerade er uns die Schule zeigt.

  • Eine Schlange von Schülern steht in der Schulaula und steht für Autogramme der Band an. Im Vordergrund steht ein Tisch mit Wasserflasschen und Chipstüten. Dort sitzen zwei der Tonbandgerät-Sänger und schreiben Autogramme. © NDR/Tonbandgerät
    Wir beschließen kurzer Hand, Alexis zu fragen, ob er nicht Lust darauf hat, einen Song mit uns am nächsten morgen live auf der Bühne zu spielen. Er hat Lust! Später gibt es in der Schule noch eine kleine Interviewsession. 150 SchülerInnen können uns frei heraus ein paar Fragen stellen. Es werden echt spannende Fragen gestellt wie "was sind die größten kulturellen Unterschiede zwischen Amerika und Deutschland?"

  • Im Vordergrund steht ein Papierschiffchen auf einer Box. Im Hintergrund stehen die Sänger von Tonbandgerät vor einem großen Publikum. Es ist dunkel, aber die Gäste halten Wunderkerzen in die Luft. © NDR/Tonbandgerät
    Heute ist der größte Auftritt der Tour. Das Auditorium der Millikan High School ist voll. 1600 SchülerInnen sind gekommen. Es folgt ein wahnsinniges Konzert. Zwischendurch kommt sogar eine Lehrerin auf die Bühne und weist die SchülerInnen darauf hin, dass sie sich wieder setzen müssen, damit es nicht zu Ausschreitungen kommt. So etwas gab es bei uns auch noch nicht. Nach dem Konzert geben wir volle 1 ½ Stunden Autogramme und steigen erschöpft in den Bus. Auf nach Las Vegas!

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Zweiter Tagebucheintrag:

  • Die Band Tonbandgerät spielt ein Konzert im Everett Civic Auditorium. © NDR/Tonbandgerät
    Heute morgen ist es soweit, unser erster Auftritt in den USA. Wir stehen auf, frühstücken und fahren zum Everett Civic Auditorium. Wir sind im Backstage und bereiten uns auf unsere Show in wenigen Minuten vor - Ole singt und läuft nervös durch den Backstage, der Rest der Band macht sich warm. Einen Song zum gemeinsamen Einsingen. Kurz durch den Vorhang auf die über 1000 Schüler geschaut und noch viel weichere Knie. Und dann ist es endlich soweit. Die 60 Minuten Konzert vergehen wie im Flug!

  • Die Band Tonbandgerät spielt ein Konzert im Everett Civic Auditorium. © NDR/Tonbandgerät
    Das Konzert war ein komplett neues und unvergessliches Erlebnis für uns. Bei kaum einem anderen Konzert ist das Publikum so mitgegangen, hat sich so nach vorne an die Bühne gedrückt, ist so gehüpft, gesprungen, ausgerastet und hat sich so auf uns vier Tonbandgeräte gefreut wie in Everett. Wir saßen noch Stunden danach im Bus auf dem Weg ins sonnige Kalifornien und konnten das alles noch gar nicht so richtig glauben.

  • Die Band Tonbandgerät spielt ein Konzert im Everett Civic Auditorium. © NDR/Tonbandgerät
    Und dazu kamen natürlich noch die Autogramme nach dem Konzert. Länger als jede Autogrammstunde die wir je hatten, saßen wir an unseren Tischen und waren überwältigt von der Begeisterung die uns entgegen schwappte - Fotos, Autogramme auf Schuhen, T-Shirts oder Holzblöcken und herzerwärmende Plakate!

  • Die Band Tonbandgerät steigt vor ihrem Hotel in San Francisco aus dem Tourbus. © NDR/Tonbandgerät
    Mit einem Zwischenstopp und langer Fahrt, geprägt von Playstation spielen, Musik hören und die Landschaft bewundern, kamen wir dann in San Fransisco an - eine der Städte auf die wir uns am meisten gefreut haben!

  • Die Band Tonbandgerät erkundigt San Francisco zu Fuß. © NDR/Tonbandgerät
    Ein freier Tag, jede Menge Shopping im Hippieviertel...

  • Ein Gruppenfoto von Tonbandgerät und der Crew auf der Golden Gate Bridge in San Francisco. © NDR/Tonbandgerät
    die Golden Gate Bridge, Downtown und Sonne ...

  • Ole von Tonbandgerät auf der Golden Gate Bridge. © NDR/Tonbandgerät
    ... wir haben uns alle in San Fransisco verliebt.

  • Die Band Tonbandgerät schreibt Schülern Autogramme. © NDR/Tonbandgerät
    Und dann kam auch schon das zweite Konzert, dieses mal sogar in einem richtigen Club in Oakland bei San Francisco! Wieder ein unvergessliches Konzert, wieder ausrastende Schüler, eine ziemlich überwältigende Autogrammstunde...

  • Tonbandgerät sitzen abends vor einem Restaurant in San Francisco. © NDR/Tonbandgerät
    .... und das beste Essen, was wir bis jetzt in den USA gegessen haben (im Restaurant nebenan). Wohlgenährt und zufrieden geht es noch mal das Nachtleben von San Fransisco austesten, bis morgen das nächste unvergessliche Konzert ansteht: ein Live-Stream Konzert direkt aus dem Studio in San Francisco raus an alle Welt…

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Erster Tagebucheintrag:

  • Blaue Sitzreihen eines Konzertsaals. © NDR/Tonbandgerät
    Heute ist der Abend des vierten Tages unserer Tour und morgen ist es endlich soweit: Unser erstes Konzert in den USA! Wir liegen alle auf unseren Hotelzimmern, sind kaputt von den Vorbereitungen und können doch kaum schlafen, denn in ein paar Stunden ist der erste große Tag, der erste große Auftritt. Über 1.000 amerikanische Schüler aus mehr als zehn High Schools werden in das Everett Civic Auditorium kommen, um uns zu sehen und unsere Musik zu hören - ein total verrücktes Gefühl. Aber fangen wir von vorne an ...

  • Der Flügel eines Flugzeugs über weißen Wolken und blauem Himmel. © NDR/Tonbandgerät
    Aufbruch auf diese etwas andere Tour ist am Freitagmorgen, den 28. Februar. Um 4.30 Uhr früh stehen wir alle verschlafen am Flughafen in Hamburg und checken ein. Erst nach Amsterdam, dann nach Seattle, über elf Stunden Flug. Trotz Müdigkeit kommt immer mehr die Vorfreude durch, denn die letzten Tage in Hamburg waren geprägt von gehetzten, letzten Vorbereitungen und einem bürokratischen Durcheinander mit den Visas. Bis zum Tag vor unserem Flug wussten wir gar nicht, ob wir überhaupt in die USA einreisen dürfen, ob wir in Hamburg bleiben müssen oder sogar zurückgeschickt werden ...

  • Der Tourbus von Tonbandgerät mit Anhänger. © NDR/Tonbandgerät
    Nach einem langen Flug mit wenig Schlaf, schlechtem Airline-Essen, zu vielen Filmen und einigen schönen Ausblicken, sind wir in Seattle gelandet. Jetzt noch durch die Passkontrollen und den Zoll mit unseren Instrumenten zittern und dann haben wir es endlich geschafft: Wir sind angekommen in den USA! Wir warten am Flughafen auf unseren Bus und plötzlich kommt ein riesiger Nightliner mit noch viel riesigeren Gesichtern von uns drauf um die Ecke gefahren. Wir drehen durch vor Freude. Die langen Stunden "on the Road" können kommen! ...

  • Ole von Tonbandgerät vor einem selbst gemalten Fanplakat an einer Wand. © NDR/Tonbandgerät
    Die ersten Tage in Seattle (oder besser gesagt in Everett, einer kleineren Stadt in der Nähe) nutzen wir, um den langen Flug, Jetlag und den Stress der Vorbereitungen mit genug Freizeit auszugleichen. Einen Tagesausflug nach Seattle später (inklusive EMP Musik-Museumsbesuch und Pike Market-Schlenderei bei eher trübem Wetter) ist es dann soweit: Wir besuchen die erste Schule. Wir werden herzlichst begrüßt, herumgeführt, mit Fragen gelöchert und beim Soundcheck in der Everett Civic Hall mit Pizza und Gastgeschenken überrascht. Und nach all diesen Eindrücken liegen wir nun auf unseren Hotelzimmern und werden morgen unseren ersten Auftritt in den USA spielen.

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