
Deichkind – Befehl von ganz unten
Stolze vier Jahre sind seit dem letzten Deichkind-Album "Arbeit nervt!" vergangen. Seitdem haben sich die Hamburger vor allem live ausgetobt – sehr zur Freude der Fans, die sich aber in den letzten Jahren ganz gern neues Sound-Material gewünscht hätten. Aber: jetzt hat das Warten ein Ende, denn "Befehl von ganz unten" ist da!
Deichkind betonen immer gerne, dass sie für die Bühne leben und keinen Bock haben, Songs zu schreiben. So ist dem Tech-Rap-Kollektiv auch wichtiger, dass die Leute zu den Konzerten im März kommen, als dass sie das neue Album kaufen. Mit "Befehl von ganz unten" geben sie jedoch ihren Fans wieder genau das, worauf sie warten: Elektroclash-Mukke mit Exzesstexten zum Mische weghauen.
Die Songs gehen auf und liegen zwischen Electro, Eurodance und Ibiza-House ("Pferd aus Glas"). Die Texte sind gewohnt zynisch und aus dem prallen Leben gegriffen. Nur das gesungene "Der Mond", das wohl ein neues "Luftbahn" werden sollte, klingt wie ein unbeholfenes Liebeslied von den Atzen.
Zum Schluss verbünden sich die Feier-Diktatoren noch mit einer legendären Hamburger Stimmungscombo: Deichkind singen mit Slime ihre erste Punkrock-Nummer ("Die rote Kiste").
N-JOY