
The Fast Forwards – "Lost In The Light"
Schweden? Rock? Sechziger Jahre-Sound? Da drängt sich der Vergleich mit Mando Diao geradezu auf. Und es gibt neben der musikalischen Ähnlichkeit tatsächlich auch eine persönliche Verbindung zwischen den beiden Bands. Mando Diaos Mats Björke und Carl-Johan Fogelklou haben bei einigen der Fast Forwards-Songs mitgeholfen. Trotz der prominenten Unterstützung ging es mit der internationalen Musikkarriere für das Indie-Rock-Quartett aus Stockholm dann aber doch nicht so schnell, wie der Bandname vermuten lässt.
2007 haben sich die Brüder Gabriel und Christian Alares mit Mikael Hörnaeus und Magnus Nilsson zusammengetan und The Fast Forwards gegründet. Nach einem ersten Mini-Album 2010 und jeder Menge Konzerte folgt jetzt endlich das richtige Debütalbum der Jungs. Und das muss den Vergleich mit Mando Diao keinesfalls fürchten. Frontmann Gabriel Alares hat zwar nicht die Gesangsqualitäten eines Björn Dixgård, aber die Songs sind griffig, eingängig und unterhaltsam. Allen voran die erste Single "All My Life", die durch ihre tolle Gitarrenlinie und den kraftvollen Mitsingrefrain überzeugt. Auch das melodiös-verspielte "Felicia" macht richtig Spaß und klingt fast schon wie eine Antwort auf Mando Dias "Gloria".
Fazit
Ein durchaus gelungenes Debüt mit einem kleinen Schönheitsfehler: Die insgesamt elf Songs "verwaschen" mit der Zeit, die immer gleichen Gitarren-Sounds klingen irgendwann breiig, die Songs gehen scheinbar nahtlos ineinander über und ehe man sich versieht, sind die 44 Minuten Spielzeit auch schon wieder um. Ein bisschen mehr Abwechslung und ein paar Überraschungsmomente mehr hätten dem Album durchaus gut getan.
Stand: 02.12.2011 12:50 Uhr
N-JOY