CD-Cover: Lana Del Rey - "Born To Die" © UDR- Vertigo Berlin

Lana Del Rey - "Born to Die"

von Katja Kiessling

Wer oder was ist eigentlich diese Lana Del Rey? Und wo kommt die auf einmal her?  Eins muss man Elisabeth Grant, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, lassen: die 25-Jährige ist eine Meisterin der Selbstinszenierung. Mit ihrem Schmollmund und den stark geschminkten Augen versprüht sie nostalgischen Hollywood-Glamour und gleichzeitig Ghetto-Chic. Sich selbst bezeichnet Lana Del Rey als "Gangsta Nancy Sinatra", passend dazu baut die hübsche New Yorkerin mit dem Lolita-Charme und dem Puppengesicht in ihren Texten auch gerne mal das böse F-Wort ein.

Die Grundstimmung ihres Albums ist aber wie der Name schon vermuten lässt, weniger aggressiv und angriffslustig. Im Gegenteil, die meiste Zeit scheint Lana Del Rey sich und ihre Hörer in eine Art Trance singen zu wollen. Sanft und sehnsüchtig klingt ihre Stimme, die Musik dazu ist sehr atmosphärisch und kunstvoll arrangiert. Gerade die Streicher in Songs wie dem schwermütigen "Diet Mountain Dew" oder dem märchenhaft-schwerelosen "Radio" sorgen für zusätzliche Intensität und Volumen.

Der Auftakt zu "National Anthem" klingt fast schon ein bisschen wie "Bittersweet Symphony" von The Verve. "Summertime Sadness" erinnert durch seinen sperrigen Sound wiederum an Florence + The Machine.

Wertung

Für Fans von Christina Perri, Florence + The Machine, Imogen Heap.

Klarer Ausreißer der insgesamt zwölf Songs ist aber "This Is What Makes Us Girls": Im Vergleich zum Rest des Albums klingt die Nummer fast schon lebensbejahend und vergnügt. Schade, dass sie die Ausnahme bleibt, ein bisschen weniger Melancholie und Schwermut hätte dem Album ganz gut getan. Fans der ersten Single "Video Games" kommen aber auf jeden Fall auf ihre Kosten.

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