
Nabiha – "More Cracks"
Nabiha Bensouda ist eine Singer-Songwriterin aus Dänemark; mit ihrer eindrucksvollen Afro-Mähne sieht sie ein bisschen aus wie Joy Denalane, allerdings hat Nabiha ein einmaliges Kennzeichen: Das ist ihre "Lucky Gap" – ihre Zahnlücke. Bereits 2009 veröffentlichte sie ihr erstes Solo-Album "Cracks" in Dänemark, und dort stieg die Platte sogar bis auf Platz 17 der Charts. Damit konnte sie schon ein bisschen für Aufsehen sorgen, sogar James Morrison buchte sie als Support-Act für ein Konzert. Der Nachfolger zur ersten Platte heißt "More Cracks" - und auf dem gibt es dementsprechend noch mehr!
Auf "More Cracks" gibt es zwölf Songs, die erstaunlich ausgereift klingen. Schon der Opener "Sound Of My Gun" macht viel Spaß, auch wenn Textzeilen wie "if you don't come willingly, we will take you forcefully" ein wenig holprig klingen. Doch der soulige Gesang von Nabiha und vor allem die tolle Instrumentierung machen einfach Spaß: Mal hört man Streicher, dann verrückte Breaks, ab und an auch sorgfältig eingesetzte Keyboard-Sounds. Tracks wie "Trouble" oder "Deep Sleep" machen Lust auf Tanzen.
Nicht alle Songs können die Qualität wie beispielsweise bei der Single "Never Played The Bass" halten. Aber: Insgesamt hat Nabiha mit "More Cracks" eine gute Platte abgeliefert. Nicht nur die Stimme, auch der Sound im Hintergrund gefällt. Einzig an den Texten müsste sie vielleicht hier und da noch arbeiten; alles in allem ist "More Cracks" aber ein schönes Gute-Laune-Album!
N-JOY