
Album-Check
Das "billige, kleine Pop-Girl" (wie sich Pink selbst nennt) teilt wieder aus! Auf dem im 40er-Jahre Look gehaltenen Cover ihres neuen Albums sind ihre Haare zwar nur noch zart-rosa, der Sound ist aber so schrill-pink wie immer.
Nach ihrem Ehe-Auf-und-Ab mit ihrem Mann Carey Hart und ihrem ersten Kind sucht Pink immer noch nach "der Liebeswahrheit" - wie das Album auch heißt. Die Songs sind dabei wie Tagebucheinträge, meint Pink. Dann hat sie wohl recht viel Jack Daniels in letzter Zeit in sich reingekippt, denn der Pink-typische schmutzige Rock'n'Roll beherrscht das Album.
Gerade das gehässige "Walk Of Shame", die Geschichte über eine durchgesoffene Nacht in Vegas, und "How Come You're Not Here" bollern am lautesten. Eher brav und im 60s-Kleid kommt der Titeltrack "The Truth About Love" daher, mit Banjos, Hammondorgel und Chören. Zwei Gitarrenballaden sind auch drauf: In "Beam Me Up" singt Pink sehr persönlich über Kindstod, in "The Great Escape" geht es nicht wie von vielen gedacht um Selbstmord, sondern um den Missbrauch von Antidepressiva.
Als Gast auf dem Album ist Eminem bei dem Spaßsong "Here Comes The Weekend" drauf. In "True Love" besingt sie mit Lily Allen ihren Mann und mit Nate Ruess von FUN. klingt "Just Give Me A Reason" gleich wie eine Musicalnummer. Insgesamt hat die White-Trash-Queen ein für sie typisches Album vorgelegt, auf dem Hit an Hit ist, abgesehen von dem lahmen "Where Did The Beat Go?".
N-JOY