Stand: 15.02.2017 12:30 Uhr | AutorIn: Dhala Rosado

Telefon-Abzocke: Betrüger wollen euer "Ja"

Mit einer dreisten Masche versuchen Telefon-Betrüger ihre Gesprächspartner abzuzocken. Das Telefonat wird neu zusammengeschnitten und so ein vermeintlicher Vertragsabschluss vorgegaukel mit dem die Opfer unter Druck gesetzt werden.

Diese Anrufabzocke ist echt frech. Die Anrufer versuchen ihre Opfer am Telefon dazu zu bringen, "Ja" zu sagen. Dabei werden sie sehr erfinderisch und fragen zum Beispiel einfach nur "Können Sie mich jetzt hören?". Fällt dann das magische Wörtchen "Ja", haben die Betrüger, was sie wollten. Bislang war diese Art der Abzockmasche nur aus den USA bekannt - nun aber scheinen die Betrüger, wie heise.de berichtet, ihre Anrufe auch auf Deutschland auszuweiten.

Aus dem Kontext gerissen und unter Druck gesetzt

Wurde ein "Ja" des Angerufenen aufgezeichnet, wird die Aufnahme des Telefonats neu zusammengeschnitten. So entsteht der Eindruck, es sei ein Vertrag abgeschlossen oder eine Bestellung aufgegeben worden. Mit diesen Fake-Aufnahmen versuchen die Betrüger dann ihre Opfer zur Kasse zu zwingen. Teilweise werden sogar Inkasso-Unternehmen eingeschaltet, um die Pseudo-Schulden einzutreiben.

Achtung, Schnäppchenjäger!

Fake-Shops wollen euer Geld

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Inkasso-Panik funktioniert

Spätestens an diesem Punkt zeigen sich viele Menschen zahlungsbereit. Zu groß ist die Angst vor einer schlechten Bonität. Immerhin ist die Schufa-Auskunft maßgeblich für die Wohnungssuche, Kredite, Versicherungen etc. Natürlich kann so ein Schufa-Eintrag korrigiert werden - aber das kostet viel Zeit und Mühe.

Ihr seid im Recht!

Solltet ihr an solch einen Betrugs-Anruf geraten, lasst euch nicht unter Druck setzen oder zu ungerechtfertigten Zahlungen verleiten. Egal wie glaubhaft der Anrufer klingt oder ein Inkasso-Schreiben aussehen mag - es gibt keine Grundlage für diese absurden Forderungen. Selbst die zusammengeschnittenen Aufnahmen untermauern kein zu Stande gekommenes Geschäft. Also: Notiert Datum und Uhrzeit des Anrufs sowie die angezeigte Rufnummer und geht im Zweifel zur Polizei und erstattet Anzeige.

Widersprecht möglichen Forderungen

Außerdem: Verträge, die über das Telefon abgeschlossen wurden, unterliegen dem Fernabsatzgesetz. Das heißt: Am Telefon geäußterte Willenserklärungen können binnen zwei Wochen nach erhalt der Ware oder der Vertragsunterlagen widerrufen werden. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet Musterbriefe an, wie ihr möglichen Forderungen von Inkassobüros widersprechen könnt.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | 15.02.2017 | 14:20 Uhr

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