Einkaufsfalle Supermarkt
Okay, wir sind alle schon mal Opfer der Marketingstrategien im Supermarkt geworden. Aber wie kommt man raus aus der "Einkaufsfalle Supermarkt"? Einkaufszettel sind eine Lösung. Armin Valet sagt: "Man muss die psychologischen Tricks kennen, um auf Augenhöhe mit den Händlern zu agieren." Und mal ehrlich: Manchmal macht's ja auch Spaß, sich verführen zu lassen.
Halt! Stopp! Bitte langsam! Wer die "Bremszone" betritt, soll runterkommen und in schönster Wochenmarktatmosphäre Obst und Gemüse shoppen. Für den Hamburger Verbraucherschützer Armin Valet ist klar: "Hier versuchen Supermärkte die Verbraucher dazu zu bringen, langsamer durch den gesamten Supermarkt zu gehen."
Nichts ist dem Zufall überlassen - auch nicht die Breite der Gänge. "Wenn man sich vorkommt wie in einer Ölsardinendose, dann kauft man nichts", erklärt Verbraucherschützer Valet. Wenn der Gang aber zu breit ist, dann fehlt den Kunden der Bezug zu den Waren. Die Wege führen übrigens immer links herum. So haben die Kunden die rechte Hand zum Greifen frei.
Willkommen im Rotlichtbezirk des Supermarkts. Bei der Fleischbeschau setzen Marketingstrategen auf rotes Licht. Also, ran ans Frischfleisch, liebe Kunden. Oder lieber doch nicht? Valet sagt: "Das rote Licht lässt das Fleisch frischer aussehen, als es vielleicht ist."
Mhhh, das riecht gut. Aber ist das auch echt? Einige Supermärkte erzeugen Gerüche mit Duftsäulen. Einfacher geht's übrigens mit Backshops, meint Valet. Denn wer den Duft von frisch gebackenem Brot in der Nase hat, kriegt Hunger und kauft mehr.
Mit Musik geht alles besser - auch das Einkaufen. "Wenn in Weinläden Vivaldi gespielt wird, dann greifen die Verbraucher zu viel teureren Weinen", sagt Valet. Was die Verbraucher zu den Songs von Tokio Hotel einkaufen, ist übrigens noch nicht erforscht. Vielleicht schwarzen Eyeliner und Haarspray?
"Wie kann das denn so teuer sein? Der Wagen war doch ganz leer" - das denken sich viele beim Bezahlen. Der Grund: Einkaufswägen werden immer größer. Da sehen ein Stück Butter, eine Milch und ein Brot immer so verloren aus, dass man schnell noch mehr dazulegt. Außerdem sind Einkaufswagen nach hinten abgeschrägt. So rutschen die Produkte aus dem Blickfeld der Kunden.
Spargel schmeckt am besten mit Sauce Hollandaise. Und dass die teuerste Marke direkt neben dem Spargel steht, ist natürlich kein Zufall. "Es lohnt sich, mal links, rechts und vor allem unten im Regal zu gucken", rät Verbraucherschützer Valet. Das gilt übrigens auch für Erdbeeren und Schlagsahne, Zwiebelkuchen und Federweißer, Grünkohl und Pinkel ...
Okay, wir sind alle schon mal Opfer der Marketingstrategien im Supermarkt geworden. Aber wie kommt man raus aus der "Einkaufsfalle Supermarkt"? Einkaufszettel sind eine Lösung. Armin Valet sagt: "Man muss die psychologischen Tricks kennen, um auf Augenhöhe mit den Händlern zu agieren." Und mal ehrlich: Manchmal macht's ja auch Spaß, sich verführen zu lassen.
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