Der Schrumpftrick:
Die Packungsgröße bleibt gleich, der Preis auch – nur der Inhalt schrumpft.
Früher waren in der Packung vier Stück mit jeweils 120ml, jetzt sind es nur noch 110ml pro Eis. Eine Preiserhöhung von 9,1 Prozent und keiner merkt's.
Der Mehr-drin-Trick:
Wir kennen das alle "Jetzt mit mehr Inhalt". Wir denken jedes Mal, es gäbe das alte Produkt zum gleichen Preis und obendrauf gibt es was geschenkt. Leider werden die Produkte meist überproportional teuer verkauft. Im neuen Nutella-Glas sind nur 50g mehr drin und es kostet 2,39 statt 1,99 – eine Preissteigerung von 6,8 Prozent.
Das Pseudo-Günstiger-Prinzip: die andere Variante ist, den Preis eines Produktes zusammen mit der Füllmenge zu senken. Leider entspricht der Preisnachlass meist nicht der Reduzierung der Menge.
260g der Babynahrung gab es vorher für 1,75 Euro, jetzt sind es nur noch 130g für 0,95 Cent – eine Preiserhöhung von 8,6 Prozent.
Der Händlertrick: das gleiche Produkt wird in unterschiedlichen Märkten mit verschiedenen Füllmengen verkauft – allerdings zum gleichen Preis. Bei Rewe kosten 200g Gummibärchen 0,89 Cent, bei Lidl gibt es 300g für 0,89 Cent.
Den gleichen Trick gibt es auch bei Cola Light. Bei Edeka wird 1 Liter für 0,99 Cent verkauft, bei Penny gibt es 1,25 Liter zum gleichen Preis.
Die Sammelpackung: die Mehrfachpackung wird genutzt um Produkte scheinbar günstig anzubieten. Tatsächlich befinden sich in den großen Packungen allerdings kleinere Riegel wie hier bei Twix: die Einzelpackung fasst 58g, in der großen Packung sind Riegel mit nur jeweils 50g.
Der Portionstrick: Vorportionierte Beutel sind echt praktisch – allerdings haben sie oft eine geringere Füllmenge als das Ausgangsprodukt – und produzieren außerdem mehr Müll. Zum Vergleich: 10 Einzelbeutel ergeben 125g und kosten 1,39Euro, in der anderen Packung sind 200g für 1,69 Euro – eine Preiserhöhung von 31,4 Prozent.
Der Mengentrick: Statt der Füllmenge werden auf der Verpackung Stückzahlen angegeben. Vorher waren in dieser Käse-Packung 350g für 3,79 Euro und jetzt sind es nur noch 280g zum gleichen Preis, nach wie vor sind 14 Scheiben in der Packung – eine Preissteigerung von 25 Prozent.
Der Qualitätstrick: Der Anteil der sogenannten wert gebenden Substanzen wird einfach verringert, das heißt, in Kaffee ist weniger Kaffee drin. Im neuen Cappuccino sind statt 15 nur noch 12 Prozent Bohnenkaffee enthalten. Außerdem braucht man neuerdings 15g Pulver für eine Tasse, statt wie vorher 12,5g – eine Preiserhöhung von 37,1%.
Das gleiche Prinzip findet sich beim Fischfilet: In der neuen Packung sind nur noch 52 Prozent Fisch enthalten, statt wie vorher 70 Prozent. Die Hersteller sparen so Kosten und erhöhen ihren Absatz bei gleichem Preis.
Der Alles-Neu-Trick: das Produkt wird einfach in einer neuen Verpackung wieder eingeführt und den Kunden zu einem höheren Preis angeboten. Die Säuglingsnahrung in der Schachtel gab es zu 7,25 Euro bei 600g, in der neuen Packung sind 800g zu 12,49 Euro. Das ergibt eine Preiserhöhung von 29,2 Prozent.
Bei den Schoko Blättchen wurde der Preis sogar um 39,1 Prozent gesteigert: vorher bekam man 160g für 1,89 Euro, in der neuen Verpackung sind es nur noch 115g zum gleichen Preis.