Die Xavier-Naidoo-Story
Teil 1: Die Anfänge
Xavier Naidoo polarisiert. Für die einen ist er ein christlicher Weltverbesserer, für die anderen ein charismatischer Musiker. Eines zeigt das große Interesse aber, an Xavier Naidoo kommt man nicht vorbei.
Fehlstart in den USA
Nach der Realschule beginnt Xavier Naidoo eine Ausbildung zum Koch, bricht die aber schon bald ab. Danach jobbt er erst mal so durchs Leben, unter anderem als Türsteher, Boutiquenverkäufer und Model. 1992 kommt dann seine erste Chance: Ein verlockendes Plattenangebot aus den USA. Doch das Projekt läuft schief. "Ich habe Titel gemacht, produziert und geschrieben und dann stell dir vor, du gehst nach Hause für drei Monate und kommst dann zurück und die ganze Platte ist umgeändert, alle Beats sind anders, so eher auf Techno und House. Also, es war ein Alptraum", erzählt Naidoo.
Die erste Single: "Freisein" mit Sabrina Setlur...
Enttäuscht kehrt Xavier Naidoo nach Deutschland zurück und schlägt sich erst mal als Musicalinterpret durch. Einfluss hat diese Phase aber nicht. Denn sein Vorbild ist Herbert Grönemeyer, dessen "Flugzeuge im Bauch" er zu Anfang seiner Karriere sogar covert. Das Leben von Xavier Naidoo nimmt eine entscheidende Wendung, als er beim Rödelheim Hartreim Projekt als Background-Sänger unterkommt. Mastermind Moses Pelham erkennt Xaviers Talent sofort und baut ihn für sein Label 3P auf. Mit Sabrina Setlur nimmt er 1998 die Single "Freisein" auf und landet damit seinen ersten Hit.
...und das erste Album
Noch im Sommer schiebt Xavier Naidoo sein Debüt-Album hinterher. "Nicht von dieser Welt" verkauft sich über eine Millionen Mal. Es sind emotionale und gesellschaftskritische Songs, oft mit spirituellem Hintergrund. Sie zeigen schon damals seine Tendenz zum modernem Wanderprediger. Seinen größten Hit landet Xavier Naidoo bis dahin mit seiner Ballade "Sie Sieht Mich Nicht". Ein Song aus dem Soundtrack zum Film "Asterix gegen Caesar". Beflügelt vom Erfolg erscheint 1999 nach einer längeren Tour das Album "Live".
N-JOY