Stand: 31.05.2017 12:04 Uhr | AutorIn: Leonie Herzfeldt

Tattoo-Trends, die eure Sinne flashen

Eine Sprachnachricht, die nicht nur Gänsehaut auf der Haut hinterlässt, und Bilder, die sich bewegen: Wir zeigen euch die neuen Phänomene bei Tattoos.

Tattoos sind schön anzusehen, zeigen, was oder wen wir lieben oder wer wir sind. Aber warum zum Beispiel den Songtext des Lieblingsliedes tätowieren, wenn man sich die Zeilen auch jederzeit vorsingen lassen kann?

Tschüs Lyrics, hallo Soundwaves!

Künstler und Technikliebhaber Nate Siggard aus L.A. wollte eine neue Art Tattoo - und erschuf die "Soundwave-Tattoos", mit denen er innerhalb kürzester Zeit einen viralen Hit landete.

Diese Tattoos funktionieren nur in Kombination mit der eigens entwickelten App "Skinmotion", welche bereits in den kommenden Wochen den Markt erobern soll. Ähnlich wie bei einer WhatsApp-Sprachnachricht lassen sich hier Audios bis zu einer Minute einspielen, die von der App dann in Bilder von Schallwellen umgewandelt und von ausgebildeten Tätowierern auf die Haut gebracht werden. Ob ein "Ich liebe dich" vom Partner, der Lieblingssong oder das Jaulen des Hundes - alles ist möglich.

Duuu ... auf deinem Arm bewegt sich was!

Erst letzten Sommer jagten zahlreiche Menschen wie besessen mit dem Smartphone vor der Nase durch die Städte. Der Pokémon-Go-Hype war riesig. Das Smartphone projizierte die niedlichen Hosentaschenmonster in den Alltag - auf die PC-Tastatur, in den Baum hinterm Haus oder den leeren Stuhl im Café. Dieses Konzept der Augmented Reality, also der "erweiterte Realität", gibt es jetzt auch auf der Haut: in Form von Tattoos, die zum Leben erwachen.

Erweiterte Realität - komplett realitätsfern?

Kunsthistoriker und Tattoo-Forscher Dr. Ole Wittmann aus Hamburg beschäftigt sich seit Jahren mit der Geschichte rund um die bunten Bilder auf unseren Körpern. Er weiß:

Es war nur eine Frage der Zeit, dass sich die Leute auch Barcodes und QR-Codes tätowieren lassen. Was es in der Alltagskultur gibt, findet sich auch in Tätowierungen wieder. Dr. Ole Wittmann

Soundwaves und Augmented Reality sollen die Tattoowelt verändern und erweitern. Die Frage ist nur, ob solche Spielereien nicht nur im Netz, sondern auch im Alltag ankommen werden. Für Chris Gutz aus dem Pink Rabbit Tattoo Shop in Hamburg ist die Sache ganz klar: Der Trend hat keine Zukunft. Schon allein, weil Schallwellen eben weniger ästhetisch seien als kalligraphische Songtexte.

Tätowieren ist ein Kunsthandwerk. Handgemalte Bilder werden immer mehr Ausdruck haben als diese neumodischen Digitaldrucke. Chris Gutz, Tätowierer

Dem stimmt auch Tattoo-Forscher Dr. Ole Wittmann zu. Er sagt, die Codes seien zwar eine effektive Methode, die Bedeutung des Tattoos für andere Menschen zu verschlüsseln - durchsetzen würden sie sich aber gegenüber klassischen Motiven nicht.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der N-JOY Nachmittag mit Nina und dem Haacke | 16.05.2017 | 15:40 Uhr

N-JOY
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