Stand: 02.01.2018 11:06 Uhr

Verkehrssünderkartei: 6 kuriose Fälle aus 60 Jahren

Vor 60 Jahren - am 2. Januar 1958 - startete die Flensburger Verkehrssünderdatei. Mittlerweile gehört sie zu Deutschland wie die Bundesliga oder die Currywurst.

Zu schnell fahren, bei Rot über die Ampel, während der Fahrt am Handy rumtippen - Punkte in der Verkehrssünderdatei kann man auf ganz unterschiedliche Weise sammeln. Wir haben euch ein paar Fälle zusammengestellt, in denen besonders "kreative" Menschen hinterm Steuer saßen. Anschnallen und los geht's:

 

Mehr als 350 Punkte

Ob ihr's glaubt oder nicht: Ein Mann aus Seesen hat mehr als 350 Punkte auf seinem Konto (das würde in der Fußball-Bundesliga für fünf Meisterschaften am Stück reichen). Beachtliche 58 Fahrten auf einem frisierten Mofa und eine Fahrt im Suff ließen sein Flensburger Konto auf Rekordgröße anschwellen. Ob er nach seiner Führerscheinsperre jemals wieder legal auf einem Mofa durch den Harz düsen darf, ist fraglich.


51 Mal ohne Führerschein

In einer ähnlichen Liga spielt ein Bäcker, ebenfalls aus dem Harz: In ganzen 51 Fällen ist der Mann beim Fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt und verurteilt worden. Da es pro Vergehen sieben Punkte gibt, summierte sich das Ganze am Ende zu unglaublichen 357 Punkten. Glückwunsch!

 

Blitzlicht am Ende des Tunnels

47 Punkte, über 4.000 Euro Bußgeld und zwei Monate Fahrverbot sind das Ergebnis eines bayrischen Motorradfahrers. Er wurde ganze 26 Mal an ein und derselben Stelle geblitzt - und zwar im Münchner Richard-Strauß-Tunnel, wo zu schnelle Fahrzeuge nur von vorne geblitzt werden, wodurch sich der Motorradfahrer offenbar in Sicherheit wähnte. Listige Polizisten legten sich schließlich persönlich auf die Lauer und stoppten ihn beim erneuten Vergehen. All seine früheren Sünden wurden schließlich zu einer Anzeige zusammengefasst.

 

Acht Punkte in drei Minuten

Der Mann hatte es eilig ... Ein 42-Jähriger aus Ludwigshafen überholte auf der Autobahn zunächst eine Zivilstreife von rechts, fuhr dann zu schnell, überquerte eine Ampel bei rot und telefonierte schließlich noch hinterm Steuer. Und das alles innerhalb von drei Minuten - macht summa summarum acht Punkte.

 

Spediteur ohne Lappen

Den Vogel in Sachen Punktestand schießt allerdings ein Mann aus Paderborn ab. Er heuerte als Fahrer bei einer Spedition an - hatte aber noch nie einen Führerschein. Über die Fahrtenbücher konnten ihm 169 Fahrten ohne Fahrerlaubnis nachgewiesen werden. Macht insgesamt 1.014 Punkte.

 

Besser Trainerbank als Fahrersitz

Anschnallen musste sich auch Bundestrainer Jogi Löw. Der Fußballtrainer musste seinen Führerschein 2014 für ein halbes Jahr abgeben, nachdem er durch häufiges Zu-schnell-Fahren auf satte 18 Punkte kam. Jogi gelobte künftig aber Besserung und högschte Disziplin.

 

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