Stand: 23.12.2019 08:35 Uhr | AutorIn: Chantale Rau

10 Bahnfahrer-Typen, die wir alle kennen

Zu Weihnachten nach Hause? Im Zug geht es wenig besinnlich zu, denn dort begegnet uns eine breite Palette an typischen Bahnfahrern - von Daddlern über Telefonierer bis hin zu Turteltauben.

Sie können besonders laut oder besonders leise sein, sich rücksichtsvoll oder wie die Axt im Walde benehmen, nach Essen oder nach Parfüm riechen - ihre Vielfalt ist schier grenzenlos. Manch ein Pendler kennt sie von seinem täglichen Arbeitsweg, doch erst auf der Urlaubsreise entfaltet sich ihre wahre Artenvielfalt: Bahnfahrer.

Hier kommen zehn klassische Exemplare, die wir alle (leider) von Zugreisen kennen ...

1. Ohne Gnade: der Telefonierer

Er zählt zu den Klassikern unter den Bahnfahrer-Typen, doch er verirrt sich auch in Busse, Wartezimmer oder Kassenschlangen: der Telefonierer. Seine Gabe: Entschlossen und höchst konzentriert kann er sich an völlig unpassenden Orten auf sein Gespräch fokussieren, ohne sich von den umstehenden Menschen irritieren zu lassen. Chapeau für so viel Talent. Nicht.


2. Zeit ist Gold wert: die Beauty-Queen

Die Beauty-Queen fühlt sich nicht nur im heimischen Badezimmer wohl, auch Büro, Bus und Bahn nennt sie ihr Zuhause. Ohne Rücksicht auf Verluste (wie beispielsweise Haarbüschel und abgeknipste Nägel) werden in der Bahn in aller Seelenruhe die Nägel manikürt, die Haare gekämmt, die Hände gecremt und Deo gesprüht - eben all die Dinge, für die daheim kaum Zeit bleibt. Zum Leid der anderen Fahrgäste ...


3. Im Einklang mit sich selbst: der Schläfer

Der Schläfer bevorzugt Fensterplätze, an denen er entspannt dem nachgehen kann, was ihm am meisten liegt: schlafen. Erfahrene Schläfer entledigen sich dabei ihrer Schuhe und basteln aus Jacke oder Tasche gekonnt ein Kissen für den ultimativen Komfort.

Fortgeschrittene brauchen für ihr Ritual nicht einmal einen Fensterplatz - sie nehmen einfach die Schulter ihres Sitznachbarn. Während Anfänger noch ab und zu ihre Haltestelle verschlafen, ist die innere Uhr der erfahrenen Schläfer punktgenau eingestellt.


4. Der Schein trügt: der Daddler

Ob Sitz- oder Stehplatz, ob leerer Wagen oder rappelvolle Gänge: Der Daddler gilt als höchst anpassungsfähig, während er Handygames spielt, Serien guckt und Rätsel löst.

Auf den ersten Blick mag er wie ein verlotterter Zocker aussehen, doch insgeheim verbirgt sich hinter dem Daddler ein Charakter von großer Sorgfalt. Denn während wir früher mit vorinstallierten Klassiker-Games wie Snake verwöhnt wurden, sind Eigeninitiative und Vorbereitung in der heutigen Smartphone-Ära alles: Ratings von Handyspiel-Apps und brandneuen Serien müssen verglichen, eine Auswahl getroffen und im WLAN heruntergeladen und angetestet werden. Fazit: Hinter dem Daddler steckt meist eine effiziente und motivierte Persönlichkeit - eben mehr als nur ein Nerd!


4. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: der Nervöse

Fragen wie "Sind wir schon da?", "Was hat der Schaffner gerade gesagt?", "Warum stehen wir jetzt?" oder "Was ist die nächste Station?" gehören neben seinem hektischen Auftreten zum typischen Repertoire des nervösen Bahnfahrers. Er lebt in der ständigen Angst, seine Haltestelle zu verpassen, im falschen Zug zu sitzen oder seinen Anschluss nicht zu bekommen. Unser Tipp: Einfach mal abschalten. Irgendwo und irgendwann kommt man immer an. Meistens. Glauben wir.


5. "Hat der Zug WLAN?": die Arbeitsbiene

Die Arbeitsbiene findet ihr fast ausschließlich im Vierersitz mit Tisch. Den braucht er oder sie nämlich auch - für Laptop, Stifte, Marker, Zettel, Bücher, Ordner, Karteikarten. Noch bevor der Zug losrollt, wird getippt, korrigiert, nachgelesen - Zeit ist Geld! Übrigens: Die Arbeitsbiene ist das perfekte Gegenstück zum Schläfer.


6. Kann man machen, muss man aber nicht: der Hungrige

Ähnlich wie die Arbeitsbiene bevorzugt der Hungrige einen Vierersitz mit Tisch, um seine Snacks - von Butterbrot über Chips bis hin zu Keksen - übersichtlich zu drapieren. Dieser Bahnfahrer-Typ lässt sich schon aus der Ferne diagnostizieren: Knisternde Tüten, knuspernde Kaugeräusche, ein krümeliger Fußboden und eine breite Palette an Gerüchen verraten ihn. Der Hungrige zählt nicht zu den beliebtesten Typen, denen wir auf freier Strecke begegnen. Genau genommen gibt es nur einen Bahn-Typus, der in der Skala noch eine Stufe tiefer steht - und zwar:


7. Des einen Glück, des anderen Leid: die Verliebten

Sie schauen sich tief in die Augen, säuseln sich Liebes-Hymnen zu, knutschen und kuscheln. Hach! Was gibt es Schöneres als eine Bahnfahrt mit seinem Herzblatt? Keine Bahnfahrt mit seinem Herzblatt zum Beispiel. Zumindest für die anderen Passagiere. Immerhin: Die Verliebten gelten als platzsparend. Schließlich besetzen sie zu zweit effektiv nur einen Platz.


8. "Da kommt noch jemand!": der Besetzer

Der Besetzer tritt in unterschiedlichsten Varianten auf: Der eine setzt sich konsequent auf den Platz am Gang, um den Fensterplatz für - äh - seine Knie freizuhalten. Der andere wirft Tasche und Jacke über alle verfügbaren umliegenden Plätze. Ein weiterer legt sich einfach quer über zwei Plätze und ahmt den Schläfer-Typ nach.


9. Networking wider Willen: die Quasselstrippe

Sie hat ein hohes Bedürfnis nach Kommunikation - und versteckt das auch nicht. Die Quasselstrippe hat nämlich nur eines im Kopf: schnacken, schnacken, schnacken. Dafür setzt sie sich sogar in einem halbleeren Waggon zu uns, um uns das Ohr abzukauen. Besonders die Arbeitsbiene ist kein Freund dieses Mitfahrers. Da hilft nur eines: Kopfhörer in die Ohren und tschüss!


10. Ich bin dann mal kurz weg: der Abtaucher

Der Abtaucher lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen. Auch wenn die Bahn brechend voll ist und laut ohne Ende, zückt der Abtaucher völlig ungerührt sein Buch und verabschiedet sich von Quasselstrippen, Telefonierern und allen anderen Bahnfahrer-Typen in seine ganz eigene Welt. Bitte mehr davon!

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