Stand: 27.11.2020 13:12 Uhr

11 Lese-Tipps: Die Lieblingsbücher des N-JOY Teams

Der Norden liest - und das N-JOY Team verrät seinen Lieblings-Lesestoff! Kerze anmachen, sich auf dem Sofa einkuscheln und in eine andere Welt abtauchen: Der Winter ist wie gemacht für gemütliche Leseabende.

Ob Krimi, Roman, Sachbuch oder Klassiker: Die Bücherregale des N-JOY Teams sind genauso vielfältig wie die Menschen hinter den Büchern. Vielleicht findet ihr in unseren Bücher-Tipps ja ein neues fesselndes Lieblingsbuch!

1. Andreas Kuhlage: "Augustus" (John Williams)

Andreas Kuhlage aus der N-JOY Morningshow ist Selten-Leser und kommt oft nur im Urlaub dazu. Zur Not tut es ein guter Krimi, am meisten liebt er aber - haltet euch fest - historische Romane. Und so einen empfiehlt er auch: "Augustus" von John Williams.

Darum geht's: "Nach der Ermordung seines berühmten Großonkels, Julius Cäsar, muss der junge Octavius die Herrschaft im Römischen Reich übernehmen. Keiner traut ihm den Job zu, doch mit List und Entschlossenheit führt er das Weltreich aus dem Chaos in eine Epoche des Wohlstands und des Friedens."

Darum feiert Kuhlage das Buch: "Machtkampf, Intrigen, Sex - Wer wissen will, wie das Leben im Alten Rom tatsächlich gewesen sein könnte, wird dieses Buch lieben. Packender Roman, bei dem man auch noch was lernt."

 

2. Melanie Fuchs: Die Bücher von Haruki Murakami

Melanie ist die Programmchefin von N-JOY. Kein Wunder, dass sie aktuell nicht so viel zum Lesen kommt. "Das wechselt immer - in einigen Phasen lese ich viel, in manchen eher selten", sagt sie. Mel mag Juli Zeh, liest aber ab und zu auch Biografien oder Sachbücher - zum Beispiel "Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist" von Hans Rosling mit Anna Rosling Rönnlund und Ola Rosling. Empfehlen möchte sie aber einen anderen Autoren: Haruki Murakami.

Darum geht's: "Ich empfehle generell alles von Haruki Murakami, man muss sich aber drauf einstellen, dass alles sehr langsam passiert und die Figuren dort viel Zeit mit schlafen und essen verbringen."

Welches Buch Mel noch feiert: "Ich habe vor Kurzem eine Biografie über Marie Curie von Barbara Goldsmith gelesen und die hat mich extrem beeindruckt. Wie zielstrebig diese Frau war und wie schwer sie es gehabt hat - irre!" Und das Beste an dem Buch über die Nobelpreisträgerin in Physik und Chemie, findet Mel: "Man muss Chemie und Physik nicht verstehen, um es zu lesen."

 

3. Tim Winterscheid: "Homo Faber" (Max Frisch)

Tim ist bei N-JOY in unterschiedlichen Funktionen unterwegs: Er arbeitet im N-JOY Music Team, unterstützt die Moderatoren bei der Sendungsvorbereitung und moderiert auch selbst. Wenn er dann doch mal Freizeit hat, liest er viel - und besonders gerne Klassiker. Tim sagt über sich selbst: "Ja, ich bin der Nerd, der freiwillig Reclam-Hefte liest. Mein 15-jähriges Ich hätte mich verachtet." Wir verachten ihn nicht für seinen Tipp, den einige vielleicht aus der Schule kennen: "Homo Faber" von Max Frisch.

Darum geht's: "Ein Mann verliebt sich tragisch in seine Tochter, ohne zu wissen, dass es seine Tochter ist. Crazy Shit! Ich weiß. Aber es ist unendlich gut geschrieben!"

Darum feiert Tim das Buch: "Max Frisch ist ein begnadeter Autor. Nicht nur der Inhalt der Sätze charakterisiert die Personen, sondern auch die Form. Zum Beispiel wird der sehr rationale und pragmatische Hauptcharakter oft nur mit kurzen Hauptsätzen beschrieben. Genial!"

 

4. Martina Schönherr: "Im Grunde gut" (Rutger Bregman)

Das Leseverhalten von N-JOY Moderatorin Martina Schönherr kennen wohl viele von uns: "Ich habe viele Bücher, die ich parallel anfange und dann meist im Herbst, wenn es kälter wird, nach und nach zu Ende lese." Dabei darf es spannend, lustig, kitschig, traurig, dramatisch oder auch, wie Martina sagt, "pseudo-intelligent" zugehen. Martina empfiehlt "Im Grunde gut" von Rutger Bregman.

Darum geht's: "Rutger Bregman behauptet, dass jeder Mensch im Grunde gut ist. Er fragt sich, wie Egoismus und Neid entstehen konnten und wie einfach wir das wieder abstellen können, um entspannter und erfolgreicher miteinander zu leben. Er ist sich sicher, wenn wir mehr zusammen arbeiten und leben, wird die Welt gerechter, ökologischer und friedlicher."

Darum feiert Martina das Buch: "Weil es einen selbst so viel hinterfragen lässt. Man möchte eigentlich die ganze Zeit nicken und sagen 'Ja, das stimmt! Es ist so einfach!'"

 

5. Gina Thoneick: "Utopien für Realisten" (Rutger Bregman)

Bei N-JOY spricht Gina nicht nur die Nachrichten, sie moderiert auch "Weltweit" und beschreibt sich selbst als "irgendwas zwischen Viel- und Selten-Leserin". Eigentlich liest sie gern Romane mit Rock'n'Roll Flair, oder kuriosen Gestalten. Gerade interessiert sich Gina aber für Sachbücher, die unsere Gesellschaft beleuchten. Wie Martina ist auch Gina ein Fan von Autor Rutger Bregman, besonders von seinem Buch "Utopien für Realisten – Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen".

Darum geht's: "Um die Frage, wie wir in Zukunft als Gesellschaft zusammenleben könnten – Werden wir zum Beispiel deutlich weniger arbeiten, weil die Maschinen uns viel abnehmen? Bekommen wir jeden Monat Geld, ohne was dafür zu tun – und wieso könnte sich das für den Staat sogar rechnen? Können wir die Armut in der Welt vielleicht ganz anders bekämpfen als bisher gedacht? Es werden verschiedene Studien und Ideen dazu vorgestellt."

Darum feiert Gina das Buch: "Weil es zeigt, wie unsere Zukunft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aussehen könnte – und zwar mit sehr konkreten Ideen. Und weil es uns auffordert, scheinbar gewagte Gedanken einfach mal durchzuspielen. Das Ganze immer gestützt auf Studien, aber trotzdem super verständlich – und ganz oft auch überraschend. Macht richtig Lust auf die Zukunft und Hoffnung, dass sich was ändert."

 

6. Dennis Dabelstein: "Tauben, die den Mambo tanzen" (C.D. Payne)

Wenn Dennis nicht als N-JOY PISA-Polizist unterwegs ist beziehungsweise nicht gerade seiner Arbeit als N-JOY Redakteur nachgeht, liest er phasenweise viel - phasenweise aber auch gar nicht. Dennis mag Romane und Biografien. Seine Lese-Empfehlung "Tauben, die den Mambo tanzen" von C.D. Payne klingt jedoch weder nach dem einen noch nach dem anderen ...

Darum geht's: "Um Tauben im Forschungslabor, deren Reaktionen auf Alkohol- und Nikotinkonsum getestet werden. Allerdings halten sich die Vögel nicht für Versuchstiere, sondern für Wissenschaftler. Deshalb sind sie auch gar nicht froh darüber, dass sie von militanten Tierschützern "befreit" werden. Denn jetzt stehen sie vor einem Problem: Wie kommen sie an Zigaretten und Sherry?"

Darum feiert Dennis das Buch: "Weil die Story so absurd ist. Ehrlich gesagt schafft es das Buch nicht, das Skurrilitätslevel dauerhaft hochzuhalten. Aber bei dem Titel erwartet man ja auch schon bisschen Trash."

 

7. Anthrin Warnking: "Redwood Love" (Kelly Moran)

Anthrin aus dem Online-Team liebt die Krimi-Reihe von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt rund um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman ("Der Mann, der kein Mörder war", "Die Frauen, die er kannte", ...) und alle Bücher von Sebastian Fitzek. Gleichzeitig ist sie aber auch ein bekennendes Fan-Girl, wenn es um seichte Roman-Kost geht. Ihr Tipp für alle, die Lust auf eine Feel-Good-Reihe haben: "Redwood Love".

Darum geht's: "In der Trilogie geht es um drei Brüder, die in einem kleinen Ort namens Redwood eine Tierarzt-Praxis betreiben. Alle drei Brüder sind (natürlich!) total charmant und gutaussehend - und noch nicht vergeben! Das ändert sich aber im Laufe der Bücher - nicht ohne Ups und Downs und eine Menge Drama, versteht sich. Denn natürlich haben sowohl die Jungs als auch ihre potentiellen Partnerinnen ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen."

Darum feiert Anthrin das Buch: "Ich weiß - der Inhalt schreit nach Klischee-Kitsch. Ist es auch ein bisschen. Aber im Städtchen Redwood scheint die Welt in Ordnung, auch wenn jeder jeden kennt und ohne Ende getratscht wird. Sich an diesen Ort zu lesen ist eine kurzweilige Auszeit vom Alltag. Herzschmerz und große Gefühle setzen dem Ganzen die Krone auf. Tiefe Einblicke in die Entstehung einer Beziehung zwischen zwei Menschen, eine gewisse Vorhersehbarkeit - perfekt für einen Abend auf dem Sofa nach einem langen Arbeitstag."

 

8. Frank Probst: "Das Alphabet des Herzens: Die wahre Geschichte über einen, der sein Herz verlor und sich selbst fand" (James R. Doty)

Frank ist unser Marketing-Experte bei N-JOY. Er ist eher so der Durchschnittsleser. Wenn ihn aber ein Buch fesselt, kann er auch zum Hardcore-Leser werden. Er mag am liebsten fesselnde Krimis wie die von Stieg Larsson oder Jean-Luc Bannalec. Manchmal dürfen es aber auch gut geschriebene "Sachbücher" vom Autor Jon Kabat-Zinn sein. Seine Lese-Empfehlung ist aber "Das Alphabet des Herzens: Die wahre Geschichte über einen, der sein Herz verlor und sich selbst fand" von James R. Doty.

Darum geht's: "Der weltberühmte Neurochirurg James R. Doty durchlebt eine schwere Kindheit, bis die Begegnung mit einer geheimnisvollen Person sein ganzes Leben ändert. Sie bringt ihm vier einfache Lebensregeln bei. Durch sie befreit er sich von dem Gedanken, Opfer seiner Lebensumstände zu sein, und er verwirklicht all seine Träume."

Darum feiert Frank das Buch: "Eine unheimlich schön und flüssig geschriebene Mutmach-Geschichte, die uns lehrt, dass wir alles erreichen können, was wir uns vornehmen – ohne den üblichen Eso-Touch. Dazu mit der Faszination einer wahren Geschichte. Passt unheimlich gut in diese schwere (Corona-)Zeit und gehört definitiv zu meinen Top-3-All-Time-Favourite-Büchern!"

 

9. Ronja Thiede: "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten" (Alice Hasters)

Ronja unterstützt unsere Moderatoren bei der Vorbereitung ihrer Sendungen. Sie ist eigentlich eine Extrem-Selten-Leserin. Wenn sie aber doch mal Lust bekommt, dann liest sie gerne Sachbücher oder Bücher, bei denen sie etwas über Psychologie oder Kommunikation lernen kann. Das ist auch der Fall bei ihrem Buch-Tipp "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten" von Alice Hasters.

Darum geht's: "Alice Hasters erzählt aus ihrem Leben als Schwarze Frau in Deutschland. Sie erklärt, was Rassismus eigentlich bedeutet und warum man rassistisch ist, auch „wenn man es gar nicht so gemeint hat“. Stichwort: Alltagsrassismus. Dabei zitiert sie Studien und erklärt die relevanten Fachbegriffe."

Darum feiert Ronja das Buch: "Für mich war das Buch ein echter Augenöffner. Ich habe es damals gelesen, um die Black-Lives-Matter Bewegung besser zu verstehen und das hat auch echt geholfen! Ich habe einiges über Kolonialismus gelernt - darüber wusste ich fast gar nichts! Es ist immer hilfreich, wenn man sich mal auf einen anderen Blickwinkel einlässt. Außerdem gibt Alice Hasters Tipps, wie man Alltagsrassismus bekämpfen kann und vor allem erstmal: erkennt!"

 

10. Isa Scholz: "Der Salzpfad" (Raynor Winn)

Redakteurin Isa liest absolut selten. Sie gibt selbst zu: "Nach Harry Potter in der Kindheit fange ich jetzt erst wieder an mit dem Lesen." Dabei findet man überwiegend Reisebücher bei ihr Zuhause. Eine besondere Empfehlung hat sie aber trotzdem: "Der Salzpfad" von Raynor Winn.

Darum geht's: "Ein älteres Paar verliert ihren Hof. Der Mann ist todkrank. Die beiden packen ihr letztes Hab und Gut in ihre Backpacks und ziehen mit Zelt und Schlafsack los auf dem bekanntesten Küstenweg Englands – dem South West Coast Path."

Darum feiert Isa das Buch: "Es macht einem Mut für das eigene Leben, wenn mal nicht alles nach Plan läuft. Es steckt sehr viel Liebe drin. Der Leser beziehungsweise die Leserin geht mit auf eine große Abenteuerreise. Mit jeder Seite wird man daran erinnert, was wirklich wichtig im Leben ist – und das sind nicht Besitz und Geld."

 

11. Tobias Überall: "Schneewittchen muss sterben" (Nele Neuhaus)

Tobias hört ihr ab und zu mal bei N-JOY am Mikrofon vor allem an den Wochenenden. Er hat alle Bücher von Dan Brown gelesen. Am häufigsten landet ein Krimi in seinen Händen. Daher auch sein Buch-Tipp: "Schneewittchen muss nicht sterben" von Nele Neuhaus.

Darum geht's: "Ein Mädchenmörder kommt nach verbüßter Haftstrafe aus dem Gefängnis frei und kehrt in sein Dorf zurück. Die Dorfbewohner schneiden und bedrohen ihn und seine Familie. Und dann verschwindet ein Mädchen aus der Nachbarschaft."

Darum feiert Tobias das Buch: "Das Buch ist toll, weil es chronologisch erzählt ist, also alles das, was an einem Tag passiert, aus den Augen der Protagonisten udn Protagonistinnen. Es wird viel in der Dorfvergangenheit gewühlt und dabei kommt so manches Geheimnis ans Licht. Als Leser wird man dadurch Stück für Stück durch die Geschichte geführt und mag das Buch kaum weg legen, weil man doch wissen will, wie es weiter geht."

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Kuhlage und Hardeland - Die N-JOY Morningshow | 27.11.2020 | 05:00 Uhr

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