Stand: 17.10.2018 17:43 Uhr | AutorIn: Anthrin Warnking

18 Probleme, die wir in den 90ern hatten

Steinchen zwischen den Inliner-Rollen, Knoten im Jo-Jo-Band, blaue Finger vom Tinten-Füller: Diese First World Problems waren damals für uns die Welt.

Leerer Smartphone-Akku, schon wieder eine Spider-App, kein Tinder-Match in Sicht - auch heute gibt es sie noch, diese kleinen Alltagsprobleme. Damals, in unserer Kindheit und Jugend, hatten wir aber noch viel größere Probleme zu meistern. Rückblickend können wir darüber zum Glück lachen - und werden sogar ein bisschen nostalgisch, wenn wir an diese Problemchen denken, die wir in den 90er-Jahren hatten.


1. SMS-Speicher voll

Welche SMS sollen bleiben, welche müssen gehen? Diese Frage mussten wir uns damals immer wieder stellen - mehr als zehn SMS ließen sich nicht auf dem Handy speichern. Die Folge: Die SMS vom Schwarm von vor einem Jahr liegt immer noch im Posteingang, während die Nachrichten von der besten Freundin regelmäßig in den Papierkorb wandern mussten, damit wir neue SMS empfangen konnten.


2. SMS Zeichenbegrenzung

"Komme5MinSpäterSorryHDGDL" - Sätze wie diese waren damals keine Seltenheit. Der Kreativität, um Zeichen zu sparen, waren keine Grenzen gesetzt. Wie sonst sollten wir unsere komplette Nachricht in 160 Zeichen packen, um nicht zwei Mal 19 Cent zu bezahlen?!

3. Tippen bis zum umfallen

"4-4-2-5-5-5- -5-5-5-6-6-6" - so viele Eingaben auf der Handytastatur waren damals nötig, nur um das Wörtchen „Hallo“ zu schreiben. Trotzdem waren wir damals teilweise schneller beim Schreiben auf dem Handy als mit der Hand. Und T9 hat es dann nochmal einfacher und schneller gemacht.


4. Die Suche nach der Billigvorwahl

01013, 01015 oder doch lieber 01018 - welche Vorwahl ist gerade am günstigsten, um den Kumpel im Nachbarort anzurufen? Ausführliche Listen haben uns geholfen, die billigste Vorwahl für den jeweiligen Tag und die jeweilige Uhrzeit zu finden.


5. "Ist Lisa auch da?"

Mama und Papa sind nicht zu Hause - endlich Zeit, ohne Publikum bei unserem Schwarm anzurufen. Das Problem der Festnetz-Generation: Die Eltern des Schwarms waren meist zu Hause - und sind in genau solchen Fällen auch immer ans Telefon gegangen. Also mussten wir uns kleinlaut vorstellen und nach Lisa oder Michael fragen.


6. Familien-Fight: Internet oder Telefon?

"Aber nur zehn Minuten - ich erwarte einen Anruf!" Diese Reaktion haben wir oft von Mama oder Papa gehört, wenn wir gefragt haben, ob wir ins Internet dürfen. Denn war die Leitung belegt, war sie belegt - Telefon und Internet gleichzeitig, das war vor dem ISDN-Durchbruch unmöglich.


7. Erwischt!

Irgendein Mitschüler war immer unfähig, unsere analogen Nachrichten in Form von Zettelchen oder Freundschaftsbüchern unauffällig weiterzureichen. Und so sind sie früher oder später alle auf dem Lehrerpult gelandet. Im schlimmsten Fall wurden sie sogar laut vorgelesen. Peinlich!


8. Der Knoten im Jo-Jo-Band

Hattet ihr auch ein ultrastylisches, leuchtendes Jo-Jo? Und hattet ihr auch so coole Tricks wie die Triangel oder den Eiffelturm drauf? Dann kennt ihr dieses Problem ganz sicher: Das Band verknotet sich wie aus dem Nichts. Da hilft nur, das Ganze mühsam auseinander zu frickeln oder ein Stück Faden zu opfern und das Band bis zum Knoten abzuschneiden. Aua!


9. Steinchen zwischen den Inliner-Rollen

Frisch geteerte Straßen waren früher das größte Geschenk. Wer mit Gummirollen gesegnet war, ist mit seinen Inline-Skates dahingeglitten wie ein Auto bei der Fahrt über die dänische Grenze. Der Feind eines jeden Skaters waren hingegen kleine Steinchen: Sie haben nicht nur ein nerviges Geräusch gemacht, sondern auch die Rollen blockiert. Achtung, Stolperfalle!


10. Aussetzer beim Discman

Um dieses Problem zu vermeiden, haben viele von uns sich damals einen ganz besonderen Fahrrad-Fahrstil angeeignet: Bloß nicht die Bürgersteige runterkrachen, sondern ganz smooth durch die Straßen cruisen. Auch für Fußgänger galt: Den Eastpack-Rucksack mit dem Disc Man bloß nicht zu sehr wippen lassen, damit der Song nicht ständig unterbrochen wird!


11. Abgekurbelt

Eine Klimaanlage hatten damals die wenigsten Autos. Wer kühle Luft haben wollte, musste das Fenster aufmachen - und das hieß damals noch: Kurbeln, was der Arm hergibt! Und bei sommerlichen Temperaturen im Stau stehen, kam einer mittleren Katastrophe gleich.


12. Der Kampf mit dem Overhead-Projektor

Wie rum gehört die Folie, damit sie an der Wand richtig angezeigt wird? Und warum kann das verdammte Kabel nicht zwei Meter länger sein?!


13. Blaue Finger

An Tintenfüller gab es früher keinen Weg vorbei. Wer Einweg-Patronen benutzt hat, dem sind die blauen Fingerkuppen meist erspart geblieben - doch wer seine Patronen selbst nachgefüllt hat, musste seine Hand regelmäßig mit dem Tintenkiller reinigen.


14. Einsatz verpennt

Stundenlang saßen wir vorm Radio, um auf unseren Lieblingssong zu warten und ihn auf Kassette aufzunehmen - und dann, wenn er endlich lief, haben wir den Einsatz doch verpasst.


15. "Ich habe heute keine Videokassette für dich"

Einen Film zu schauen, bedeutete damals noch, seinen Hintern in die Videothek zu schwingen. Einen total angesagten Film zu schauen, bedeutete damals: Früh da sein - oder enttäuscht werden. Denn die begehrten Filme waren oft ausgeliehen.


16. Die Jagd auf die Internet-Freiminuten

Was heute die 30-Tage-Probeabos für Netflix und Co. sind, waren damals die AOL-CDs mit wertvollen Freiminuten für den nächsten ICQ-Chat mit den Klassenkameraden. Die lagen meist inklusive einer zu installierenden Software im Briefkasten oder wurden im Freundeskreis hin- und hergetauscht.


17. Der abgelaufene Hosensaum

Die Baggy musste möglichst tief hängen, der Schlag möglichst groß sein: Die Modesünden der 90er-Jahre sind im Nachhinein nicht nur tierisch hässlich, sondern waren auch total unpraktisch. Spätestens nach einigen Wochen waren die Hosen am unteren Ende total abgelatscht und haben Fetzen geworfen.


18. Route recherchieren

Unterwegs schnell schauen, wo es lang geht? Nix da! Wenn wir zum neuen Kumpel fahren oder uns auf unbekanntes Terrain begeben wollten, mussten wir uns vorher entweder die Wegbeschreibung im Internet ausdrucken oder im schlimmsten Fall sogar den großen Stadtplan auspacken.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | N-JOY Weekend | 01.04.2017 | 14:50 Uhr

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