Stand: 12.01.2017 11:54 Uhr | AutorIn: Anthrin Warnking

Checkliste: 7 Tipps für die Urlaubsbuchung im Netz

Eure Traumreise soll nicht zum Horrortrip werden? Dann solltet ihr bei der Online-Buchung vorsichtig sein. Mit diesen Tipps leiden weder eure Nerven noch euer Geldbeutel.

Flug, Transfer, Hotel: Viele von uns buchen mit wenigen Klicks das Rundum-sorglos-Paket für den nächsten Sommerurlaub. Damit eure Reise wirklich sorglos wird, solltet ihr bei der Buchung allerdings einiges beachten.

Die Stiftung Warentest hat 14 Online-Portale von Reisevermittlern und Reiseveranstaltern getestet. Das Ergebnis: Die Hälfte schneidet "gut" ab. Sechs Portale sind "befriedigend", ein Anbieter ist nur "ausreichend".*

Die Gewinner und Verlierer

Die Gewinner unter den Reiseveranstaltern sind "Schauinsland-Reisen.de" und "Tui". Bei den Portalen der Reisevermittler, die Reisen von mehreren Veranstaltern anbieten, gewinnt "Holidaycheck". Das Portal punktet - genauso wie das von "Tui"- mit einer guten Suchfunktion, während "Schauinsland-Reisen.de" eine informative und übersichtliche Trefferliste bietet. Der große Verlierer des Tests ist "Ab-in-den-Urlaub.de". Weder die Trefferübersicht noch die Detailansichten und die Stabilität der Preise konnten die Tester überzeugen.

In einem Punkt versagen allerdings fast alle Portale: bei der Beratung. Außerdem warnen die Tester der Stiftung Warentest vor einigen Fallstricken bei der Buchung.

Diese Checkliste sorgt dafür, dass ihr keine bösen Überraschungen erlebt:

1. Unsicher? Traut euch ins Reisebüro

Ihr seid unsicher, weil euch die Hotelbeschreibungen im Netz nicht reichen oder ihr euch euren Urlaub doch lieber individuell zusammenstellen wollt? Dann lohnt sich - so altmodisch es klingen mag - ein Gang ins Reisebüro.

"Wenn man Zusatzfragen hat, sind die Online-Portale nicht gut gewappnet und antworten sehr allgemeingültig", erzählt Falk Murko von der Stiftung Warentest. Einige Anbieter haben die Tester sogar an das Reisebüro verwiesen. "Das ist für alle, die individuell beraten werden wollen, unsicher sind oder Hilfe brauchen, immer noch der richtige Anlaufpunkt."


2. Nutzt das richtige Portal für eure Ansprüche

Euch ist eine komfortable Suchmaske mit sinnvollen Suchkriterien wichtig? Dann seid ihr bei "Holidaycheck", "Weg.de" und "Expedia.de" sehr gut aufgehoben. Ihr wollt über euren geplanten Urlaub alles ganz genau wissen? Dann probiert es mal bei "Onlineweg.de" - dort gibt es gute Detailansichten mit vielen Bildern, Reisedaten und Bewertungen.

Wenn ihr Online bucht, müsst ihr noch eine Entscheidung treffen: Wollt ihr direkt bei einem bestimmten Veranstalter buchen oder ist euch der Reiseveranstalter egal? "Wer in der Hinsicht frei ist und die gleiche Leistung zum günstigsten Preis will, ist bei den Portalen, die als Vermittler fungieren und viele Veranstalter im Programm haben, besser aufgehoben", rät Falk Murko von der Stiftung Warentest.


3. Vergleicht Angebote auf unterschiedlichen Portalen

Identische Reisen kosten auf fast allen Portalen gleich viel Geld, weil die Anbieter auf die gleiche Datenbank zurückgreifen. Trotzdem lohnt es sich laut Falk Murko, die Angebote für den Wunschurlaub auf zwei oder drei Portalen zu checken: "Nicht alle Portale haben alle Veranstalter im Programm. Da kann es Preisunterschiede geben."

Außerdem stellen viele Portale euch auch eigene Reisen zusammen, die andere Anbieter so nicht verkaufen - zum Beispiel mit einer geänderten Flugroute oder einer anderen Zimmerkategorie. Wenn ihr Glück habt, schont der Vergleich auf mehreren Portalen euren Geldbeutel. Aber Achtung ...


4. Passt auf bei "X"-Reisen

Dass viele Vermittlungsportale euch erst im Moment eurer Anfrage eigene Pakete aus Flug, Transfer und Hotel schnüren, birgt auch eine Gefahr: Teile der Reise können fehlen. So kann es zum Beispiel passieren, dass der Transfer vom Flughafen zum Hotel fehlt und euer Urlaub damit beginnt, dass ihr orientierungslos mitten in der Pampa steht.

Solche dynamischen Reisen erkennt ihr in den Suchergebnissen an einem "X" im Veranstalternamen (zum Beispiel "XFTI"). Unser Tipp: Lieber zwei Mal hinschauen, ob alle Wege und Daten Sinn ergeben.


5. Behaltet den Preis während der Buchung immer im Auge

Viele Angebote sehen beim ersten Blick in die Trefferliste günstig aus - doch nach der Verfügbarkeitsabfrage ist die gleiche Reise plötzlich teurer. Die Stiftung Warentest hat dieses Phänomen bei jeder vierten getesteten Reise festgestellt. Bei "Ab-in-den-Urlaub.de" war die Preisstabilität besonders schlecht: 17 von 30 Reisen waren plötzlich teurer - mitunter deutlich. Also: Behaltet die Kohle, die ihr für euren Urlaub zahlen sollt, in jeder Phase der Buchung im Auge.


6. Achtung, Versicherung!

Den Preis ständig im Blick zu behalten, lohnt sich auch wegen der Reiseversicherungen, die euch einige Anbieter andrehen wollen. Auch hier nennt die Stiftung Warentest "Ab-in-den-Urlaub.de" als negatives und besonders aufdringliches Beispiel. Genauso wie bei "Check24", "Neckermann", "Onlineweg.de" und "Opodo" kann es sogar passieren, dass ihr aus Versehen ein Jahresabo abschließt, das sich automatisch verlängert, wenn ihr nicht kündigt.

Es lohnt sich, bei der Buchung alle gesetzten Häkchen zu hinterfragen und das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen. Testergebnisse zu unterschiedlichen Reiseversicherungen und wann sie sinnvoll sind, gibt es übrigens hier.


7. Daten doppelt und dreifach checken

Bevor ihr eure Buchung endgültig abschickt, solltet ihr alle Daten doppelt und dreifach checken: Ist der Reisezeitraum richtig? Entspricht der Flug wirklich der gewünschten Route? Habt ihr die richtigen Urlauber angegeben? Anders als bei anderen Onlineverträgen gilt das übliche 14-tägige Widerrufsrecht bei Urlaubsbuchungen nicht. Das bedeutet: Habt ihr Bockmist gebaut, müsst ihr stornieren - und das kostet in den allermeisten Fällen Geld.

 

*Ausschlaggebend waren Kriterien wie Übersichtlichkeit und Qualität von Suche und Ergebnissen, Buchungs- und Stornierungsablauf, Beratung, Webseite und eventuelle Mängel in den AGB.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 12.01.2017 | 12:20 Uhr

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