Stand: 27.05.2020 09:33 Uhr

Corona & Bahnfahrten: Das solltet ihr wissen

Euch ist wegen der Corona-Pandemie nicht so richtig wohl dabei, in einen Zug zu steigen? Mit einer neuen Funktion bei der Ticket-Buchung meidet ihr zu volle Züge im Fernverkehr und bleibt flexibel, falls ihr spontan doch nicht reisen wollt.

Ihr wollt endlich eure Familie wiedersehen, traut euch aber nicht in den Zug, weil ihr befürchtet, dass er zu voll ist? Das ist verständlich - schließlich begeben wir uns, wenn sich die Türen schließen, in eine Situation, die wir selbst nicht kontrollieren können.

Ein neues Online-Feature der Deutschen Bahn, das im Laufe dieser Woche freigeschaltet werden soll, könnte euch künftig helfen, die Situation im Fernverkehr vorab besser einschätzen zu können. Außerdem könnt ihr ungenutzte Tickets unter bestimmten Voraussetzungen flexibel einsetzen, falls ihr eine schon länger geplante Fahrt lieber doch nicht antreten möchtet.

ICE & Co.: Neue Auslastungsanzeige bei der Ticket-Buchung

Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen steigt laut Bahnangaben auch die Nachfrage nach Zugfahrten wieder an. Entsprechend fährt die Bahn ihr Angebot wieder hoch, auch Ziele im Ausland und touristische Ziele an der Nord- und Ostsee werden ab Ende Mai wieder angefahren.

Damit es nicht zu überfüllten Zügen kommt und Abstandsregeln eingehalten werden können, führt die Deutsche Bahn eine neue Auslastungsanzeige bei der Ticketbuchung ein, um die Auslastung der Züge zu steuern: Künftig sollen Züge auf der Webseite und in der "DB Navigator"-App bereits dann als voll ausgelastet angezeigt werden, wenn 50 Prozent der Plätze gebucht sind.

Damit will die Bahn erreichen, dass Kunden auf andere Züge ausweichen, die nicht so stark ausgelastet sind. Nehmen die Reservierungen trotz dieses Warnhinweises weiter zu, sollen App und Webseite keine Reservierung mehr zulassen. Bei sehr vollen Zügen soll auch kein Ticketkauf mehr möglich sein.

Corona: Bereits gebuchte Zugfahrten verschieben?

Ihr habt eine Reise schon vor längerer Zeit gebucht, könnt oder wollt sie wegen der Corona-Pandemie aber nicht antreten? Dann habt ihr unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, mit eurem bereits gekauften Ticket einfach später zu fahren: Tickets für Fernverkehrszüge, die ihr bis zum 13. März 2020 gekauft habt, könnt ihr laut der Deutschen Bahn bis zum 31. Oktober 2020 flexibel nutzen.

Dabei müsst ihr die Strecke, den Reiseweg und die Wagenklasse allerdings so wählen, wie sie auf der Fahrkarte angegeben sind. Anstelle eines IC oder EC könnt ihr aber zum Beispiel auch einen ICE nutzen, da die Zugbindung bei Sparpreisen und Super-Sparpreisen in diesen Fällen aufgehoben ist.

Die Regelung, bis zum 13. März gekaufte Tickets flexibel bis Ende Oktober zu nutzen, gilt auch für Auslandsreisen. Ausgenommen sind Fahrkarten nach Frankreich.

Zugticket verfallen lassen - gibt es Geld zurück?

Ihr musstet in letzter Zeit eine Zugfahrt ausfallen lassen, habt euch aber noch nicht darum gekümmert, ob ihr das Geld wiederbekommen könnt? Für alle Fernverkehrstickets, die ihr bis einschließlich 13. März 2020 gekauft habt und die für Reisen bis zum 4. Mai galten, habt ihr noch bis zum 30. Juni die Möglichkeit, diese kostenfrei zu stornieren. Ihr erhaltet allerdings nicht das Geld zurück, sondern bekommt einen Gutschein. Dieser ist drei Jahre lang gültig.

Bahn empfiehlt, stornierbare Fahrkarten zu buchen

Wenn ihr demnächst eine Fahrt für die nächsten Wochen und Monate buchen wollt, empfiehlt die Bahn, auf stornierbare Angebote wie Sparpreis oder Flexpreis zu setzen. Damit hätten Kunden die Möglichkeit der Erstattung, falls sie kurzfristig nicht reisen können.

In Zügen gilt: Abstand und Maskenpflicht

Auch in Zügen gilt natürlich: Haltet mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen. Außerdem gilt aktuell in allen Fern- und Regionalverkehrszügen eine Maskenpflicht. In Fernverkehrszügen gelten folgende Ausnahmen:

  • Kinder unter sechs Jahren sind nicht verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Wer aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann, ist dazu auch nicht verpflichtet.
  • Während Speisen und Getränke verzehrt werden, muss keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

 

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