Stand: 12.04.2019 16:29 Uhr | AutorIn: Anthrin Warnking

Die 24 schönsten norddeutschen Wörter

Von "Buddel" und "Blagen" über "schnökern" und "verdödeln" bis hin zu "figgelinsch" und "krüsch" - wenn ihr diese Formulierungen von zu Hause kennt, seid ihr echte Nordlichter!

Norddeutsch - Deutsch, Deutsch - Norddeutsch: Wir Norddeutschen benutzen im Alltag viele Wörter und Formulierungen, bei denen uns gar nicht bewusst ist, dass sie nicht überall im Land so verbreitet sind wie bei uns. Viele dieser Begriffe haben wir dem Plattdeutschen zu verdanken.

Einige Wörter gibt es sogar - je nach Region - in mehreren Varianten und Spielarten. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie zeigen, dass wir im Norden nicht nur das beste Deutsch sprechen, sondern auch die schönsten und niedlichsten Worte für Alltagsgegenstände, Freitzeitaktivitäten und Gemütszustände haben.

Die schönsten Wörter, die ihr als echte Nordlichter kennen müsst - das sind unsere 24 Favoriten:

1. "Na, warst du butschern?"

Ein Satz, den viele von uns früher von unseren Eltern gehört haben, wenn wir mit schmutzigen Knien nach Hause gekommen sind.

 

2. "Gib mir mal die Buddel"

DER Standard-Satz beim Vorglühen mit den Freunden.

 

3. "Die Blagen nerven"

Die Herkunft des Wortes "Blagen" ist nicht ganz klar - fest steht aber, dass "Blaag" im Plattdeutschen für "Kind" steht. Allerdings wird der Begriff mittlerweile häufig im negativen Kontext benutzt.

 

4. "Warst du gestern aufm Swutsch?"

Die Frage, mit der Tante Gisela oder Onkel Werner beim Familienfest räuspernd andeuten wollen, dass ihr gar nicht fit ausseht ...

 

5. "Bist du dösig?"

"Dösig" kann auch ein Wort für "müde" oder "benebelt" sein - im Norden ist der Begriff aber auch eine mehr oder weniger liebevolle Umschreibung für jemanden, der etwas überhaupt nicht hinbekommt.

 

6. "Wie das gallert!"

Mit Regen kennen wir uns in Norddeutschland richtig gut aus. Deswegen haben wir extra ein Verb dafür, wenn es in Strömen gießt. Alternativ gibt es noch das Wort "plästern".

 

7. "Wo ist die Funzel?"

Diesen Begriff kennt jeder, der früher im Ferienlager war.

 

8. "Sei nicht so drömelig"

Jemand ist "drömelig", wenn er einfach nicht aus dem Quark kommt - weil er trödelt, einfach langsam ist oder mit Tagträumen beschäftigt ist.

 

9. "Boah, bist du hölpen"

Wenn jemand besonders ungeschickt oder unbeholfen ist, wird er im Norden auch gerne mal als "Hölpenköster" bezeichnet.

 

10. "Aber nicht luschern"

Kennt ihr auch alle von den Weihnachtsfesten in eurer Kindheit und aus der Schule, oder?

 

11. "Was bist du so muksch?"

Alternative Anwendung: "Sei doch nicht so muksch" - gerne aus dem Mund unserer Eltern, wenn wir als Teenies aus irgendeinem unerfindlichen Grund schlecht drauf waren und eine riesige Flappe gezogen haben.

 

12. "Du bist aber gnaddelig"

Eure Reaktion auf jede Frage ist nur ein schlecht gelauntes Knarren aus der Kehle? Herzlichen Glückwunsch, ihr seid gnaddelig - oder auch "gnäsig".

 

13. "Ich hab noch mit der Nachbarin geschnackt"

"Schnacken" impliziert auch immer ein bisschen, dass in der Unterhaltung der neueste Tratsch ausgetauscht wird.

 

14. "Ganz schön plietsch"

Wir Norddeutschen sind ganz schön gerissen!

 

15. "Hast du was zum Schnökern da?"

Süßigkeiten zu naschen wird auch gerne als "schlickern" oder "schnauken" bezeichnet. Süß, oder?

 

16. "Sollen wir uns eine Naschi-Tüte machen?"

Der Tipp für Profis: Wenn ihr vorgeben wollt, echte Nordlichter zu sein, kombiniert ihr "schnökern" und "Naschis" in einem Satz. Beispiel: "Sollen wir uns eine Naschi-Tüte zum Schnökern machen?"

 

17. "Du Töffel"

Beleidigungen klingen gleich viel harmloser und niedlicher, wenn wir Norddeutschen sie auf unsere Weise aussprechen. Wer einen ungeschickten Menschen nicht "Hölpenköster" nennen will, kann auch "Töffel" sagen.

 

18. "Mist, das hab ich verdödelt"

So drücken wir im Norden aus, dass die deutsche Zuverlässigkeit versagt hat und wir etwas einfach verpeilt haben.

 

19. "Zieh dir mal 'ne Büx an!"

Eines von Mamas Lieblingswörtern. Ohne Hose am Frühstückstisch? Nix da!

 

20. "Ich hab aufm Flohmarkt geschnüstert"

Manchmal wird "schnüstern" auch als Synonym für "naschen" benutzt. Für die meisten bedeutet es aber, bummeln zu gehen und sich durch kleine oder große Fundstücke zu stöbern.

 

21. "Du bist aber auch figgelinsch"

Wer alles komplizierter macht, als es eigentlich ist, wird als "figgelinsch" bezeichnet. Haben wir nicht gleich gesagt, dass wir im Norden ziemlich niedliche Wörter haben?

 

22. "Sei nicht so krüsch"

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt?! "Krüsch" hat eine ähnliche Bedeutung wie "figgelinsch", bezieht sich aber vor allem auf das Thema Essen. "Krüsch" ist jemand, der dies und jenes nicht mag und an jedes Gericht kaum zumutbare Ansprüche stellt.

 

23. "Das muss ich noch mal ausklamüsern"

"Klamüsern" kann für eine handwerkliche Tätigkeit stehen ("Kannst du das Seil mal auseinander klamüsern?") oder auch dafür, über etwas nachzudenken und einen Schlachtplan zu entwickeln.

 

24. "Total piefig"

Ob der alte Schrank in Omas und Opas Wohnzimmer oder die Ansichten unserer Eltern, wenn wir früher total coole Klamotten haben wollten: "Piefig" ist selten ein Kompliment.

 

Weitere Informationen

13 Dinge, die im Norden nicht gut ankommen

Wir Norddeutschen sind stolz auf unsere Heimat und manchmal sogar auf unser Wetter. Ob ihr hier zu Hause, zugezogen oder nur zu Besuch seid - mit diesem Verhalten ist nicht zu spaßen. mehr

29 Dinge, die man im Norden gemacht haben muss

Brocken, Watt, Nordderby und Co.: Es gibt ein paar Dinge, die man als Norddeutscher einmal im Leben gemacht haben muss. Die Bucketlist für alle Nordlichter - und für die, die es werden wollen. mehr

Unser Norden: 20 Angeber-Fakten

Unsere Heimat, der Norden - eine unglaublich vielfältige Region mit vier Bundesländern und einer Menge Eigenschaften, die ihr so bestimmt noch nicht gehört habt. mehr

17 Gründe, warum wir Norddeutschen die besten Partner sind

Den richtigen Partner zu finden, ist nicht einfach. Aber: Wer eine Grundregel beachtet, befindet sich schon mal auf dem richtigen Weg. Wie die lautet? Such dir einen Norddeutschen aus! mehr

Wo Norddeutschland nach Urlaub aussieht

Karibik, San Francisco, Venedig: Klingt verlockend, ist aber zu teuer? Dann bleibt doch einfach zu Hause. Der Norden hat nämlich mindestens genauso schöne Orte. mehr

16 norddeutsche Weisheiten zum Merken und Weitersagen

"Moin Moin" ist schon Gesabbel und Wind ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben. So erklärt ihr euren auswärtigen Freunden, wie der Norden tickt. mehr

 

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 01.05.2018 | 12:00 Uhr

N-JOY
#

Lieblingssong? Teilen!
Achtung. Beim Klick auf das Facebook-Icon wird eine Verbindung zu Facebook hergestellt. Dabei werden bereits Daten an Facebook übertragen.
Songtitel posten: Facebook
00:00 - 01:00 Uhr  [Webcam]