Stand: 16.01.2020 13:45 Uhr

Flohmarkt-Apps: So macht ihr Aussortiertes zu Geld

Euer Kleiderschrank quillt über und auf dem Dachboden stapeln sich alte Handys, Ladekabel und längst vergessene Schätze? Ab auf den Flohmarkt damit! Mit diesen Apps müsst ihr dafür nicht mal früh aufstehen.

Frühjahrsputz geht auch im Herbst - und kann sich dank Flohmarkt-Apps auch finanziell richtig lohnen! Wir haben Apps getestet, mit deren Hilfe ihr aussortierte Teile ganz einfach zu Geld machen und Platz für Neues schaffen könnt - Apps für den Weiterverkauf von Kleidung, Apps für den Verkauf von Krimskrams, Tausch-Apps sowie Ankauf-Apps.

Klamotten übers Smartphone verkaufen

Die gute Nachricht: Das Einstellen und Verkaufen von Artikeln funktioniert bei den meisten Kleidungsflohmarkt-Apps ähnlich: Fotos machen, Artikel beschreiben, Preis festlegen und fertig.

Zadaa (iOS und Android): Die App kommt aus Finnland, lässt sich einfach bedienen und wenn ihr eure Kleider einstellt, kostet das nichts. Um Betrüger von der Plattform fernzuhalten, fragt Zadaa euch vor dem Verkauf nach den Quittungen. Sie sollen die Echtheit der Stücke belegen. Ein Pluspunkt: Ihr könnt jeden Kauf oder Verkauf gegen eine Gebühr mit bis zu 10.000 Euro versichern lassen.

Ungewöhnlich: Bei Zadaa könnt ihr im Profil neben Kleider- und Schuhgröße auch eure Körpergröße und euer Gewicht hinterlegen. Ziel dieser ungewöhnlichen Einstellung: Wenn ihr in der App selbst auf Shopping-Tour seid, will die App euch nur Kleidungsstücke anzeigen, die passen.

Alternativen: Viele - beispielsweise die Apps Kleiderkreisel (iOS und Android) oder Mädchenflohmarkt (iOS und Android). Bei beiden bietet ihr eure Schmuckstücke kostenlos an und beide finanzieren sich über eine Provision. Bei Kleiderkreisel trägt der Käufer den Anteil, bei Mädchenflohmarkt ist es der Verkäufer.

Möbel, Technik & Co.: App-Alternativen für Flohmarkt-Fans

Wenn euch der Wunsch nach Veränderung packt oder ihr auch altes Zeug außerhalb des Kleiderschranks loswerden möchtet: Packt die Tische, Autos, Wohnungen, CDs, Kassetten, Platten, Fernseher, Lampen, Schränke und Kommoden ein und ab auf den Flohmarkt - aber nicht auf den draußen in der Kälte, sondern auf den auf dem Smartphone.

Shpock (iOS und Android): Die App ordnet Angebote nach Regionen, sortiert sie übersichtlich, ordnet die Angebote in Kategorien und im besten Fall holt der Käufer eure alten Lieblingsstücke sofort ab. Inserate lassen sich einfach und kostenlos erstellen. Wer will, kann seine Anzeige auch aus der Masse hervorheben - das kostet dann aber einige Euro.

Über diese "In-App-Käufe" und Werbung finanziert sich das Unternehmen. Ihr könnt Teile mit der App auch einfach verschenken. Praktisch: Als Käufer könnt ihr den "Shpock Suchagenten" einrichten, der euch über neue Artikel zu euren Interessen informiert.

Alternativen: Die größte Auswahl - damit aber auch die meisten Nutzer und Konkurrenten - findet ihr bei ebay Kleinanzeigen (iOS und Android). Die Käufe sind hier aber nicht abgesichert - die Kaufabwicklung liegt in der Verantwortung von Verkäufer und Käufer. Auch Quoka (iOS und Android) hat ein großes Angebot. Die vielen Werbeanzeigen sind allerdings nervig. Kleinanzeigen für Klamotten, Immobilien und Co. könnt ihr auch im Facebook-Marketplace erstellen - die Optik ist allerdings wenig inspirierend und ziemlich unübersichtlich.

Darauf solltet ihr achten

Verkaufstipps für den Online-Flohmarkt

Erfüllt eure Online-Anzeige diese Kriterien, punktet ihr bei potenziellen Käufern:

  • Fotos: hohe Qualität, natürliche Beleuchtung, neutraler Hintergrund und verschiedene Perspektiven.
  • Artikelbezeichnung: konkrete Benennung mit Marke, Typ, Farbe, Größe und Material
  • Produktbeschreibung: Infos zu Zustand, Material und Funktionalität des Produktes. Mängel konkret benennen, Echtheit zum Beispiel über eine Quittung belegen
  • Preis: Bei stark benutzter Ware sollte der Preis 50 Prozent des Originalpreises nicht übersteigen. Orientiert euch an ähnlichen Angeboten und unterbietet diese leicht.
  • Zeitpunkt: Abends und am Wochenende funktionieren neue Inserate am besten.
  • Interaktion: Antwortet auf Nutzerfragen schnell und zuverlässig - sonst kommt euch vielleicht ein anderer Anbieter zuvor.

Tauschen statt kaufen per App

Geld ist nicht immer eine Antwort, manchmal macht tauschen viel mehr Spaß. Buch gegen Film, Schrank gegen Sofa, Spielekonsole gegen Fahrrad. Das System hat Charme und ist noch nicht ganz ausgestorben. Durch das Tauschen wird euer Haushalt zwar nicht unbedingt leerer, aber dafür könnt ihr Produkte finden, die ihr tatsächlich braucht - und das praktisch umsonst. Einige Tauschbörsen im Netz haben mittlerweile geschlossen. Die App und die zugehörige Webseite Tauschticket (iOS und Android) gibt es aber noch. Bücher, Kleider und auch Filme können hier getauscht werden. Und auch der große Konkurrent eBay Kleinanzeigen ermöglicht es seinen Nutzern, Sachen zu tauschen.

Ankauf-Apps: Alte Technik zu Geld machen

Statt an Einzelpersonen könnt ihr eure alte Technik auch an Unternehmen verkaufen. Die Idee: Ihr gebt Modell und Zustand an und der Anbieter errechnet den Wert des Geräts. Ihr schickt es ein, er bezahlt. Wer den besten Preis bietet, verraten Webseiten wie handyverkauf.net.

reBuy (iOS und Android): Diese App ist auf Elektronik, Uhren, Bücher und Smartphones spezialisiert. Wer zum Beispiel sein Notebook verkaufen möchte, kann mit Hilfe des Barcodes und einiger Fragen einen Preisvorschlag errechnen lassen. Der Gegestand wird dann an reBuy geschickt, wo der Wert anhand des Zustands sowie der aktuellen Nachfrage bestimmt wird. Ihr könnt dann entscheiden, ob ihr mit dem Preis einverstanden seid.

Tipp: Fotografiert eure Ware vorab, falls ihr mit dem Unternehmen über den Preis verhandeln möchtet. Für Ware über dem Wert von 10 Euro fallen keine Gebühren oder Versand an. Übrigens: Die Produkte in der App sind geprüft, haben 21 Tage Widerrufsrecht und 18 Monate Garantie.

Alternativen: Sehr viele. Zoxs.de, Momox, mySwoop, DuVerkaufst, Clevertronic, Flip4New, WirKaufens: Jeder dieser Anbieter bietet im Grunde den Ankauf alter Geräte an. Um den besten Preis für euer Gerät zu finden, haben wir euch die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

 

 

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | N-JOY mit Anne Raddatz | 16.01.2020 | 10:50 Uhr

N-JOY
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