Stand: 12.06.2019 12:17 Uhr

Hund vs. Katze: Was euer Haustier über euch aussagt

Der Battle zwischen Hunde- und Katzenliebhabern geht in die nächste Runde. Diesmal: Was sagt die Wahl für Team Hund oder Team Katze über euch aus? Und wie lässt sich das Verhältnis zu eurem Haustier deuten?

Welches Tier ist der bessere Lebenspartner - Hund oder Katze? Welches der Tiere ist intelligenter? Und lässt es sich mit Hunden oder Katzen besser knuddeln? Über Fragen wie diese können Haustier-Besitzer stundenlang diskutieren.

Was dabei häufig außer Acht gelassen wird, ist, was es eigentlich über Herrchen und Frauchen aussagt, auf welche Seite sie sich schlagen und welches Verhältnis sie zu ihrem Haustier haben. Dabei gibt es neben vielen Küchenpsychologie-Ratgebern einige Studien, die interessante Tendenzen aufzeigen.

Katzenbesitzer sind intelligenter als Hundebesitzer

Gleich zwei Studien zeigen, dass Team Katze im Schnitt - Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel - klüger oder zumindest besser ausgebildet ist als Team Hund. Die erste Studie von der Carroll University in Waukesha (Wisconsin) mit 600 Studierenden zeigt, dass Katzenfans in einem Intelligenztest besser abschneiden als diejenigen, die sich eher zu Hunden hingezogen fühlen.

In der zweiten Studie der Universität Bristol mit knapp 3.000 Befragten wurde der Bildungsgrad von Katzen- und Hundebesitzern untersucht. Das Ergebnis: Unter den Katzenbesitzern hatten rund 47 Prozent einen Hochschulabschluss, unter den Hundebesitzern gut 38 Prozent. Die Forscher vermuten, dass dies auch auf den Zeitfaktor zurückzuführen ist: Sie nehmen an, dass Menschen mit einem höheren Bildungsgrad beruflich und zeitlich stärker eingespannt sind und zu wenig Zeit haben, einen Hund zu versorgen. Daher würden sie eher zu Katzen neigen.


Hundefans sind kontaktfreudiger als Katzenfans

Das Team von der Carroll University rund um die Psychologin Denise Guastello hat in seiner Studie auch festgestellt, dass Katzenliebhaber eher introvertiert und kontaktscheu sind, während Hundehalter tendenziell temperamentvoller und kontaktfreudiger sind.

Dass Hunde-Fans extrovertierter und zudem pflichtbewusster sind, haben Forscher der Universität Austin (Texas) auch schon im Jahr 2010 herausgefunden.


Katzenhalter können sich selbst in ihrer Katze wiederfinden

Wie das Herrchen oder Frauchen, so das Kätzchen? So ist es - zumindest, wenn es nach einer Studie der britischen Universitäten Nottingham Trent und Lincolm geht. Dafür wurden 3.000 Katzenbesitzer zu ihrer Persönlichkeit sowie zur Gesundheit und Lebensweise ihrer Katzen befragt. Die Studie zeigt, dass sich Stimmung und Persönlichkeit der Besitzer auf das Verhalten der Katzen übertragen können.

Katzen, deren Besitzer zu Angst, Wut, Depression und Einsamkeit neigten, zeigten ähnliche Verhaltensweisen wie ihr Frauchen oder Herrchen - zum Beispiel Aggressionen und Ängstlichkeit. Darüber hinaus waren sie oft übergewichtig. Besitzer, die körperlich und psychisch gesund waren, hatten hingegen auch gesündere Katzen.

Einen weiteren Hinweis, dass Katzen das Verhalten ihrer Besitzer widerspiegeln, hat eine Versuchsreihe mit 46 Katzen an der Universität Oregon geliefert. Ergebnis: Verhalten Menschen sich gegenüber einer Katze sozial, verhält sich auch die Katze dem Menschen zugewandter. Überspitzt formuliert: Ist eure Katze blöd zu euch, seid ihr vielleicht blöd zur Katze.


Hundebesitzer leben länger - besonders, wenn sie alleine leben

Wer einen Hund hat, bewegt sich viel, hat Gesellschaft und ist oft an der frischen Luft unterwegs - das kann nur gut für die Gesundheit sein. Eine Studie aus dem Jahr 2017, in der schwedische Forscher den Lebensstil und die Gesundheitsdaten von 3,4 Millionen Erwachsenen ausgewertet haben, zeigt, dass Hundebesitzer insgesamt ein niedrigeres Sterberisiko hatten und seltener wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Krankenhaus behandelt wurden.

Besonders deutlich zeigte sich dies in Einzelpersonenhaushalten. Hier war die Sterblichkeit unter den Hundebesitzern um 33 Prozent geringer, das Risiko für Herzinfarkte sank um elf Prozent gegenüber Alleinstehenden ohne Hund. Besonders Menschen, die ansonsten weniger soziale Kontakte haben, profitieren also von ihrem Haustier.

Dabei wurde auch ein Zusammenhang zur Hunderasse gezeigt: Tiere, die für die Jagd gezüchtet werden - zum Beipiel Terrier und Retriever - hatten der Studie nach eine höhere Wirkung auf die Gesundheit als Rassen, die als Haushunde gezüchtet wurden.

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