Stand: 05.04.2022 16:43 Uhr | AutorIn: Anthrin Scheel

Steigende Lebensmittelpreise: So könnt ihr sparen

Ob bei der Essensplanung, beim Einkaufen oder durch die richtige Lagerung: So können wir bei Lebensmitteln Geld sparen.

Nicht nur die Energiepreise sind in den vergangenen Wochen weiter gestiegen - auch Lebensmittel werden immer teurer. Vielen Menschen bereitet das Sorgen, denn sie müssen schauen, wie sie an anderer Stelle sparen können.

Wir wissen auch langsam nicht mehr, wo wir sparen sollen. (...) Beim Einkaufen und Tanken wird mir schlecht. Versicherungen haben wir mehrere gekündigt. Und wir fahren mehr Fahrrad. N-JOY Hörerin Julia über die N-JOY App
Als Azubi brauche ich bald nicht mehr einkaufen. Alles wird teurer - letzten Monat war es schon kniffelig, diesen Monat wird es noch schlimmer. N-JOY Hörer Dominic über die N-JOY App
Wir wollten vor Corona eigentlich mit der Familienplanung anfangen (...) - doch jetzt, wo alle Preise steigen, überlege ich mir das zweimal. N-JOY Hörerin Vanessa über die N-JOY App

Wer weniger Geld für Lebensmittel ausgeben möchte, kann nicht nur beim Einkaufen sparen, sondern auch durch die richtige Lagerung. Außerdem können wir ganz genau hinschauen, welche Lebensmittel wirklich verdorben und welche noch essbar sind.

Hier kommen 7 Tipps, wie ihr bei Lebensmitteln Geld sparen könnt:

1. Für mehr Disziplin: Einkaufszettel schreiben

Ob mit Düften, Musik, Farben oder Angeboten: Supermärkte nutzen viele Tricks, um uns dazu zu bewegen, den Einkaufswagen ordentlich zu füllen. Um nicht ungewollt in die Falle zu tappen und wirklich nur das zu kaufen, was wir brauchen, kann es sich lohnen, einen Einkaufszettel zu schreiben - und sich dann im Supermarkt auch daran zu halten.

Wer den Zettel nicht per Hand schreiben mag oder ihn mit der besseren Hälfte oder WG-Mitbewohnern teilen möchte, kann auch auf Apps wie "Die Einkaufsliste", "Bring!", "pon" oder "Listonic" zurückgreifen.

Wer besonders viel Muße hat, kann sich sogar einen Wochenplan anlegen, welche Gerichte wann gekocht werden sollen. Dadurch könnt ihr nicht nur Lebensmittel, sondern auch die eine oder andere Fahrt zum Supermarkt sparen.

Übrigens: Ein Einkaufszettel kann sich besonders lohnen, wenn ihr hungrig einkaufen geht!

 

2. Für eine kleinere Rechnung: Auf Angebote und No-Name-Produkte achten

Die einen lieben es, Werbeprospekte zu durchforsten und immer wieder Newsletter mit Angeboten zu bekommen, die anderen hassen es. Fakt ist allerdings: Auf Angebote zu achten, kann sich wirklich lohnen - vor allem, wenn es um Grundnahrungsmittel wie Milch, Butter oder Eier geht, die ihr sowieso braucht.

Wer die Angebote der einzelnen Supermarkt-Ketten aktiv durchforsten will, aber nichts im Briefkasten hat, kann die Prospekte meist auch online runterladen oder sich in den Apps der Ketten umschauen.

Darüber hinaus könnt ihr Geld sparen, indem ihr nicht immer nur auf die großen Marken schaut, sondern auch den Kauf von No-Name-Produkten in Erwägung zieht. Oft steckt in den Lebensmitteln das Gleiche drin, qualitativ gibt es nicht unbedingt einen Unterschied. Manche Hersteller von No-Name-Produkten geben aber zum Beispiel weniger Geld für ein aufwendiges Verpackungsdesign aus. Das bedeutet: Genaues Hinschauen ist gefragt. Auch ein Blick in die unteren Regalfächer lohnt sich in der Regel - denn auf Augenhöhe hängen meist die teureren Produkte!

 

3. Für längere Haltbarkeit: Lebensmittel richtig lagern

Nach dem Großeinkauf kommen immer wieder Fragen auf: Sollten die Tomaten in den Kühlschrank oder nicht (Antwort: nein)? Sollten wir das Grün von den Radieschen und den Möhren dran lassen oder abschneiden (Antwort: abschneiden)?

Wer Lebensmittel richtig lagert, schmeißt am Ende weniger weg. Das gilt vor allem für Obst und Gemüse. Wusstet ihr zum Beispiel, dass ihr Beeren am besten ungewaschen im Kühlschrank lagert? Und dass Äpfel und Bananen sich nicht vertragen, weil die Reifung beschleunigt wird, wenn sie nebeneinander liegen?

Mehr Tipps, wie ihr Obst und Gemüse richtig aufbewahrt, damit sie möglichst lange frisch bleiben, findet ihr hier!

 

4. Für mehr Geld auf dem Konto: Selbstgekochtes statt Fertiggericht

Keine Frage: Fertiggerichte, die nur noch aufgewärmt, gebacken oder gebraten werden müssen, sind super praktisch. Manchmal sind sie sogar gar nicht so ungesund.

Trotzdem: Wer Nudeln und Sauce separat selbst kocht, statt zum Fertiggericht zu greifen, kann richtig Geld sparen. So zeigt ein - zugegebenermaßen schon etwas älterer - Test der Verbraucherzentrale Hamburg: Fertig kaufen ist teils sechsmal teurer als selber machen.

 

5. Für weniger Müll: Kochen mit Resten

Weniger wegschmeißen und stattdessen aus Lebensmittelresten noch was Leckeres zaubern - das ist nicht nur nachhaltig, sondern spart auch Geld.

Wer gerne kreativ is(s)t, kann natürlich alle Reste in eine Pfanne werfen und sich mit Gewürzen an den zufälligen Zutaten austoben.

Wer beim Kochen etwas Anleitung braucht, kann aber auch auf smarte Helfer zurückgreifen. So bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zum Beispiel die kostenlose App "Zu gut für die Tonne!" an, in der ihr vorhandene Reste in eine Suchmaske eintragen könnt. Die App sucht dann ein Rezept aus der Datenbank, mit dem ihr eure Reste verwerten könnt. Einem ähnlichen Prinzip folgen die Apps "EatSmarter" und "Restegourmet".

 

6. Für noch weniger Müll: Weniger Lebensmittel wegschmeißen

Wer gezielt einkauft, schmeißt weniger weg. Aber auch wenn ihr mal etwas über die Stränge geschlagen und zu viel Frisches gekauft habt, müsst ihr nicht verzagen, wenn die Mindesthaltbarkeitsdaten sich reihenweise dem Ende nähern. Denn: Vieles ist länger haltbar als wir denken!

So könnt ihr zum Beispiel ganz einfach testen, ob ihr ein Ei noch essen solltet oder nicht: Legt es einfach in ein Glas Wasser. Bleibt das Ei am Boden liegen, ist es noch frisch. Steigt es an die Oberfläche, ist es verdorben.

Mehr Tipps, wie ihr erkennt, ob Lebensmittel wirklich verdorben sind, findet ihr hier!

 

7. Für mehr Nachhaltigkeit: Foodsharing

Wenn ihr doch mal viel zu viel habt, könnt ihr es mit anderen teilen - zum Beispiel über regionale Foodsharing- oder Nachbarschafts-Gruppen in den sozialen Netzwerken. Andersrum könnt ihr dort natürlich auch das übernehmen, was andere zu viel haben, und so richtig Geld sparen!

Wenn ihr euch Essen liefern lassen, aber nicht so viel Geld ausgeben wollt, könnt ihr auch Apps wie "Too Good To Go", "ResQ Club" oder "FairMeals" ausprobieren. Die Apps basieren auf dem Prinzip, dass Restaurants übrig gebliebenes Essen günstiger abgeben, statt es wegwerfen zu müssen. Eine nachhaltige Win-Win-Situation, mit der ihr Geld sparen könnt.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | N-JOY mit Anne Raddatz | 04.04.2022 | 09:00 Uhr

N-JOY © NDR
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