Stand: 15.06.2018 12:48 Uhr

Plastikmüll: So kämpft die N-JOY Redaktion dagegen an

Plastikmüll vermeiden sollte nicht so schwer sein. Doch nach einer Woche des Müllsammelns ist klar, wir müssen noch mehr darauf achten, was wir einkaufen. Die N-JOY Redaktion erzählt, wie sie in Zukunft weniger Plastikmüll produzieren möchte und was sie schon jetzt dagegen macht.

Lebensmittel im Unverpacktladen oder regional einkaufen, Milch in Glasflaschen, Kaffee zum Mitnehmen nur noch in Mehrwegbechern holen und Zahnpasta in Tablettenform statt als Tube auswählen. In der N-JOY Redaktion haben viele Kollegen schon vor der N-JOY Plastikwoche darauf geachtet, möglichst wenig Wegwerf-Plastik-Verpackungen zu verwenden. Nach einer Woche genauer Analyse, was alles im Plastikmüll landet, hat aber jeder noch etwas gefunden, was er in Zukunft besser machen möchte.

Neun Kollegen und Kolleginnen aus der N-JOY Redaktion erzählen, was sie in der N-JOY Plastikwoche gelernt haben.

Nina Zimmermann: "Wie kontinuierlich sich Plastik daheim ansammelt, ist schon krass"

Nina aus eurem N-JOY Nachmittag hat jeden Tag ihren Plastikmüll mit ins Studio gebracht. Über eine Woche hinweg hat sich doch mehr angesammelt als erwartet.

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: Ich habe jeden Tag etwas mitgebracht. Im Zwei-Personenhaushalt haben sich insgesamt bestimmt 1,5 bis 2 Tüten angesammelt.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Wie kontinuierlich sich Plastik daheim ansammelt, ist schon krass. Und wie viel Platz die Verpackungen einnehmen - allein das Waschmittel oder der Sack für die Blumenerde.

So vermeide ich Plastikmüll: Wir sprudeln Wasser - ich habe immer einen Einkaufskorb dabei und verzichte beim Obst und Gemüse auf die kleinen Tüten.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Ich verzichte auf die großen Plastikeimer für Joghurt oder Tomaten, auf den Plastik-Container bei Weintrauben und auch auf große Hartplastik- und Blister-Verpackungen.

 

Christian Haacke: "Wir verbrauchen viel zu viel unsinniges Plastik"

Haacke führt euch zusammen mit Nina aus den N-JOY Nachmittag durch euren Feierabend - und auch er hat täglich den N-JOY Plastikberg ein bisschen größer gemacht.

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: Ich konnte jeden Tag neuen Plastikmüll mitbringen.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Überrascht hat mich tatsächlich die Menge - jeden Tag gab's wieder neuen Müll. Mein Gefühl, dass wir viel zu viel unsinniges Plastik verbrauchen, hat sich leider bestätigt.

So vermeide ich Plastikmüll: Keine Plastiktüten im Supermarkt, keine Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse, für den Transport von Obst und Gemüse haben wir auch Baumwollnetze, weil es sonst durch den Korb purzeln würde

Das möchte ich in Zukunft ändern: Ich werde noch mehr auf bessere Verpackungen wie z.B. Glas achten.

 

Melanie Fuchs: "Coffee-to-Go? Für mich nur im Mehrwegbecher!"

Sie ist bei N-JOY die Chefin von Dienst, der Kopf hinter unserer Aktion "Kopf Hoch. Das Handy kann warten" und achtet schon lange darauf, ihr Leben möglichst plastikfrei zu gestalten.

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: Immer noch zu viel, obwohl ich schon lange drauf achte. Käsepackung, Gartenerde, Zahnbürste, Shampoo. Es ist einfach zeit- und manchmal auch kostenintensiv, Plastik zu vermeiden.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Bei manchen Sachen weiß ich gar nicht, ob die in den Plastikmüll müssen oder nicht. Bei Zeitschriften zum Beispiel, deren Cover sind oft nicht nur aus Papier.

So vermeide ich Plastikmüll: Ich versuche kaum Obst und Gemüse zu kaufen, das in Plastik verpackt ist und verwende keine Plastiktüten. Das Gleiche gilt fürs Essen bestellen. Ich versuche das zu vermeiden, weil dabei soviel Müll mitgeliefert wird. Außerdem habe ich die App Codescanner und versuche nur Hygieneartikel zu kaufen, die kein Mikroplastik beinhalten. Ich kaufe keinen Coffee-to-Go im Papp-Plastik-Becher, sondern nur im Mehrwegbecher.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Ich wäre gerne noch konsequenter. Ich versuche zwar einiges - siehe oben - aber manchmal bestelle ich doch Essen oder kaufe den Brokkoli, der in Plastik verpackt ist. Süßigkeiten sind auch immer verpackt und die könnte ich auch ein bisschen weniger kaufen. Das wäre auch für meine Gesundheit besser und nicht nur in Sachen Plastikmüllvermeidung.

 

Franziska Pille: "Ich hatte mehr Müll erwartet"

Franzi Pille kennt ihr als Moderatorin aus dem N-JOY Wochenende. Wenn sie mal nicht im Studio steht, unterstützt sie als Redakteurin das Morningshow-Team. Auch sie hat eine Woche lang ihren Plastikmüll mit in die N-JOY Redaktion gebracht. Ihre Erkenntnisse? Bitteschön:

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: Eine große Tüte voll, ich hatte allerdings mehr erwartet.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Dass Salat im Supermarkt so gut wie immer in Plastik verpackt ist.

So vermeide ich Plastikmüll: Obst und Gemüse lose kaufen.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Den eigenen Kaffeebecher befüllen lassen.

 

Anja Haufe: "Ich will Saft und Milch zukünftig in Glasflaschen kaufen."

Anja unterstützt die Moderatoren täglich bei ihrer Sendung, recherchiert, führt Interviews. Wenn sie das nicht tut, hört ihr sie in den N-JOY News. Plastik zu vermeiden ist für sie ein leidenschaftliches Thema - sie achtet sogar darauf, dass ihre Kleider fair produziert werden.

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: Ich habe leider schon gemerkt, dass ich jeden Tag mindestens ein Teil mitbringen konnte. Vor allem, weil Heidelbeeren, Nektarinen und Co. ja auch immer in Plastikboxen stecken und die esse ich im Sommer so gerne.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Wie viel Plastik-Verpackungsmüll bei mir entsteht, obwohl ich mir einbilde, darauf beim Einkaufen zu achten. Einmal, weil so viele Lebensmittel verpackt sind, aber auch wegen Zahnpasta, Shampoo, Sonnencreme und so weiter.

So vermeide ich Plastikmüll: Ich nehme bei Obst und Gemüse keine kleinen Tüten und versuche auch bei Tomaten und Gurke zum Beispiel die unverpackten zu nehmen. Ich kaufe Wasser in Glasflaschen und auch Joghurt im Glas, wenn es welchen gibt. Außerdem habe ich zum Einkaufen immer einen Stoffbeutel dabei.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Saft und Milch auch noch in Glasflaschen kaufen, wenn es geht.

 

Axel Schöning: "Wir kaufen Mehl, Nudeln, Waschmittel, Gewürze unverpackt und Joghurt in Gläsern."

Axel arbeitet bei N-JOY im Hintergrund: Er ist der Mann, der die Gewinnspiele in der N-JOY App überhaupt erst ermöglicht. Er klärt, welche Tickets wir verlosen können und wann wir euch VIP-Tickets schenken. In seinem Privatleben ist er der absolute Profi im Müll vermeiden!

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: In einem 5-Personen-Haushalt etwa die Menge einer "Einkaufstüte". Wenn wir denn klassische Plastiktüten zu Hause hätten ...

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Wie wenig viele Menschen über Plastik und Verpackungsmüll wissen und darüber, wie man ihn vermeiden kann.

So vermeide ich Plastikmüll: Der Thermobecher ist mein ständiger Begleiter. Ich kaufe Lebensmittel und andere alltägliche Dinge im Unverpacktladen - zum Beispiel Mehl, Nudeln, Gewürze, Reis, Essig, Öl, Müsli, Duschgel, Spülmittel, Waschmittel. Jogurt, Quark und Milch haben wir in Pfandgläsern und Flaschen. Und wenn ich im Supermarkt einkaufe (Oliven, Apfelmus, Mais, etc.), dann im Glas.
Ich habe immer eine Klappbox für Einkäufe im Auto. So braucht man weder Tüten noch Beutel. Und beim Bäcker kann man sich häufig entscheiden, ob man eine Papier- oder Plastiktüte möchte. Für die Pausenbrote der Kinder gibt es selbstgenähte Wachstuchtaschen, die lassen sich nach dem Gebrauch abwischen und sind dann fertig für den nächsten Tag. Spannend ist auch, dass wir keine Zahnpastatuben haben - sondern Zahnpastatabletten. Funktioniert so: Tablette in den Mund, zwei Mal zubeißen, schäumt wie sau ... ;) Für unseren 5-Personen-Haushalt ist das völlig normal geworden.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Weil ich gelernt habe, wie wenig über die Alternativen zu vielen verpackten Produkten bekannt ist und es problemlos möglich ist sie zu ersetzten, möchte ich etwas offensiver damit umgehen. Der Griff ins Supermarktregal mag einfacher sein. Die Lebensmittel in Gläsern aufzubewahren zeigt aber einfach auch schon die Wertigkeit, die Lebensmittel haben sollten.

 

Isa Scholz: "Ich will nur noch Duschgel ohne Mikroplastik kaufen"

Isa moderiert bei N-JOY vor allem am Wochenende. Montags bis Freitags schreibt sie Gags für die N-JOY Morningshow oder unterstützt Anne Raddatz im N-JOY Vormittag, den N-JOY Graf und Nina & den Haacke aus eurem N-JOY Nachmittag.

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: 1 großer Sack.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Dass wir echt in ganz vielen Bereichen in unserem Leben Plastik einsparen können. Zum Beispiel, wenn ich Duschgel kaufe, möchte ich ab jetzt drauf achten, dass es kein Mikroplastik enthält.

So vermeide ich Plastikmüll: Ich versuche Obst und Gemüse komplett ohne Plastik zu kaufen. Früher habe ich immer alles an Obst und Gemüse in diese kleinen, dünnen Plastiktüten getan und mittlerweile brauche ich die gar nicht mehr. Geht ja auch ohne.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Ich würde es gerne schaffen, das ich niemals mehr eine Plastiktüte in einem Laden mitnehmen muss. Das ist nur nicht so einfach, weil ich dann wirklich immer einen Stoffbeutel dabei haben muss und den vergesse ich auch schnell mal.

 

Katja Kiesling: "Ich bestelle gerne regionale Produkte, die unverpackt geliefert werden."

Wenn sie nicht wäre, würdet ihr bei N-JOY keine Musik hören: Katja ist die Frau, die zusammen mit ihren Kollegen entscheidet, welche Musik ihr hört und hat immer ein Auge darauf, was in der Musikwelt gerade abgeht. Und jeden Montag erlebt ihr sie in den Soundfiles HipHop mit DJ Mad.

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: Ungefähr das Volumen einer Getränkekiste.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Ich hatte mehr befürchtet. Aber ich denke, die Menge an Müll variiert auch von Woche zu Woche. Diese Woche fiel bei mir relativ wenig Müll an, in einer anderen Woche sind vielleicht gleichzeitig mein Shampoo, meine Zahnpasta und meine Milch alle und mein Spülschwamm muss entsorgt werden.

So vermeide ich Plastikmüll: Ich bestelle alle zwei, drei Wochen bei einem Online-Lieferant, der seine Produkte ausschließlich von regionalen Erzeugern bezieht. Die Produkte werden unverpackt in einer Mehrwegbox angeliefert, die man dem Lieferanten wieder mitgibt. Ich kaufe Obst und Gemüse nach Möglichkeit unverpackt. Wenn Cherry-Tomaten abgepackt sind, greife ich zu denen in der Pappschale und nicht zu denen im Plastikbehälter. Wenn ich mit ab und zu im Supermarkt oder Feinkostladen einen Antipasti-Salat zusammen stelle, benutze die Plastikschale so oft wie möglich wieder. Zuhause kurz ausspülen und schon ist sie bereit für den nächsten Einsatz. Ich nehme zum Einkaufen immer einen Jutebeutel oder einen Korb mit, so vermeide ich den Tütenkauf an der Kasse. Und ich trinke Kaffee entweder aus Tassen (wenn ich Zuhause oder im Café sitze) oder aus Reusables Cups (wenn ich unterwegs bin). Und ich achte auch in Bars darauf, möglichst wenig Plastikmüll zu erzeugen: Wenn ich einen Drink bestelle, sage ich immer dazu, dass ich keinen Strohhalm möchte.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Ich möchte noch mehr in Unverpackt-Läden einkaufen. in konventionellen Supermärkten auf verpackte Artikel verzichten und lieber zu losen greifen. Lose Pilze und Tomaten kann man in einigen Supermärkten ja auch in Papiertüten stecken. Der weitere Plan: Statt Getränken in Plastikflaschen möchte ich verstärkt Pfandflaschen aus Glas kaufen und künftig auch versuchen, für meine Kosmetikartikel Nachfüllpacks zu kaufen. Zu guter Letzt: Ich überlege ernsthaft, von meiner herkömmlichen Handzahnbürste zu einer elektrischen zu wechseln, bei der dann nur die Putzköpfe ausgetauscht werden müssen - oder vielleicht zu einer Handzahnbürste aus Bambus.

 

Eva Köhler: "Ich habe in den vergagenen Jahren schon viele Plastik-Verpackungssünden abgeschafft"

Eva ist bei N-JOY unsere Fachfrau für alles was Digital ist - und das ist ganz schön viel: ob Fragen zum Datenschutz bei Facebook oder das neu erschienene Smartphone - als Expertin gibt sie ihr wertvolles Wissen im Radio und in der Online-Redaktion an euch weiter.

So viel Plastikmüll hat sich in einer Woche angesammelt: Eine mittelgroße Mülltüte voll - ich hatte mit viel, viel mehr gerechnet.

Mich hat während der N-JOY Plastik-Woche überrascht: Das ich offenbar in den vergangen Jahren - relativ unbewusst - schon viele Plastik-Verpackungssünden in meinem Alltag abgeschafft habe. Trotzdem haben sich Milch-, Joghurt-, Keks- und Waschmittelverpackungen gesammelt. Viel überraschender für mich war aber, wie viel Papier- und Papp-Müll sich angesammelt hat.

So vermeide ich Plastikmüll: Das Obst und Gemüse wird mir einmal pro Woche in einer Mehrwegbox und komplett unverpackt geliefert. Der Käse, den ich kaufe, ist in Wachspapier gewickelt, statt in Plastik. Ich habe immer eine Getränke-Flasche aus Glas dabei und nehme meinen Kaffee jeden Morgen in einem Glas-, Holz- oder Porzellan-To-Go-Becher mit. Wasser sprudeln wir und wenn ich einkaufen gehe, habe ich natürlich immer eine Tasche dabei.

Das möchte ich in Zukunft ändern: Ich möchte die Zahnpasta-Tabletten ausprobieren und herausfinden, ob ich Shampoo, Duschgel aber auch Süßigkeiten ohne Plastik kaufen kann. Das Gleiche gilt für Nudelverpackungen, Joghurt, Milch und für Müsli. Es kann nicht so schwer sein, Alltagsprodukte ohne Wegwerf-Plastik zu bekommen, oder?

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 15.06.2018 | 12:00 Uhr

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