Stand: 15.03.2022 12:00 Uhr | AutorIn: Anthrin Scheel

Stromfresser im Haushalt: So könnt ihr richtig Geld sparen

Die Ergebnisse des "Stromspiegels", der unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium veröffentlicht wird, zeigen: In den meisten Haushalten lassen sich im Schnitt 320 Euro pro Jahr sparen. Welche Geräte besonders viel Strom verbrauchen - und welche Tipps beim Sparen helfen.

Manchmal öffnen wir unseren Briefkasten und bekommen direkt schlechte Laune - zum Beispiel, wenn unsere Energieversorger ihre Jahresabrechnung schicken und dabei oft eine Nachzahlung fordern.

Nun, wo sowieso schon viel Geld in unseren Autotank fließt und zudem auch die Gaspreise nach oben schnellen, fragt ihr euch vielleicht auch: Kann ich zu Hause im Alltag noch Kosten sparen - zum Beispiel, indem ich meinen Stromverbrauch reduziere?

Wie hoch ist euer Stromverbrauch?

Einen ersten Anhaltspunkt kann euch der "Stromspiegel 2021/22" geben: Er basiert auf rund 290.000 Daten echter Haushalte. Durch die Vergleichswerte könnt ihr schauen, ob euer Stromverbrauch gering, durchschnittlich oder sehr hoch ist.

So ist ein Verbrauch von bis zu 2.000 Kilowattstunden im Jahr bei einem Zwei-Personen-Haushalt, der in einem Haus lebt und Warmwasser ohne Strom generiert, laut "Stromspiegel"-Tabelle zum Beispiel sehr niedrig. Bei 4.200 Kilowattstunden sprechen die Experten hingegen von einem "sehr hohen Verbrauch".

Über die Tabelle auf Seite 3 dieses Dokuments könnt ihr herausfinden, wo ihr mit eurem Stromverbrauch liegt - je nachdem, in was für einem Gebäude ihr lebt und wie viele Personen ihr seid.

Das sind die größten Stromfresser

Der "Stromspiegel", der von der gemeinnützigen Organisation "Co2Online" in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium herausgegeben wird, zeigt auch, wie sich der Stromverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt zusammensetzt. An der Auflistung können wir erkennen, welche Geräte die größten Stromfresser im Haushalt sind:

  • 28 Prozent: Informationstechnik sowie TV- und Audiogeräte
  • 14 Prozent: Waschen und Trocknen
  • 13 Prozent: Licht
  • 11 Prozent: Kühl- und Gefriergeräte
  • 9 Prozent: Kochen
  • 17 Prozent: Sonstiges

Stromfresser: Wie können wir sparen?

Die gute Nachricht: Es gibt viele Kleinigkeiten, mit denen wir laut Experten in der Masse einiges an Strom einsparen können - und so auch unserem Geldbeutel und der Umwelt helfen:

  • Wäsche kälter waschen: 60 oder 40 Grad sind kein Muss. Ist eure Wäscher nur wenig schmutzig, reichen oft auch 30 Grad. Auch eine Vorwäsche muss längst nicht immer sein.

  • Auf den Trockner verzichten: Mit etwas Planung kann man seine Wäsche gerade im Sommer einfach an der Luft trocknen. Laut "Stromspiegel" können wir durch den Verzicht auf den Wäschetrockner pro Jahr Stromkosten in Höhe von rund 55 Euro sparen.

  • Eco-Programme nutzen: Eco-Programme verbrauchen trotz ihrer längeren Laufzeit meist weniger Energie.

  • Stand-by vermeiden: Laut Umweltbundesamt könnten wir durchschnittlich rund 115 Euro Stromkosten pro Jahr sparen und 170 kg CO2 vermeiden, wenn wir elektrische Geräte richtig ausschalten, statt sie nur in den Ruhemodus zu versetzen.

  • Kühlschrank wärmer stellen: Wir müssen unsere Lebensmittel nicht auf zwei bis drei Grad runterkühlen - fünf bis sieben Grad reichen aus. "Jedes Grad Celsius, das er zu kühl eingestellt ist, bedeutet eine Verbrauchserhöhung um fünf Prozent", sagt Norbert Endres von der Verbraucherzentrale Bayern im Bayerischen Rundfunk. Im Gefrierschrank muss es nicht kälter als minus 18 Grad Celsius sein.

  • Kühlgeräte regelmäßig abtauen: Außerdem sollten wir Kühl- und Gefriergeräte regelmäßig abtauen - am besten zweimal im Jahr. Denn durch dicke Eisschichten erhöht sich der Stromverbrauch.

  • Ineffiziente Haushaltsgeräte ersetzen: Ein moderner Kühlschrank mit der besten Energieeffizienzklasse verbraucht laut "Stromspiegel" im Vergleich zu seinen älteren Kollegen bis zu 50 Prozent weniger Strom. Um zu checken, ob eure Geräte zu viel Strom verbrauchen, könnt ihr ein Strommessgerät benutzen. Das verleihen viele Stromanbieter oder Stadtwerke sogar kostenlos.

  • Effizient kochen und backen: In der Küche sollen wir allein durch Verhaltensänderungen 70 Euro im Jahr sparen können. Dazu gehört zum Beispiel, den Wasserkocher nicht immer bis oben hin zu füllen, ohne Vorheizen zu backen, die Kühlschranktür schnell wieder zu schließen und mit Deckel zu kochen.

  • LED-Lampen und Energiesparlampen nutzen: Checkt, ob ihr schon überall neuere Leuchtmittel nutzt oder sich in einigen Lampen noch ältere Stromfresser verstecken. Wer zehn 60-Watt-Lampen durch LED-Lampen ersetzt, kann laut der "Stromspiegel"-Experten zum Beispiel 165 Euro im Jahr einsparen - bei LED-Anschaffungskosten von 20 bis 50 Euro.

  • Warmwasser sparen: Wasser mit Strom zu erhitzen, ist auch beim Duschen teuer. Hierfür lassen sich aber Duschköpfe kaufen, die Wasser sparen.

  • Mehr Tipps zum Stromsparen findet ihr hier.

 

 

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