Stand: 11.01.2019 15:34 Uhr

Studie: Haben dicke Menschen ein kleineres Gehirn?

Forscher haben herausgefunden: Bei Menschen mit starkem Übergewicht kann das Gehirn in bestimmten Bereichen geschrumpft sein - besonders, wenn das Fett in einer bestimmten Körperregion liegt.

Dass Übergewicht der Gesundheit nicht gut tut, ist uns allen klar. Aber leidet auch das Gehirn unter den zusätzlichen Pfunden? Dieser Frage sind britische Forscher von der Loughborough-Universität nachgegangen. Sie haben herausgefunden: Dick sein geht an die Substanz - genauer gesagt an die Graue Substanz im Hirn, die eine wesentliche Komponente des Zentralen Nervensystems darstellt.

Zusammenhang zwischen Körperform und Gehirn

Für die Studie haben die Forscher Daten von 9.652 Menschen unterschiedlichster Körperformen ausgewertet. Knapp 19 Prozent der Teilnehmer waren stark fettleibig. Als Indikator für Übergewicht wurde sowohl der Body-Mass-Index (BMI) als auch der Taille-Hüfte-Quotient (THQ) herangezogen. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer zu ihrer Gesundheit befragt, ihr Gehirnvolumen wurde mittels Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht.

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Das zentrale Ergebnis: Die Teilnehmer, die sowohl einen hohen BMI als auch einen hohen THQ hatten, hatten mit durchschnittlich 786 Kubikzentimetern das geringste Volumen an Grauer Substanz. Die Menschen mit einem normalen Gewicht hatten im Schnitt 798 Kubikzentimeter Graue Substanz. Bei der Weißen Substanz, die die verschiedenen Areale des Hirns durch Nervenfasern miteinander verbindet, gab es keine Unterschiede.

Schrumpft unser Gehirn durch Übergewicht - oder werden Menschen durch weniger Hirnmasse dick?

Ein weiteres Ergebnis der Forscher: Vor allem das Fett in der Körpermitte hängt mit einem kleineren Volumen an grauer Gehirnsubstanz zusammen. Was die Wissenschaftler bisher nicht herausfinden konnten, ist aber, wie sich das kleinere Volumen auf das Gehirn und den Körper auswirkt. Außerdem ist unklar, ob die Fettleibigkeit die Veränderungen im Gehirn bewirkt - oder ob Abweichungen in der Hirnstruktur überhaupt erst zum Übergewicht führen.

Die Studie ist übrigens nicht der erste Hinweis darauf, dass starkes Übergewicht eine Gefahr fürs Gehirn darstellt: Eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts hat 2017 gezeigt, dass Fettleibigkeit das Alzheimer-Risiko erhöhen kann. Schon 2010 hat eine US-Studie ergeben, dass das Gehirn durch Adipositas schneller altert.

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