Stand: 12.02.2018 12:26 Uhr

Südkorea für Anfänger

Die Olympischen Winterspiele finden 2018 in einem der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt statt. Weil Südkorea kein typisches Urlaubsziel ist, wissen wir aber nur wenig über das Land. Das wollen wir ändern!

Südkorea wird zu den sogenannten "Tigerstaaten" gezählt - weil es sich innerhalb von rund 20 Jahren von einem der ärmsten Länder der Erde zu einer der größten Industrienationen gemausert hat. Was ihr sonst über Südkorea wissen solltet? Hier kommen 11 spannende Fakten:

1. Südkorea und die Landflucht

Südkorea hat mehr als 50 Millionen Einwohner. Diese zieht es immer mehr in die Städte: Rund 90 Prozent der Südkoreaner leben in Ballungszentren. Allein in der Hauptstadt Seoul leben fast zehn Millionen Menschen. Die Landflucht hängt unter anderem mit dem Wunsch nach guter Bildung zusammen.

 

2. Fleiß in Südkorea

Korea hat ein sehr hohes Bildungsniveau. Schüler arbeiten unglaublich hart, um Karriere zu machen - in Korea haben, laut der OECD-Bildungsstudie 2014, 41,7 Prozent der erwachsenen Bürger einen Hochschulabschluss. Ein Studienjahr kostet knapp 10.000 US-Dollar. Wenn die jungen Erwachsenen dann im Arbeitsleben angekommen sind, hört der Stress aber nicht auf: Fleiß ist in Südkorea eine Tugend, 70-Stunden-Wochen sind nicht ungewöhnlich. Durch die relativ hohe Arbeitslosenquote ist der Druck hoch, den Arbeitsstress mitzumachen.

 

3. Freizeit in dem asiatischen Land

Onlinedating ist in Südkorea total angesagt - das passt super, denn Südkorea hat durchschnittlich das schnellste Internet der Welt. Der Kampf um einen festen Arbeitsplatz frisst aber fast die komplette Freizeit. Deswegen haben die meisten Geschäfte in den großen Städten rund um die Uhr geöffnet - geshoppt wird oft nachts.

 

4. Liebe & Sex

Aufgrund der wenigen Freizeit leben viele Südkoreaner alleine. Die Folge: eine niedrige Geburtenrate. Frauen in der Hauptstadt Seoul bekommen beispielsweise statistisch gesehen nur 0,97 Kinder und sind dabei durchschnittlich älter als 32. Sex gilt in Südkorea übrigens selten als Ausdruck einer romantischen Beziehung. Er ist eher das Ventil für männliche Bedürfnisse. Fremdgehen ist daher nicht ungewöhnlich - obwohl Ehebruch bis 2015 als Verbrechen galt.

 

5. Hochzeit feiern in Südkorea

In Sachen Hochzeit sind die meisten Südkoreaner traditionell: Die Familien von Braut und Bräutigam feilschen darum, wer was mit in die Ehe bringt und wer die Hochzeitskosten trägt. Eine Tradition steht aber fest: Die Familie des Bräutigams ist für die Wohnung des Ehepaars zuständig, die Seite der Braut für die Einrichtung. Verhält sich eine Seite zu geizig, kann das sogar dazu führen, dass die Hochzeit platzt.

 

6. Südkoreaner und der Alkohol

Der verhältnismäßig hohe Alkoholkonsum der Südkoreaner wird immer wieder thematisiert. Sie trinken gerne Reisschnaps - und das auch gerne (mit ihrem Chef) nach ihrem langen Arbeitstag. Trinkgelage gelten nicht als Peinlichkeit, sondern gehören vielerorts dazu, um die Karriereleiter zu erklimmen.

 

7. Essen

... dürft ihr in Südkorea gerne laut. Schmatzen und Schlürfen gilt hier nicht als unhöflich. Wer in Südkorea essen geht, könnte nicht nur auf sehr viele Beilagen und ungewöhnliche Kreationen stoßen, sondern sollte auch bedenken, dass Trinkgeld in Südkorea grundsätzlich unüblich und für Koch und Kellner beschämend ist - es sei denn, ihr fahrt Taxi oder seid im Rotlichtmilieu unterwegs.

 

8. Aberglaube in Südkorea

Ihr sucht in einem Gebäude die vierte Etage? Oder in einer Straße die Hausnummer 4? Da könntet ihr lange suchen. Weil die 4 als Unglückszahl gilt, werden die vierten Orte oft übersprungen. Für die Angst vor der Zahl 4 gibt es sogar einen Namen: "Tetraphobie".

 

9. Südkoreaner und die Schönheit

... wird in Südkorea ganz groß geschrieben. Das Geschäft mit den Schönheits-OPs boomt. Die koreanische Popmusik-Kultur - auch K-Pop oder Gayo genannt - trägt dazu viel bei: Die beliebten Boy- und Girlbands stellen vor allem ihre Attraktivität in den Vordergrund.

 

10. Respekt vor dem Alter

... spielt in Südkorea eine wichtige Rolle und ist laut dem Südostasien-Wissenschaftler und Buchautor Sören Kittel das größte Fettnäpfchen, in das Touristen treten können. "Bei der Begrüßung, beim Essen, im Restaurant - in jeder Situation ist es wichtig zu wissen, wer der Älteste im Raum ist", sagt er gegenüber Spiegel Online. In der Gesellschaft sei alles auf den Altersunterschied abgestimmt, es sei sehr hierarchisch.

 

11. Klima

Südkorea hat vier Jahreszeiten. In Seoul können die Temperaturen beispielsweise zwischen -11 Grad (Januar) und 27 Grad (August) schwanken. Im Sommer ist es oft sehr heiß und feucht, im Winter hingegen sehr kalt. Nach Südkorea zu reisen ist also vor allem im Frühling und Herbst empfehlenswert.

 

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der N-JOY Nachmittag mit Nina und dem Haacke | 12.02.2018 | 15:00 Uhr

N-JOY
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