Stand: 24.04.2017 18:35 Uhr

Süße Mogelpackungen - hier steckt Zucker drin

"Volksdroge Zucker", "Die Deutschen essen zu süß" oder "Diese Lebensmittel sind wahre Zuckerbomben" - diese Überschriften kennt ihr sicherlich zur Genüge. Die schlechte Nachricht: Sie haben alle ihre Berechtigung.

Wir haben aber auch eine gute Nachricht: Ihr seid selbst dafür verantwortlich, was ihr kauft und könnt was gegen den hohen Zuckerverbrauch tun.

Umgerechnet ganze 29 Stück Würfelzucker nehmen wir täglich (!) zu uns - die Weltgesundheitsorganisation WHO hält gerade einmal acht für ideal. Doch wo verstecken sich diese ganzen Zuckerberge eigentlich? In ihrer aktuellen Ausgabe hat die Stiftung Warentest 60 gesüßte Produkte auf ihren Zuckergehalt untersucht. Und das Bemerkenswerte: Vor allem da, wo man ihn nicht vermutet, ist er in großen Mengen drin. Guckt mal, wo überall versteckter Industriezucker drinsteckt.

Der offensichtliche Zucker

Okay, darüber brauchen wir eigentlich nicht reden, oder? Mit Kuchen, Torte oder Schokolade führt ihr eurem Körper Zucker in hohen Mengen zu. Der Zucker, den ihr obendrein in euren Kaffee rieseln lasst, ist ebenso offensichtlich. Der meiste Zucker, den wir zu uns nehmen, versteckt sich allerdings in ganz anderen Produkten ...

 

Ach, da ist Zucker drin?

In vielen Grundnahrungsmitteln verbirgt sich Industriezucker. In vier untersuchten Fertigtomatensaucen hat die Stiftung Warentest zum Beispiel bis zu 14,4 Gramm Zucker (pro 100 Gramm) ausfindig gemacht. Achtet also auf das Etikett mit den Nährwertangaben und streckt Fertigsaucen gerne mit Wasser oder frischen Tomaten.

 

Barbecue-Sauce ist der Endgegner

Noch krasser verhält es sich bei diesen typischen Fastfood- oder Grill-Begleitern. Die untersuchten Ketchups haben im Schnitt einen Zuckergehalt von 23 Gramm (pro 100 Gramm). Eine Schippe drauf legen Barbecue-Saucen: Sie kommen durchschnittlich auf 37 Gramm Zucker (pro 100 Gramm). Ihr tut also gut daran, in der Grillsaison die Würste nicht gerade in Barbecue-Sauce schwimmen zu lassen.

 

Überzuckert in den Tag

Aber fangen wir beim Frühstück an. Unter Umständen haut ihr euch bereits morgens mehr als die empfohlene Tagesdosis an Zucker zwischen die Kiemen: In Cornflakes oder Müslimischungen steckt ebenfalls viel Zucker. Achtet hier vor allem auf Namenszusätze wie "Crunchy" oder "Schoko" - hier schmeckt das Frühstück herrlich süß. Das allerdings nicht ohne Grund ...

 

Was gesund aussieht ...

Wenn ihr zu eurem Crunchy-Müsli dann noch industriell hergestellten Joghurt gebt, der zu rund 15 Prozent aus Zucker besteht, ist das schlichtweg zu viel. Selbst viele Fruchtjoghurte, die Vitamine und Gesundheit suggerieren, haben es in sich. So richtig schön süß schmecken sie eben erst durch den eingeführten Industriezucker. Das Gleiche gilt übrigens auch für Quark.

 

Einmal Zucker tanken, bitte!

Sehr schnell sehr viel Zucker nehmt ihr mit Softdrinks zu euch. Zwar haben 100 Gramm Fanta Orange mit 9,1 Gramm rund 4,5 Mal weniger Zucker als die BBQ-Sauce Original der Marke Mississippi mit 41,5 Gramm (pro 100 Gramm). Aber: Im Gegensatz zu Ketchup und Co. kippt man sich Getränke ja gerne gläserweise runter.

 

Inhaltsstoffe oft verwirrend gekennzeichnet

Und wie findet ihr im Supermarkt beim Einkaufen raus, welche Lebensmittel wie viel Zucker beinhalten? Guckt einfach auf die Nährwerttabelle auf der Rückseite der Verpackung. Seit 2016 muss der Zuckergehalt von Fertigprodukten dort einsehbar sein.

Aber ganz so einfach ist das auch wieder nicht. Denn die Lebensmittelhersteller kennzeichnen ihre Produkte oft mit den Fachbegriffen der unterschiedlichen Zuckerarten - also Glucose für Traubenzucker oder Fruktose für Fruchtzucker:

 

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der N-JOY Nachmittag mit Nina und dem Haacke | 24.04.2017 | 16:20 Uhr

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