Stand: 05.07.2018 16:30 Uhr | AutorIn: Chantale Rau

Supermärkte verkünden Verkaufsstopp von Einwegplastik

Einweggeschirr, Plastikbesteck und Trinkhalme - auf diese umweltschädlichen Produkte wollen einige Supermärkte und Discounter in Zukunft verzichten, um auf nachhaltige Alternativen zu setzen.

Morgens mit dem Coffee To Go aus dem Haus, mittags eine Limo mit Strohhalm schlürfen und anschließend beim Einkaufen noch schnell eine Plastiktragetüte auf das Kassenband werfen: Plastik ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Besonders in Supermärkten wird die Verschwendung - beispielsweise durch unnötig eingeschweißtes Gemüse - sichtbar. Pro Jahr verbraucht jeder Deutsche im Schnitt 37 Kilo Plastikmüll, während rund um den Globus etwa 78 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen zusammenkommen. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten im Alltag weniger Plastikmüll zu produzieren.

Plastikfrei-Trend bewegt Supermarktketten und Discounter zum Handeln

Zu Beginn des Jahres hat die EU-Kommission den Vorschlag eingebracht, bis 2030 nur noch recycelbare Kunststoffe zu erlauben. Nun haben einige Lebensmittelketten reagiert. So hat beispielsweise Rewe verkündet, bis Ende des nächsten Jahres und nach Abverkauf der Restbestände, Einweg-Trinkhalme aus den rund 6000 Filialen zu verbannen. Zukünftig werden der Konzern und einige Tochterunternehmen nur noch umweltfreundliche Alternativen - wie zum Beispiel Strohhalme aus Weizengras - anbieten. Der Discounter Lidl geht noch einen Schritt weiter und plant 2019 nicht nur einen Verkaufsstopp von Plastik-Trinkhalmen, sondern auch von weiteren Einwegprodukten wie Becher, Geschirr, Besteck und Wattestäbchen aus Kunststoff.

Zeichen setzen in einer Wegwerf-Gesellschaft

Nachhaltige Alternativen liegen im Trend - und das ist gut so. Schließlich sind Kaffeebecher, Strohhalme und Co. meistens nur wenige Minuten in Gebrauch, bevor Sie im Müll landen. Anschließend halten sich die Reste hunderte Jahre in der Umwelt und gelangen als Mikropartikel in die Nahrungskette mit weitreichenden Folgen. Im Rahmen unserer N-JOY Themenwoche haben wir uns intensiv mit dem Plastik-Problem beschäftigt.

Da es bis zur Umsetzung der Supermarktketten noch einen Augenblick dauert: Ein Blick in unsere Bildergalerie verrät einige umweltfreundliche Alternativen ...

 

Einkaufen ohne Plastik - diese Alternativen gibt es

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der N-JOY Nachmittag mit Nina und dem Haacke | 05.07.2018 | 17:50 Uhr

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