Stand: 23.08.2019 11:51 Uhr

Verrückte Berufe: Diese Jobs gibt es wirklich

Vom Golfballtaucher bis zum Eintänzer: Von diesen Jobs habt ihr wahrscheinlich noch nie was gehört. Inspiration gefällig?

Nach Schätzungen des Weltwirtschaftsforums werden 65 Prozent der heutigen Schülerinnen und Schüler später in Berufen arbeiten, die es noch gar nicht gibt. Aber auch heute gibt es schon Jobs, bei deren Bezeichnung wir vor zehn Jahren nur irritiert die Stirn gerunzelt hätten: Influencer? E-Sport-Kommentator? Professioneller Social-Media-Manager?

Schon heute gibt es auf dem Arbeitsmarkt zahlreiche Positionen, die wir vielleicht auch gern ausüben würden - wenn wir sie denn kennen würden. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr den ganzen Tag kluge Glückskeks-Sprüche schreiben dürftet?

Falls ihr über einen Jobwechsel nachdenkt: Wir haben ein paar Vorschläge für euch.

1. Golfballtaucher

Jährlich werden beim Spielen auf dem Platz Hunderttausende Golfbälle im Wasser versenkt. Habt ihr euch jemals gefragt, wer die da eigentlich wieder rausholt? Wir auch nicht. Trotzdem gibt es sie: die Golfballtaucher. Fun Fact: Unter der Bezeichnung "Lakeballs" kann man die gefundenen Bälle sogar noch weiterverkaufen.


2. Professioneller Erschrecker

Mit unheimlicher Mimik springen sie aus den Ecken und jagen uns den Schrecken unseres Lebens ein. Nein, nicht euer Chef, auch nicht euer Steuerberater, sondern: Profi-Erschrecker. Ob im Gruselkabinett oder in der Geisterbahn - auf Jahrmärkten sind schaurige Darsteller gern gesehen (oder auch nicht).


3. Schlangensteher

Wer kennt es nicht: Kurzer Abstecher zum Einwohnermeldeamt, bevor es zur Arbeit geht, nur mal kurz den Antrag für den neuen Ausweis abgeben, zwanzig Minuten sollten schließlich reichen ... das war wohl nichts. Keine Lust zu warten? Dann holt euch einfach einen Platzhalter, der für euch in der Schlange wartet - denn das ist tatsächlich ein Beruf. Oder seid ihr vielleicht sogar selbst besonders geduldig? Dann bewerbt euch und ... wartet.


4. Chief Happiness Officer

Glückliche Mitarbeiter arbeiten auch produktiver. Aus diesem Grund gibt's dafür eine eigene Position: den Chief Happiness Officer. Durch Workshops, Coachings und Aktivitäten sollen zwischenmenschliche Beziehungen gefördert und das Betriebsklima positiv gestärkt werden.


5. Warm-Upper

Komisch - immer nach der Werbepause klatschen alle im Fernsehen, wenn der Moderator wieder auf die Bühne kommt. Sogar, wenn er einen schlechten Witz reißt. Haben die Zuschauer wirklich alle einen so schlechten Humor und wissen genau, wann sie losklatschen und losgröhlen müssen? Nein, einige von ihnen werden fürs Jubeln und Klatschen bezahlt! Sogenannte Warm-Upper sind dafür zuständig, das Publikum anzuheizen, auf Kommando loszujubeln und so alle anderen mitzureißen. Tja, so einen Warm-Upper hätten wir wohl auf der letzten Hochzeit auch gebrauchen können, als bei unserer Rede niemand über unsere Witze gelacht hat ...


6. Food-Stylist

Zum Anbeißen: Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, wie eigentlich die ansprechenden Werbeaufnahmen von Lebensmitteln zustande kommen? Hier wird geflunkert, was das Zeug hält! Dabei spielt der Food-Stylist eine entscheidende Rolle: Es werden Kekse angeföhnt, damit die Schokoladenstückchen auf dem Bild glänzen, der Cheeseburger wird mit Zahnstochern sorgfältig zusammengesteckt und die Weihnachtsgans für die Knusper-Optik braun angesprüht. Ein Job für Kreative!


7. Sprachpfleger

Nein, ein Sprachpfleger entstaubt nicht die Duden-Sammlung in der Bibliothek. Nein, er ist auch kein Logopäde. Vielmehr soll das Sprachbewusstsein gefördert und die Sprachentwicklung vorangetrieben werden. In Frankreich wird das ganz besonders ernst genommen: Die Gelehrtengesellschaft Académie française hat insbesondere Anglizismen den Kampf angesagt und übersetzt Begriffe wie "Firewall" zu "pare-feu". Aus "Spam" wird "pourielle" - eine Mischung aus "poubelle" (Müll) und "courriel" (E-Mail).


8. Eintänzer

Ihr habt gerade kein Date zur Hand, möchtet bei der anstehenden Gala aber trotzdem das Tanzbein schwingen? Dann mietet euch einen Eintänzer, der euch auf den schicken Ball bekleidet und mit euch tanzt. Adrette Kleidung und einen sicheren Schritt gibt's inklusive. Und falls ihr selbst gerne einen groovy Auftritt hinlegt, ist es vielleicht sogar ein Job für euch?

Übrigens ein Job mit Historie: In den Goldenen Zwanzigern, als viele Frauen unabhängiger wurden und auch ohne Ehemann das Parkett zum Beben bringen wollten, fand diese Berufsgruppe großen Anklang. Zeit für ein Revival!

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Kuhlage und Hardeland - Die N-JOY Morningshow | 21.08.2019 | 05:00 Uhr

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