Stand: 19.10.2018 14:18 Uhr

Crystal Meth: Wege aus der Sucht

Kristallines Methamphetamin, auch als Crystal oder Crystal Meth bekannt, ist die mit am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Dabei birgt Crystal große Suchtgefahren. Es macht schneller abhängig als zum Beispiel Speed und verursacht oft stärkere psychische Komplikationen bei den Konsumenten.

Ein weiteres Problem: Häufig konsumieren Crystal-Abhängige zusätzliche Drogen, wie zum Beispiel Cannabis oder Speed, um die psychischen Folgen durch den Crystal-Konsum in den Griff zu bekommen. Doch die Probleme fangen dann erst richtig an. "Die Patienten kommen oft erst zu uns, wenn die körperlichen und sozialen Probleme unerträglich werden", sagt Willem Hamdorf, Chefarzt der AHG Klinik Mecklenburg. Die Suchtklinik hat ihr Angebot in den letzten Jahren auf den gestiegenen Crystal-Konsum eingestellt.

Suchterkranke brauchen Therapie

Die Abhängigkeit von Crystal Meth oder anderen Substanzen ist eine Krankheit und muss therapeutisch behandelt werden. "Der erste Ansprechpartner sind die Suchtberatungsstellen, die in den Regionen sehr gut vernetzt sind", sagt Hamdorf. Je länger die Abhängigkeit besteht, desto länger dauert in der Regel auch die Suchtbehandlung. "Der erste Schritt ist der Entzug", sagt der Mediziner.

Der Entzug erfolgt oftmals stationär in einem Krankenhaus, und diene dazu, den Kreislauf des Konsums zu unterbrechen. Nach der medizinischen Versorgung folgt die psychologische Behandlung. Während der Therapie ginge es vor allem um den Umgang mit der Suchterkrankung, aber häufig müssten auch psychologische Begleit- oder Vorerkrankungen der Patienten behandelt werden.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der N-JOY Nachmittag mit Nina und dem Haacke | 22.10.2018 | 15:00 Uhr

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