Stand: 21.11.2017 15:35 Uhr | AutorIn: Dhala Rosado

Woher kommt die Alltags-Wut?

Sätze wie "Jetzt reg dich doch nicht so auf" bringen im Normalfall gar nichts. Der Grund dafür: Euer Gehirn macht sich selbstständig.

Es ist mal nicht einfach, mit Wut richtig umzugehen. Sie in sich hineinzufressen, ist ungesund und macht krank. Der Körper reagiert mit Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Herzstechen etc. Sie aber immer rauszulassen, ist auch nicht gut. Ein amerikanischer Herzspezialist hat herausgefunden: Menschen, die ihrem Ärger sofort Luft machen, haben eine geringere Lebenserwartung, als die, die ihn runterschlucken. Wer explodiert, wird laut ihm den Ärger nicht wirklich los. Es brodelt innerlich weiter und steigert Aggressivität. Es ist also wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden, den richtigen Umgang mit der eigenen Aggression zu finden. Dafür müsst ihr erst einmal verstehen, warum ihr euch im Alltag so oft ärgert.

Ärger im Alltag beginnt in eurem Kopf

Erinnert euch mal an die letzte Situation zurück, in der ihr euch aufgeregt habt. Na, habt ihr sie? Jetzt versucht herauszufinden, was genau euch da auf die Palme gebracht hat. Ärger im Alltag hängt nämlich meistens damit zusammen, dass man das Gefühl hat, nicht ernst genommen, für dumm verkauft oder als unfähig hingestellt zu werden.

Das bedeutet: Das Selbstwertgefühl wurde verletzt und das verunsichert. Weil das Gehirn Unsicherheit und Bedrohung hasst, sucht es nach einer Exit-Strategie. Schon die menschlichen Vorfahren mussten blitzschnell entscheiden: fight oder flight, kämpfen oder flüchten. Ihr seid in Alarmbereitschaft und Ärger beziehungsweise Wut ist eine Art Abwehrmechanismus. Euer Gehirn schaltet in den Verteidigungsmodus und setzt zum Gegenangriff an, um euch zu schützen.

Euer Körper schüttet dann haufenweise Stresshormone, Adrenalin und Noradrenalin, aus, um für den "Kampf" gewappnet zu sein. Blutdruck und Puls steigen, die Atmung wird flacher, Muskeln sind besser durchblutet. Das Problem: Ihr könntet jetzt wunderbar auf den anderen eindreschen, aber ihr könnt nicht mehr klar denken.
Ärger hilft also im Augenblick selbst nicht weiter und schadet langfristig eurer Gesundheit.

 

Zum Artikel: 15 Tipps gegen Alltagsärger

Mensch, ärger dich nicht!

21.11.2017 16:20 Uhr

Ärger und Wut: Gefühle, von denen wir glauben, sie völlig zurecht zu haben. Das Ärgerliche am Ärgern: Wir schaden uns damit selbst. 15 Tipps für weniger Wut im Alltag im N-JOY Brainhack. mehr

 

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der N-JOY Nachmittag mit Nina und dem Haacke | 21.11.2017 | 16:20 Uhr

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