Stand: 17.01.2019 11:17 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Wurde ich gehackt? 773 Millionen Zugangsdaten aufgetaucht

Ein IT-Sicherheitsforscher hat bekannt gegeben, dass im Netz 773 Millionen E-Mail-Adressen mit den dazugehörigen Passwörtern aufgetaucht sind. So findet ihr heraus, ob ihr gehackt wurdet.

Es ist eine unvorstellbare Zahl: 773 Millionen E-Mail-Adressen samt der zugehörigen Passwörter kursieren aktuell im Netz und werden an Internetbetrüger verkauft. Das berichtet der IT-Sicherheitsforscher Troy Hunt, der auf seiner Plattform haveibeenpwned.com gestohlene Datensätze für jeden Internetnutzer durchsuchbar macht.

Datensatz enthält etwa 140 Millionen bisher unbekannte E-Mail-Adressen

Hunt hat den ihm vorliegenden Datensatz, den er "Collection #1" nennt, analysiert: Er kommt zu dem Schluss, dass rund 140 Millionen der E-Mail-Adressen in dem Leak erstmals im Netz veröffentlicht wurden.

Auch die in dem Datensatz gespeicherten Passwörter hat er untersucht. Das Ergebnis: Gut zehn Millionen der Nutzer-Passwörter in dem Datensatz wurden laut Hunts Datensatz erstmals öffentlich zugänglich gemacht.

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HaveIBeenPwned.com: Findet heraus, ob ihr gehackt wurdet

Auf der Website haveibeenpwned.com hat Hunt den neuen Datensatz bereits durchsuchbar gemacht. Nutzer können ihre Email-Adresse dort eingeben und sich anzeigen lassen, ob diese Adresse im Netz im Zusammenhang mit einem Hackerangriff aufgetaucht ist. Einen ähnlichen Dienst bietet das Hasso-Plattner-Institut in Berlin an: Auch beim Identity LeakChecker tragt ihr eure Mail-Adresse ein und der Dienst verrät, ob eure E-Mail-Adresse Teil eines im Netz veröffentlichten Datensatzes ist.

Die Idee hinter dem Service: Datensätze, die von Hackern im Netz veröffentlicht werden, kursieren - inklusive der Passwörter und Email-Adressen - teils noch Jahre später im Netz. Damit Nutzer überhaupt mitbekommen, dass ihre Daten geklaut wurden, sammelt Hunt all die gehackten Datensätze.

Passwörter im Netz abgleichen

Eine weitere Funktion des Dienstes: Ihr könnt Passwörter mit den von Hackern veröffentlichten Daten abgleichen. Über eine Suchmaske wird das eingegebene Passwort mit etwa 551,5 Millionen Passwörtern abgeglichen, die Hackern bei diversen Angriffen in die Hände gefallen sind. Der Dienst beantwortet euch zum Beispiel die Frage, ob das Passwort "123456" im Zusammenhang mit einem Hack aufgetaucht ist.

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Have I been Pwned?

Diese Webseite zeigt, ob eure E-Mail-Adresse auch von einem Hacker-Angriff betroffen ist und ob eure Mail-Adresse frei zugänglich im Netz kursiert. extern

Sucht nicht nach aktuellen, sondern nach zukünftigen Passwörtern

Aber der Macher selbst sagt: "Niemand sollte hier Passwörter eintippen, die er aktuell verwendet." Das Ganze sei eher für einen Rückblick gedacht, um alte Passwörter zu checken oder ein Gefühl für sichere und unsichere Passwörter zu bekommen.

Besser: Ladet euch die Passwörter-Liste runter

Troy Hunt hat die Liste aller gehackten und unsicheren Passwörter auf der Seite zum Download bereitgestellt. Er rät: Wenn ihr aktuelle Passwörter überprüfen möchtet, ladet die Zip-Datei runter - Achtung, sie ist mehr als 5 Gigabyte groß - und durchsucht die Liste auf eurem Rechner. Das ist viel sicherer, als ein Passwort online in eine Suche einzutippen. Denn das solltet ihr grundsätzlich nicht machen.

Wissen, dass ihr gehackt wurdet - und dann? Reagieren!

Taucht eure Mail-Adresse oder eines eurer Passwörter in der Datenbank mit Zugangsdaten auf, solltet ihr das Passwort ändern. Nicht nur bei einem Dienst, sondern überall dort, wo ihr euch mit dieser E-Mail-Adresse und dem Passwort anmeldet. Heißt: Falls ihr euch bei Facebook, Instagram, Amazon und LinkedIn mit der gleichen Kombination einloggt, tauscht auf allen Seiten das Passwort aus, selbst wenn nur das LinkedIn-Passwort von Hackern veröffentlicht wurde.

 

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